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Beschreibung
vor 1 Tag
Täufer und Baptisten prägen das Bild des protestantischen
Christentums bis heute. Und möglicherweise zeigt sich bei ihnen mit
all ihrer Vielfalt schon etwas von der Zukunft des Protestantismus
insgesamt. Die Täuferbewegung entstand um 1525 in Zürich. Im
Gegensatz zu Luther und Zwingli forderten Täufer eine konsequente
Trennung von Kirche und Staat sowie eine freiwillige Glaubenstaufe
(Erwachsenentaufe). Sie bildeten sehr unterschiedliche Gruppen,
darunter friedensorientierte Gemeinschaften wie die Mennoniten,
aber auch radikalere Strömungen. Wegen ihrer Ablehnung der
Kindertaufe und staatlicher Kirchen wurden sie vielerorts verfolgt.
Im 17. Jahrhundert entwickelte sich aus ähnlichen reformatorischen
Impulsen in England und den Niederlanden der Baptismus. Er übernahm
zentrale täuferische Ideen wie die Gläubigentaufe und die
Selbstständigkeit der Ortsgemeinde („Gemeindekirche“), entstand
jedoch unabhängig und in einem anderen politischen Umfeld. Im 18.
und 19. Jahrhundert verbreiteten sich baptistische Gemeinden
weltweit, besonders durch Missions- und Erweckungsbewegungen
Dadurch wurden Baptisten zu einer der größten protestantischen
Freikirchen weltweit. Heute ist das Spektrum dieser Gruppen und
Gläubigen verwirrend breit. Es reicht von Martin Luther King bis
Billy Graham, von liberal bis fundamentalistisch, von historischen
Friedenskirchen wie den Mennoniten, die Gewaltlosigkeit und soziale
Gerechtigkeit betonen, bis hin zu missionarischen oder vom
christlichen Nationalismus geprägten Strömungen wie den Southern
Baptists in den USA.
Christentums bis heute. Und möglicherweise zeigt sich bei ihnen mit
all ihrer Vielfalt schon etwas von der Zukunft des Protestantismus
insgesamt. Die Täuferbewegung entstand um 1525 in Zürich. Im
Gegensatz zu Luther und Zwingli forderten Täufer eine konsequente
Trennung von Kirche und Staat sowie eine freiwillige Glaubenstaufe
(Erwachsenentaufe). Sie bildeten sehr unterschiedliche Gruppen,
darunter friedensorientierte Gemeinschaften wie die Mennoniten,
aber auch radikalere Strömungen. Wegen ihrer Ablehnung der
Kindertaufe und staatlicher Kirchen wurden sie vielerorts verfolgt.
Im 17. Jahrhundert entwickelte sich aus ähnlichen reformatorischen
Impulsen in England und den Niederlanden der Baptismus. Er übernahm
zentrale täuferische Ideen wie die Gläubigentaufe und die
Selbstständigkeit der Ortsgemeinde („Gemeindekirche“), entstand
jedoch unabhängig und in einem anderen politischen Umfeld. Im 18.
und 19. Jahrhundert verbreiteten sich baptistische Gemeinden
weltweit, besonders durch Missions- und Erweckungsbewegungen
Dadurch wurden Baptisten zu einer der größten protestantischen
Freikirchen weltweit. Heute ist das Spektrum dieser Gruppen und
Gläubigen verwirrend breit. Es reicht von Martin Luther King bis
Billy Graham, von liberal bis fundamentalistisch, von historischen
Friedenskirchen wie den Mennoniten, die Gewaltlosigkeit und soziale
Gerechtigkeit betonen, bis hin zu missionarischen oder vom
christlichen Nationalismus geprägten Strömungen wie den Southern
Baptists in den USA.
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