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Beschreibung
vor 5 Tagen
Mehr als die Hälfte aller Umweltaussagen in der EU sind vage,
irreführend oder schlicht unbelegt. Das ist kein Vorwurf, das ist
eine Zahl aus einer Studie der Europäischen Kommission von 2020.
Und trotzdem klebt seit vierzig Jahren auf gefühlter Hälfte aller
Verpackungen irgendwas mit „klimaneutral“, „ökologisch“ oder
„nachhaltig“ drauf. OhneNachweis. Ohne Standard. Und ohne
Konsequenz.
Das ändert sich jetzt. Mit der EmpCo-Richtlinie und der neuen
UWG-Novelle zieht die EU die Reißleine: Ab dem 27. September 2026
muss jede Umweltaussage belegbar, verständlich erklärt und direkt
nachprüfbar sein. Selbst erfundene Nachhaltigkeitssiegel sind
verboten. Kompensationsbasierte Klimaneutralitätsbehauptungen
ohne echte Reduktion sind verboten. Und wer dagegen verstößt,
riskiert Abmahnungen, Klagen und - was langfristig mehr schmerzt
- den Vertrauensverlust bei Kunden, die ohnehin schon müde sind.
In dieser Folge erklär ich, was genau sich ändert, warum es
überfällig war, und wo die
Grenzen dieser Regulierung liegen. Ich schaue auf alle drei
Perspektiven: Unternehmen mit bestehender
Nachhaltigkeitskommunikation, kleine Betriebe ohne
Nachhaltigkeitsabteilung, und Verbraucherinnen und Verbraucher,
die endlich einen QR-Code scannen können,ohne ins Leere zu
klicken.
Und am Ende ein Gedanke, der mich beschäftigt:Regulierung schafft
eine Untergrenze. Aber eine Untergrenze ist kein Ziel. Was wir
brauchen, ist beides - klare Regeln und die Ambition, darüber
hinauszugehen.
Gruen sagen, grün meinen. Jetzt Pflicht.
HINWEIS
Diese Folge ist keine Rechtsberatung.
Shownotes/Hintergrundinformationen:
https://environment.ec.europa.eu/topics/circular-economy-topics/green-claims_en
https://www.umweltbundesamt.de/themen/staerkerer-schutz-vor-greenwashing-in-deutsches
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