Podcaster
Episoden
09.02.2026
31 Minuten
Hitze ist kein Wetter.
Hitze ist ein Risiko für Wertschöpfung.
In dieser Folge geht es ein kleines Beispiel für die Nutzung
einer Klimarisikoanalyse. Nicht als Norm, nicht als
Berichtspflicht, sondern als praktisches Denkwerkzeug. Wir nutzen
Hitze als Einstieg, weil sie zeigt, wie Klimarisiken wirklich
wirken: direkt, lokal und ohne Vorwarnung.
Entlang der Wertschöpfung schauen wir uns an, wo Hitze
Unternehmen trifft. In der eigenen Geschäftstätigkeit, in der
vorgelagerten Lieferkette, in der Nutzung von Produkten und
schließlich dort, wo Übergangsrisiken entstehen. Nicht abstrakt,
sondern konkret. Nicht mit Szenarien, sondern mit Abhängigkeiten.
Diese Folge ist hands on. Sie erklärt nicht Klimawandel, sondern
Verwundbarkeit. Und sie zeigt, warum Klimarisikoanalyse weniger
Zukunftsfrage ist, als viele denken.
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02.02.2026
39 Minuten
Sobald man offen über Nachhaltigkeit spricht, kommt sie fast
automatisch: Die Frage nach dem eigenen Lebensstil.
Was machst du selbst?
Fliegst du noch?
Isst du Fleisch?
Wie nachhaltig ist dein Konsum?
Manchmal als ehrliches Interesse.Oft als Reflex.
Fast immer mit derselben Wirkung.
In dieser Folge geht es um den „Du-Rucksack“.
Um personal blaming, moralische Prüfungen und die merkwürdige
Erwartung, dass man erst perfekt leben muss, um über
Nachhaltigkeit sprechen zu dürfen.
Es geht um additive Nachhaltigkeit, bei der sich Konsum nicht
verändert, sondern nur grün auflädt.
Um die Ironie, dass viele heute gefeierte Praktiken bei unseren
Großeltern schlicht Alltag waren.
Und um die Frage, warum wir Verantwortung so zuverlässig nach
unten delegieren.
Diese Folge ist kein Freispruch vom eigenen Handeln.
Aber sie ist eine Einladung, Maßstäbe zu klären.
Was bewirkt individuelles Engagement wirklich?
Und was wird ihm zugeschoben, weil Systeme unangetastet bleiben
sollen?
Eine Folge über Verantwortung, Wirkung und die Frage, wer
eigentlich welchen Rucksack trägt.
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26.01.2026
54 Minuten
Nachhaltigkeit soll wieder freiwilliger werden.
Weniger Pflicht, weniger Vorgaben, mehr Einsicht.
Und genau in diesem Raum wird ein Ansatz immer beliebter:
Green Nudging.
In dieser Folge geht es um sanfte Schubser,
Entscheidungsarchitektur und darum, warum Gestaltung oft
wirksamer ist als Argumente. Nicht durch Verbote oder Zwang,
sondern durch Standards, Sichtbarkeit und das, was als normal
gilt.
Wir sprechen darüber,
warum Green Nudging so gut funktioniert
weshalb genau das problematisch sein kann
wie Verantwortung vom System auf Einzelne rutscht
wo hilfreiche Gestaltung endet und verdeckte Steuerung
beginnt
Anhand von Alltagsbeispielen, mit einem Augenzwinkern, aber ohne
Bauchgefühl.
Im Fokus steht eine einfache Frage:Wer entscheidet
eigentlich, in welche Richtung geschubst wird?
Im Ausblick ordnen wir das Thema ein, verweisen auf Forschung und
Praxis und benennen auch ein Projekt aus Bremen, an dem wir
beteiligt waren. Die folgenden Links dienen als Einstieg und
Vertiefung:
Weiterführende Links und Quellen
Green Nudging Projekt
https://green-nudging.de/
"Schubs mich nicht!" – Nudging als politisches
Gestaltungsmittelhttps://www.bpb.de/lernen/digitale-bildung/werkstatt/258946/schubs-mich-nicht-nudging-als-politisches-gestaltungsmittel/
Thaler, Sunstein: Nudge
https://nudges.org/what-is-nudging/
OECD- Tools and Ethics for Applied Behavioural Insights: The
BASIC
Toolkithttps://www.oecd.org/en/publications/tools-and-ethics-for-applied-behavioural-insights-the-basic-toolkit_9ea76a8f-en.html
Keine einfachen Antworten.
Aber bessere Fragen.
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19.01.2026
40 Minuten
Maßnahmen gibt es genug. Wirkung deutlich weniger.
In dieser Folge geht es um den Maßnahmenfriedhof:
Warum Nachhaltigkeitsmaßnahmen sauber beschlossen, dokumentiert
und berichtet werden und trotzdem kaum etwas verändern.
Es geht um formale Korrektheit, Prüfung, Kontextualisierung ohne
Konsequenz und die unausgesprochenen Kriterien, nach denen
Maßnahmen wirklich ausgewählt werden.
Und um die zentrale Frage, warum Maßnahmen oft Aufgaben bleiben,
statt Entscheidungen mit Wirkung zu sein.
Eine Folge über Organisationslogik, Verantwortung und den
Unterschied zwischen Aktivität und Veränderung.
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12.01.2026
53 Minuten
Die mit dem Ende der Komfortzone
Günstige Energie.
Stabile Lieferketten.
Politische Verlässlichkeit im Hintergrund.
Wir haben lange so getan, als wäre das der Normalzustand.
In dieser Folge geht es um das Ende dieser Komfortzone.
Nicht als plötzlichen Kollaps, sondern als schleichende
Erkenntnis:
Geopolitik ist kein Nachrichtenthema mehr. Sie ist betriebliche
Realität.
Wir sprechen über Macht, Energie und Abhängigkeiten.
Über die aktuelle Weltlage Anfang 2026.
Über fossile und digitale Komfortzonen.
Und darüber, warum Nachhaltigkeit gerade ihre Unschuld verliert.
Vor allem aber geht es um Unternehmen.
Um operative Realität statt Strategiefolien.
Um Entscheidungen statt Beruhigung.
Und um die Frage, wie man handlungsfähig bleibt, wenn
Bequemlichkeit keine Option mehr ist.
Diese Folge liefert keine einfachen Antworten.
Aber einen klaren Blick.
Wir gehen weiter.
Ohne Komfortzone.
Aber mit offenen Augen.
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Über diesen Podcast
„Irgendwas mit Nachhaltigkeit?“ ist der Podcast für alle, die bei
Nachhaltigkeit zuerst an Verbote, Verzicht oder nervige Berichte
denken und genau deshalb zuhören sollten. Es geht um Klima,
Wirtschaft, Politik und Macht. Um Regeln wie CSRD oder ESG, aber
vor allem darum, was sie im echten Leben und in Unternehmen
tatsächlich verändern. Und warum Nachhaltigkeit längst keine
Wohlfühlfrage mehr ist, sondern eine Frage von Verantwortung. Mal
erklärend, mal im Gespräch mit Gästen, kritisch, verständlich und
ja: manchmal zynisch. Kein Greenwashing. Keine einfachen Antworten.
Einordnung mit Haltung.
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Oldenburg
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