Boderline Störung - Leitlinie Teil 2/3

Boderline Störung - Leitlinie Teil 2/3

vor 3 Wochen
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Beschreibung

vor 3 Wochen

In der zweiten Episode unserer dreiteiligen Reihe zur
S3-LeitlinieBorderline-Persönlichkeitsstörung
(BPS) tauchen wir tiefin die diagnostischen
Herausforderungen ein. Wir verlassen diedeskriptive Ebene und
diskutieren die differenzialdiagnostischeAbgrenzung sowie das
Komorbiditäts-Management auf Facharztniveau.




Differenzialdiagnostik im Fokus:




BPS vs. Bipolare Störung: Warum die
Längsschnittbetrachtung entscheidend ist. Wir diskutieren
die Abgrenzung von affektiver Instabilität vs. distinkten
Episoden und die Bedeutung der Interrater-Reliabilität
bei der Exploration von Stimmungsschwankungen.




BPS vs. ADHS im Erwachsenenalter:
Analyse der Symptomüberlappung (Impulsivität,
Konzentrationsstörungen) gegenüber den Kernsymptomen der
Identitätsstörung und chronischen Leere.




Komplexe PTBS: Abgrenzung und
Überschneidung hinsichtlich der Affektregulationsstörung
und des Selbstbildes.






Psychometrie & Diagnostische Standards:




Kritische Würdigung von Screening-Tools wie der
BSL-23 (Borderline-Symptom-Liste).




Der Stellenwert von strukturierten klinischen Interviews
(SKID-5-PD, DIPS) als
Goldstandard zur Sicherung der Validität der Diagnose.






Management von Komorbiditäten:




Das Konzept der Leading Diagnosis nach
S3-Standard: Wie priorisieren wir bei gleichzeitig
vorliegenden Substanzgebrauchsstörungen oder
Essstörungen?




Strategien zur diagnostischen Hierarchisierung im
klinischen Alltag.






Spezialthema: BPS im Jugendalter:




Warum die Leitlinie eine frühzeitige
Diagnosestellung bereits in der Adoleszenz
explizit empfiehlt.




Diskussion der prognostischen Relevanz und der Vermeidung
von Stigmatisierung durch diagnostische Klarheit.






Die Folge schließt mit einerprägnanten Zusammenfassung der
diagnostischen Kernpunkte, die fürdie Facharztprüfung sowie die
klinische Leitung von Stationen undAmbulanzen essenziell sind.


In der finalen Episode widmenwir uns der
Therapie:




Evidenzbasierte Psychotherapieverfahren (DBT, MBT,
TFP).




Die (sehr restriktive) Rolle der
Psychopharmakotherapie gemäß S3-Leitlinie –
was ist evidenzbasiert, was ist reine Symptomkontrolle?


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