Podcast
Podcaster
Beschreibung
vor 1 Woche
Vielen ist die französische Komponistin Germaine Tailleferre nur
als Fussnote der Musikgeschichte bekannt, als einziges weibliches
Mitglied der losen Komponistengruppe «Groupe des Six». Wie ihre
Kollegen dort, u.a. Arthur Honegger, Francis Poulenc und Darius
Milhaud, blieb sie als Reaktion auf die Spätromantik einer eher
verschlankten Klangästhetik treu, und auch sie gehörte nicht zur
musikalischen Avantgarde. «Ich habe ein unendlich schwieriges
Leben, und darum schreibe ich fröhliche Musik», soll sie einmal
gesagt haben. Unter anderem ihre Harfensonate aus dem Jahr 1953
beweist, dass Tailleferre weit mehr ist als eine Randerscheinung.
Es ist ein so originelles wie zugängliches Stück - nur eines aus
Tailleferres eindrücklich grossem Œuvre. Im gleichen Jahrzehnt wie
die Harfensonate schrieb die damals bereits über 60-jährige
Französin vier ihrer Opern bzw. Kammeropern. Auch diverse Klavier-,
Kammermusik, Lieder, Orchestrales wie auch konzertante Werke
hinterliess Tailleferre, die auch eine ausgezeichnete Pianistin
war. Wie bei so vielen weiblichen Komponierenden ist auch das
meiste von ihr noch nicht verlegt und aufgenommen worden. Den
Grossteil ihres Werks (wie auch ihres Lebens) gilt es also noch zu
entdecken und aufzuarbeiten. Gäste von Moritz Weber sind die
Musikjournalistin Corinne Holtz und die Harfenistin Selina Cuonz.
Erstausstrahlung: 13.01.2025
als Fussnote der Musikgeschichte bekannt, als einziges weibliches
Mitglied der losen Komponistengruppe «Groupe des Six». Wie ihre
Kollegen dort, u.a. Arthur Honegger, Francis Poulenc und Darius
Milhaud, blieb sie als Reaktion auf die Spätromantik einer eher
verschlankten Klangästhetik treu, und auch sie gehörte nicht zur
musikalischen Avantgarde. «Ich habe ein unendlich schwieriges
Leben, und darum schreibe ich fröhliche Musik», soll sie einmal
gesagt haben. Unter anderem ihre Harfensonate aus dem Jahr 1953
beweist, dass Tailleferre weit mehr ist als eine Randerscheinung.
Es ist ein so originelles wie zugängliches Stück - nur eines aus
Tailleferres eindrücklich grossem Œuvre. Im gleichen Jahrzehnt wie
die Harfensonate schrieb die damals bereits über 60-jährige
Französin vier ihrer Opern bzw. Kammeropern. Auch diverse Klavier-,
Kammermusik, Lieder, Orchestrales wie auch konzertante Werke
hinterliess Tailleferre, die auch eine ausgezeichnete Pianistin
war. Wie bei so vielen weiblichen Komponierenden ist auch das
meiste von ihr noch nicht verlegt und aufgenommen worden. Den
Grossteil ihres Werks (wie auch ihres Lebens) gilt es also noch zu
entdecken und aufzuarbeiten. Gäste von Moritz Weber sind die
Musikjournalistin Corinne Holtz und die Harfenistin Selina Cuonz.
Erstausstrahlung: 13.01.2025
Weitere Episoden
1 Stunde 59 Minuten
vor 5 Tagen
1 Stunde 59 Minuten
vor 2 Wochen
1 Stunde 59 Minuten
vor 3 Wochen
1 Stunde 59 Minuten
vor 1 Monat
vor 1 Monat
Abonnenten
Bern
Gomadingen
Kommentare (0)
Melde Dich an, um einen Kommentar zu schreiben.