Final Fantasy XV PS4 Test

Final Fantasy XV PS4 Test

vor 9 Jahren
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Beschreibung

vor 9 Jahren
Final Fantasy ist wohl neben Pokémon die erfolgreichste JRPG-Reihe
aller Zeiten und ist nach fast 25 Jahren mit dem 15. Teil
erfolgreicher denn je. Auch wenn die Reihe mittlerweile auch bei
langjährigen Fans nicht mehr so hoch gelobt wird, erfindet sie sich
stehts neu und behält sich den Charme alter Teile bei. Und auch ich
hatte nach dem rauen Beigeschmack von Teil 13 so meine Zweifel.
Doch ich wurde am Ende mehr als überrascht. Reiten auf Chocobos,
ein sphärobrett-ähnliches Skillsystem und überdimensionale
Beschwörungen sind nur ein kleiner Teil der Dinge, die mich von dem
Spiel als Teil der Final Fantasy Reihe überzeugt haben. Doch am
Ende war es die grandiose Story über Krieg, Freundschaft und die
Liebe, die mich am Ball gehalten und in den Bann gezogen haben.
Dabei sind es vor allem die 4 Jungs Noctis, Ignis, Prompto und
Gladiolus, die das richtige Feeling rüber bringen. Es macht einfach
Spaß ihnen zuzusehen, ihre Gespräche anzuhören oder mit ihnen durch
die Gegend zu cruisen im schnittigen Regalia. Auch wenn sie eher
wie eine oberflächliche Boygroup wirken, entwickelt sich die
Geschichte bis zum Ende dramatisch und die Charaktere sind sehr
glaubhaft. Und es sieht dabei so gut aus. Auch wenn ich mir mehr
Cinematic Cutscenes gewünscht hätte, wie in den alten Teilen, so
sieht die Welt immerhin super schön und sehr lebendig aus mit der
vielseitigen Tierwelt. Und jedes Mal, wenn ich eine Beschwörung
sehe, muss ich einfach die Luft einziehen und kurz den Atem
anhalten. Auch von der Musik her bin ich sehr angetan. Klassisch
epische Orchester, gemixt mit den typischen rockigen Einlagen
während eines Kampfes. Eben wie ich es von einem Final Fantasy
erwarte. Und das Allerbeste: Das Ganze auch noch in 4 verschiedenen
Synchros und zum erstem Mal darunter auch die deutsche
Sprachausgabe, die tatsächlich ganz ok ist. Was etwas
gewöhnungsbedürftig ist, ist das actionbasierte Kampfsystem mit dem
ich mich am Anfang etwas schwer getan habe. Als alter Active Time
Battle Veteran bin ich das schnelle Ausweichen und Agieren nicht
gewöhnt. Mit etwas Übung jedoch, bekommt man auch das hin. Dazu
gibt es noch jede Menge Dinge zu erledigen neben der Hauptmission.
Diese sind aber eher langweiliger Standard à la "Hole Item X von
Ort X" oder "Töte Summe X vom Monster X". Jedoch ist es das erste
Final Fantasy in dieser Form und ich hoffe einfach, dass man in
künftigen Teilen diesen Part verbessert. Was mir auch aufgefallen
ist, ist die verzögerte Reaktionszeit beim Interagieren mit
Gegenständen. Ich muss bevor ich etwas aktivieren oder aufnehmen
möchte immer kurz warten, was den Spielfluss etwas hemmt. Was mir
auch etwas den Spielspaß genommen hat, waren die langen Ladezeiten
und das eintönige Fahren mit dem Regalia. Viel steuern kann man da
nämlich nicht und bei sehr langen Strecken ist es einfach nur
ermüdend. Da finde ich den Ritt auf einem Chocobo viel lustiger.
Aber im Ganzen wurden meine Erwartungen übertroffen und ich bin mit
dem Ergebnis zufrieden. Auch wenn es nie mehr das Final Fantasy von
früher werden wird, so ist es ein Final Fantasy, das sich der
Gegenwart angepasst hat und Platz schafft für eine neue Generation.
Und für mich persönlich auch mein Spiel des Jahres.
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