The Ballad Singer PC Vorschau

The Ballad Singer PC Vorschau

vor 7 Jahren
interaktives Buch
16 Minuten
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Beschreibung

vor 7 Jahren
Mein erstes Abenteuer in die Welt der westlichen Visual Novels
wurde im Vorfeld mit vielen Features angepriesen: 40 verschiedene
Enden, RPG-Elemente und ein bisschen Erotik. Klar, dass ich gleich
Feuer und Flamme war und mir ein aufregendes Erlebnis erhofft
hatte. Die Geschichte ist sehr simpel und nach klassischer
Fantasy-Manier. Wir haben vier Charaktere, deren Geschichten
innerhalb der Story verwoben sind. Es geht um Machtsucht, Rebellion
und auch Liebe, also alles, was man braucht für eine gute
Geschichte. Ich empfand sie zwar spannend und interessant, aber
doch etwas zu Groschenroman-mäßig für meinen Geschmack. Von Elfen
bis hin zu Drachen und bösartigen Magiern ist alles klischeehafte
vertreten, nur, dass die magischen Wesen alle von
experimentierfreudigen Magiern erschaffen wurden in dieser Welt.
Ansonsten habe ich nichts gelesen, was es noch nicht gibt. Aber die
Geschichte ist ja noch nicht fertig und so hoffe ich auf mehr
Inhalt, wenn The Ballad Singer aus dem Early Access raus ist.
Schleierhaft ist mir aber bis Dato noch der RPG-Inhalt. Jede
spielbare Figur hat zwar eine Klasse und verschiedene Stats, aber
bislang konnte ich diese im Spiel nicht verbessern. Man kann zwar
auch Gegenstände in Dungeons bekommen, aber welchen Einfluss sie
auf das Spiel haben ist mir auch schleierhaft. Immerhin ist es eine
Visual Novel, also sind diese Gegenstände etc. nur optionale
Gesprächs- oder Handlungsoptionen, die man zu bestimmten
Zeitpunkten benutzen kann, aber halt nicht immer. Dennoch muss ich
unbedingt das tolle Artwork betonen, denn das hat mich wirklich
überrascht. Es erinnert mich an mein Lieblings-Kartenspiel Blue
Moon, der vom Fantasy-Stil sehr ähnlich ist. Man versucht die
Geschichte mit kleinen Animationen und Zwischensequenzen
aufzuwerten, was wie ich finde gut gelingt. Auch der Soundtrack ist
wunderschön mit teils elfenhaften Klängen, was natürlich super zum
Spiel passt. Nur bei der Vertonung gibt es starke qualitative
Unterschiede zwischen den Sprechern. Anchoran und Ancelimo, zwei
der Hauptcharaktere, hören sich wenig motiviert und überzeugend an
in der englischen Fassung, wobei Leon wieder ein sehr hohes Niveau
aufweist. Es ist halt eine kleine Produktion und daher kann ich die
Einschneidungen in der Qualität verstehen. Was jedoch am meisten
bisher angepriesen wurde, sind die vielen Wege, die man in der
Story einschlagen kann und die später hinzukommenden 40 Enden. Ich
bin gespannt, wie das umgesetzt wird und wie dann auch der
Wiederspielwert ausfällt. Bei einigen Storylines, wie bei Ancelimo
habe ich die Auswirkungen schon stark gespürt, wobei bei Kämpfen
oder Gegenständen, die ich besorgen kann bisher viel zu oft der Tod
die einzige Konsequenz war. Das hatte bislang für mich eigentlich
weniger den Eindruck von Auswirkungen auf das Spiel. Wenn man
jedoch stirbt, kann man mittels „Fates“, oder auch Leben, die Szene
nochmal spielen. Die Anzahl dieser wird übrigens durch den
Schwierigkeitsgrad bestimmt. Ich bin gespannt auf das Endergebnis
und bin zumindest nach meinem Ersteindruck interessiert daran, wie
es weiter geht.
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