Spezial #33: Die Grenzen der „antifaschistischen Wirtschaftspolitik“ – erklärt von Sabine Nuss
vor 4 Tagen
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vor 4 Tagen
Der globale Rechtsruck schreitet voran, aber progressive Ökonomen
betonen, dass man dagegen etwas tun kann: Benötigt werde eine
„antifaschistische Wirtschaftspolitik“.
Die Wirtschaftswissenschaftlerin Isabella Weber hat diesen
Begriff geprägt, als Donald Trump zum zweiten Mal zum
US-Präsidenten gewählt wurde. Seitdem findet das Projekt in
linken Parteien und in der Zivilgeseallschaft viel Zustimmung,
doch es gibt auch Widerspruch von jenen, die sich auf Marx
beziehen.
Die Marx-Expertin Sabine Nuss hat nun ein Buch mit dem Titel „Der
verdrängte Kapitalismus“ vorgelegt, in dem sie sich kritisch mit
den Vorschlägen der „antifaschistischen Wirtschaftspolitik“
auseinandersetzt. Vermögens- und Erbschaftsteuer, Preiskontrollen
und Steuern auf Übergewinne, grüne Industriepolitik und
Investitionen in Bildung – wer kann da schon widersprechen?
Sabine Nuss findet diese Vorschläge durchaus sinnvoll, aber die
Grenzen der Umsetzung seien viel enger, als manche wahrhaben
wollen; zudem wird die Ungleichheit damit nicht an der Wurzel
gepackt. Was, wenn alle nur den Kapitalismus retten wollen?
Wolfgang M. Schmitt spricht im neuen WfA-Spezial mit Sabine Nuss
über ihre Kritik an den keynesianischen Ansätzen.
Literatur:
Sabine Nuss: Der verdrängte Kapitalismus. Möglichkeiten und
Grenzen antifaschistischer Wirtschaftspolitik. Dietz Berlin.
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