Frühlings-Erwachen

Frühlings-Erwachen

vor 1 Tag
Deine Leber, der Wind und die Kunst der Entscheidung
31 Minuten
Podcast
Podcaster
Gedanken und Geschichten über Philosophie, Spiritualität und die Kunst zu kämpfen

Beschreibung

vor 1 Tag
Der Frühling ist kein sanftes Streicheln der Natur – er ist eine
Explosion. In dieser Folge von „Qigong und eine Tasse Tee“ blickt
Host Andreas hinter die Kulissen der Traditionellen Chinesischen
Medizin (TCM) und das Element Holz. Erfahre, warum Frustration und
Zorn oft nur unterdrückte Schöpferkraft sind und wie du die Energie
des „Grünen Drachen“ (Qing-Long) für dich nutzt. Lerne durch die
Geschichte von General Wei, warum Weichheit mächtiger ist als
harter Stahl, und rekalibriere deine Vision mit der praktischen
„Augen-Praline“ – einer Übung für mehr Klarheit in einer digitalen
Welt. Es ist Zeit, die Rüstung abzulegen und zu wachsen. Zur Übung:
1. Die Hitze des Schmieds: Setz dich aufrecht hin oder bleib locker
stehen. Spüre die immense Kraft, die wir heute gemeinsam erschaffen
haben. Jetzt reibe deine Handflächen kräftig aneinander. Schneller.
Fühle die Reibung, fühle das Feuer. Lass sie heiß werden, richtig
heiß. Das ist die Energie von Qing-Long in deinen Händen. Das ist
pures Yang, das bereit ist, den Nebel zu vertreiben. 2. Der Tempel
der samtigen Schwärze: Lege deine heißen Handteller nun über deine
geschlossenen Augen. Berühre die Lider nicht, schaffe nur einen
hohlen Raum. Verschränke die Finger auf deiner Stirn. Atme tief
ein. Stell dir vor, wie du eine absolute, samtige Schwärze
erschaffst. In diesem Moment gibt es keinen Monitor, kein
Blaulicht, keine To-do-Liste. Da ist nur du und diese heilende
Dunkelheit. Fühle, wie die Hitze deiner Hände direkt in deine
Augenhöhlen strahlt und den energetischen Nebel dort einfach
auflöst. Deine Augen „trinken“ diese Wärme. 3. Der Blick des
Adlers: Hinter deinen geschlossenen Lidern, in dieser wohligen
Dunkelheit, lass deine Augen nun wandern. Nicht hektisch, sondern
mit der Majestät eines Adlers, der sein Territorium überblickt.
Schau weit nach oben in den Himmel deines Schädels. Schau tief
hinunter in die Erde deines Kiefers. Schau weit in die Horizonte
deiner Ohren. Rolle deine Augen in einem riesigen, langsamen Kreis.
Spüre, wie die Muskulatur hinter den Augen loslässt. Wie der Druck
weicht. Der General nimmt seine Rüstung ab. Er fängt an, wieder
Raum wahrzunehmen. 4. Das Licht trinken: Nimm die Hände jetzt ganz
langsam weg, aber lass die Augen noch einen Moment geschlossen.
Wenn du sie jetzt öffnest, dann blinzle ganz sanft, so als würdest
du das Licht der Welt zum ersten Mal sehen. Und jetzt der
entscheidende Schritt: Schau nicht auf das, was nah vor dir liegt.
Such dir den weitesten Punkt, den du finden kannst. Schau aus dem
Fenster. Such das Grün eines Baumes oder das unendliche Blau des
Himmels.
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