3 Sagen und Märchen vom Attersee

3 Sagen und Märchen vom Attersee

vor 2 Tagen
"Die Sage von der Nixe Adhara", "Die Sage von der Teufelsbrücke" und "Die Rache des Dachsteinkönigs"
13 Minuten
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Märchen als Therapie machen Alt und Jung mutig und gesund!

Beschreibung

vor 2 Tagen

Die Sage von der Nixe Adhara
Die gütige Nixe lebte einst im tiefen Wasser des
Attersees und verkörperte die magische, teils machtvolle Natur
des Wassers.
Der Name Attersee wird erstmals im Jahr 798 als super lacum
Aterse erwähnt.
Er leitet sich höchstwahrscheinlich von der vorkeltischen Wurzel
„ata“ ab, was Wasser bedeutet. Eine andere Theorie besagt, dass
er von der Nixe „Adhara“ abstammt.
Der Sage nach schenkte die Nixe Adhara dem See seinen
einzigartigen Wert, indem sie ihn mit Edelsteinen und Gold
bereicherte. Doch mehr noch: Sie half den Menschen der Region in
schwierigen Zeiten, schenkte Zuversicht und förderte das
Miteinander.
Sie unterstützte die notleidende Bevölkerung, indem sie
glitzernde Kostbarkeiten am Ufer hinterließ.
Die Gier der Menschen führte dazu, dass sie nicht mehr half und
sich zurückzog. Es heißt, sie wohnt seither hinter dem Nixenfall
im Weißenbachtal.
Der Nixenfall, ein ca. 80 Meter hoher Wasserfall, ist das Ziel
einer Wanderung im Weißenbachtal. Die Wanderung gilt als
kinderfreundlich und führt durch ein ruhiges Waldgebiet.
Adhara wird nachgesagt, für das charakteristische Funkeln des
Attersee-Wassers verantwortlich zu sein.
In Kammer,  eine Ortschaft der Gemeinde Schörfling am
Attersee wurde eine Metallplastik der Nixe aufgestellt.

Die Sage von der Teufelsbrücke
Die Bewohner von Weyregg (oder ein Müller) baten
den Teufel, eine Brücke über den Attersee zu bauen, um den
beschwerlichen Weg zu verkürzen.
Der Teufel forderte als Lohn die Seele des ersten Wesens, das die
Brücke überquert.
Der Teufel arbeitete nachts, wobei er eine Landzunge errichtete
und Pfähle in den See rammte.
Als der Bau sich verzögerte, brachte der Müller den Hahn zu
vorzeitigem Krähen, wodurch die magische Arbeitszeit
endete.
Wütend über das Scheitern, zerstörte der Teufel die Brücke, wobei
ein Teil unterging.

Die Rache des Dachsteinkönigs
Die Sennerinnen auf der Dachsteinalm feierten und
tanzten, statt zu arbeiten, und zeigten keinen Respekt vor den
Bergen.
Der Dachsteinkönig verwandelte die Sennerinnen samt ihrem Vieh
zur Strafe in Felsgestein.
An heißen Sommertagen fließt laut Sage ein milchweißer Bach vom
Eisfeld hinab über Fels und Geröll in die Gosau-Seen.
Dieser Bach wird als die "Tränen" oder die "Rache" des
Dachsteinkönigs interpretiert, der die verwünschten Sennerinnen
damit symbolisch weiter büßen lässt.
Die Geschichte des Dachsteingebirges und des Inneren
Salzkammerguts ist geprägt vom prähistorischen Salzbergbau in
Hallstatt. Die erste Anwesenheit des Menschen ist durch einen
Hirschgeweihpickel aus dem Salzberg-Hochtal, dessen Entstehung
mittels der Radiokarbonmethode auf 5000 v. Chr. bestimmt wurde,
belegt. Der erste Salzabbau im Hallstätter Salzberg lässt sich in
der Bronzezeit um 1500 v. Chr. nachweisen.
Erzherzog Johann war einer der ersten Erschließer, der als Jäger
und begeisterter Bergsteiger bereits 1810 das östliche
Dachsteingebirge überschritt. Den Hauptkamm überquerte er über
die Feister Scharte im Bereich des heutigen Guttenberg Hauses.
Zwei Jahre später unternahm Erzherzog Karl einen Versuch, den
Gipfel des Hohen Dachsteins zu erreichen, musste aber am
Hallstätter Gletscher umkehren.

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