Der Märchendoktor

Der Märchendoktor

Märchen als Therapie machen Alt und Jung mutig und gesund!

Episoden

Die 3 Vögelchen
11.01.2026
12 Minuten
"De drei Vügelkens", ist der plattdeutsche Titel für das Grimm-Märchen KHM 96: "Die 3 Vögelchen".  Es handelt von neidischen Schwestern, die eine Königin verleumden, deren Kinder (symbolisiert durch Vögel) ihre Mutter schließlich befreien und die bösen Schwestern bestrafen.
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3 kurze Märchen der Gebrüder Grimm
04.01.2026
12 Minuten
1. "Der alte Großvater und der Enkel" ist eine moralische Parabel. Grimms Anmerkung nennt neben der Quelle, Johann Heinrich Jung-Stillings Heinrich Stillings Jünglingsjahre, darin wird die Geschichte gegen Anfang von einem Jungen in der Lateinschule erzählt und passt zu den veränderten häuslichen Verhältnissen nach dem Tod des Großvaters. Das Märchen ist völlig untypisch für die Sammlung der Brüder Grimm, es handelt sich mehr um eine kurze belehrende Erzählung. 2. "Der Bauer und der Teufel,"  das Märchen steht in den Kinder- und Hausmärchen der Brüder Grimm und wurde 1815 erstmals veröffentlich. Im Vergleich zu anderen Teufelsmärchen, in denen der Teufel ein ernst zu nehmender Gegenspieler für den Helden ist, erscheint er hier als Tölpel, dessen Dummheit selbst für kleine Kinder offensichtlich ist. 3. "Das Lumpengesindel" ist ein Schwank und wurde 1812 erstmals von den Brüdern Grimm veröffentlich. Die Geschichte erinnert in der Grundtendenz an das bekanntere Märchen von den Bremer Stadtmusikanten, in dem sich ebenfalls Tiere für die schlechte Behandlung durch Menschen rächen, und zwar auf eine Art, durch die das Opfer lächerlich gemacht wird.Man erkennt die starke Tendenz zum Grotesken und es wirkt fast wie spontan ausgedachter Nonsens, um ein Kind zum Lachen zu bringen.
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„Da Russ“ – Gedicht von Hans Klöpfer
28.12.2025
7 Minuten
Hans Kloepfer - Heimatdichter, Landarzt, Nazi? Er war und ist wegen seiner deutschnationalen Einstellung und seiner Sympathie für den Nationalsozialismus umstritten. Hans Kloepfer war ein österreichischer Arzt und Schriftsteller, der vor allem durch seine weststeirische Mundartdichtung Popularität erlangte. Er wurde im August 1867  als zweites Kind des Wundarztes und Geburtshelfers Johannes Kloepfer und der Ludovika Kloepfer geb. Fuchs in der weststeirischen Gemeinde Eibiswald geboren. Das Elternhaus wird als „großdeutsch“ beschrieben, was ihn bereits ab seiner Jugend prägte. Kloepfer war 1938 und in den folgenden Jahren expliziter Parteigänger des Nationalsozialismus. Sein Gedicht „Da Ruß“ ist ein wichtiger Beweis für die menschliche Einstellung Kloepfers in diesem Zusammenhang gewertet. Klöpfer verstarb, 77-jährig, im Juni 1944 in Köflach nach einem Schlaganfall. Wie bei Waggerl gilt es, nicht nur die Lebensgeschichte zu betrachten, sondern auch deren Lebenswerk mit wunderschönen Geschichten!
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Karl Heinrich Waggerl und 2 seiner Erzählungen
21.12.2025
14 Minuten
Darf man Waggerl heute noch lesen? Ja, denn  -  so unerträglich seine Weltanschauung auch war - Waggerls Erzählungen und Weihnachtsgeschichten sind und bleiben berührend - wunderbar. Waggerl wurde am 10.Dezember 1897 als 3. Kind in Bad Gastein geboren, Armut und Hunger prägten die Kindheit und Jugend der Geschwister, er  besuchte vom 2. Mai 1904 bis Mitte September 1911 die Volksschule in Bad Gastein. Sein Maturazeugnis wurde im Februar 1917 ausgestellt, zu einem Zeitpunkt, als Waggerl bereits eingerückt war. Von August 1916 bis zu seiner Gefangennahme am 30. Juni 1918 war er an der Front in Südtirol stationiert. Im August 1919 wurde Waggerl entlassen, er kehrte mit einem schweren Lungenleiden nach Salzburg zurück. Waggerl gehörte im Jahr 1934 der NS-Interessensvertretung „Reichsverband Deutscher Schriftsteller“ – und ab April 1938 dem NS-Lehrerbund an. Der Künstler beantragte am 31. Mai 1938 die Aufnahme in die NSDAP und wurde rückwirkend zum 1. Mai desselben Jahres aufgenommen. Nach dem Krieg gab er fälschlicherweise an, sich nie um eine Aufnahme bemüht zu haben.
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"Wie ich das Glöckchen entdeckte“ - Günter Goepfert & "Tierlegenden um die Flucht nach Ägypten" von Gerd - Heinz Mohr
14.12.2025
13 Minuten
Günter Goepfert war ein original Münchner Kindl, er wurde am 21. September 1919 in München geboren. Er war bis 1982 im Verlagswesen tätig und von 1984 bis 1989 Schriftleiter der Zeitschrift „Bayerland“. Zu Günter Goepferts bevorzugten Themen gehören die kleinen, oft scheinbar nebensächlichen Begebenheiten, deren Heimat die Stille ist und denen das leise Lächeln das poetische Geleit gibt. In der Hinwendung zur Schöpfung findet der Münchener Autor einfühlsame Worte der Dankbarkeit, verbunden mit einer Fülle zeitloser Erkenntnisse, die dem Leser Hoffnung und Zuversicht vermitteln.  Er starb am 10. Januar 2017 in München. Das zweite Kapitel des Matthäusevangeliums beschreibt die Ereignisse nach der Geburt Jesu, einschließlich des Besuchs der Weisen aus dem Morgenland, den Versuch König Herodes, Jesus zu töten, die Flucht der Heiligen Familie nach Ägypten und ihre spätere Rückkehr nach Nazareth. Gerd Edwin Heinz-Mohr (*1913 - † 1989),ein deutscher evangelischer Theologe, Kunsthistoriker und Publizist erzählt in seinem Werk: "Tierlegenden um die Flucht nach Ägypten" sehr humorvolle Details. Heinz-Mohr studierte evangelische Theologie, Philosophie, Geschichte und Kunstgeschichte. Nach dem zweiten theologischen Examen 1939 wurde er 1940 zum Wehrdienst eingezogen. Er geriet 1945 in sowjetische Kriegsgefangenschaft, in verschiedenen sibirischen Lagern gelang es ihm, trotz der extremen Lebensbedingungen sich schriftstellerisch zu betätigen. Er schrieb verschiedene volkstümliche Theaterstücke zum Trost und Ablenkung für die Mitgefangenen. Heinz-Mohr kam 1949 krank  aus Sibirien zurück.1957 wurde sein „Trostbuch aus russischer Kriegsgefangenschaft“ veröffentlicht. Heinz-Mohrs publizistischer Erfolg als Schriftsteller und Redner war sicher auch darin begründet, dass „er als Mensch mit eigener schwerer Lebenserfahrung in verstehendem Glauben vielen anderen Menschen durch Wort und Schrift neu leben half“.
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Über diesen Podcast

Wieso macht ein Notarzt nun einen Podcast mit Märchen? Ganz einfach: schon unsere Kinder waren begeisterte Zuhörer und die oft auch selbst erfundenen Märchen waren so beliebt, dass ich jeden Abend an ihren Bettchen saß und erzählte. Die Kunst des Geschichtenerzählens habe ich auch auf meinen Reisen in afrikanischen, arabischen und asiatischen Ländern genutzt, um Freunde zu gewinnen, Menschen zu trösten und zu erfreuen.  Märchen als Therapie machen Alt und Jung mutig und gesund! Durch Märchen werden bei den Zuhörern individuelle Fähigkeiten gestärkt: Zuhören, Empathie und emotionales Erleben, psychische Widerstandskraft, Persönlichkeitsentwicklung, Ausdauer und Teamgeist, Entdeckerfreude und Fantasie verbessert. Mir geht es auch darum, bei meinen Zuhörern mit Hilfe von Märchen die eigenen bewussten oder unbewussten inneren Stärken und Schwächen zu erkennen und die „Schwächen“ gezielt zu behandeln. Märchen sind (das wusste schon Siegmund Freud) ein Spiegelbild unserer Seele - ähnlich wie Träume - Tore zum Unbewussten. Sie erlauben uns auf der symbolischen Ebene innere Wahrheiten zu erkennen und zu erleben. Märchen, die wir lieben, sagen etwas über unsere Sehnsüchte, Wünsche und Bedürfnisse aus; sie offenbaren uns, mit welchen menschlichen Haltungen wir uns identifizieren, sie weisen uns aber auch darauf hin, welche Probleme wir noch angehen und welche Haltungen wir noch entwickeln müssen. Ich wünsche meinen Zuhörerinnen und Zuhörern, dass sie staunen, sich ein bisserl gruseln aber, ganz wichtig, Mut bekommen und nicht aufgeben, auch wenn es im echten Leben manchmal sehr schwierig wird.

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