Autismus bei Frauen: „Das Maskieren hat mich jahrelang erschöpft"

Autismus bei Frauen: „Das Maskieren hat mich jahrelang erschöpft"

vor 12 Stunden
Maskieren kostet Kraft und macht krank, sagt Karin Drixler im Interview. Die Freiburgerin leitet eine Selbsthilfegruppe für Autismus bei Frauen.
24 Minuten
Podcast
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Beschreibung

vor 12 Stunden
Autismus bei Frauen wird oft erst spät diagnostiziert – ein Grund
dafür ist das sogenannte Maskieren. Autistische Frauen passen sich
häufig von klein auf an ihre Umgebung an, um dazuzugehören und
nicht aufzufallen. Sie beobachten andere, kopieren Verhalten und
unterdrücken ihre eigenen Bedürfnisse. Nach außen wirken sie
unauffällig, doch der Preis ist hoch: permanenter Stress,
Erschöpfung und langfristig oft Depression oder Burnout. In dieser
Folge von „BZ am Ohr" spricht BZ-Volontärin Saskia Rohleder mit
Karin Drixler über das Leben zwischen Anpassung und Authentizität.
Karin Drixler ist 34 Jahre alt, arbeitet als wissenschaftliche
Mitarbeiterin und Dozentin an einer Hochschule und leitet eine
Selbsthilfegruppe für Autisten in Freiburg. Ihre Autismusdiagnose
erhielt sie erst mit 27 Jahren – nach einem langen Weg voller
Selbstzweifel und Wartezeiten. Im Podcast erzählt sie, wie sie
schon als Kind lernte, sich anzupassen, um nicht aufzufallen. Warum
fällt es ihr auch heute noch schwer, die Maske abzulegen? Welche
gesundheitlichen Folgen hatte das jahrelange Maskieren? Und wie
reagierte ihr Umfeld auf die Diagnose? Außerdem erklärt Karin
Drixler, warum sie ein Seminar für Lehramtsstudierende entwickelt
hat, in dem es um Autismus geht. Sie zeigt auf, welche einfachen
Anpassungen im Schulalltag autistischen Kindern helfen können – und
warum davon letztlich alle profitieren. Wie kann man Autismus
wirklich verstehen? Und warum passen gängige Klischees oft nicht
zur Realität? Antworten auf diese Fragen gibt es in dieser Folge
von „BZ am Ohr".
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