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  4. #349 Bordeaux in der Krise: Proteste trotz Subventionen - aber das Problem sitzt nicht in Brüssel
Die EU zahlt 40 Millionen Euro, um überschüssigen Bordeaux-Wein
aus dem Markt zu nehmen und Winzer:innen sind trotzdem wütend. 30
Euro pro Hektoliter Destillationspreis: zu wenig, sagen die
Verbände. Verhöhnung, sagen die Gewerkschaften.

Ich sage: die Empörung ist zum Teil berechtigt. Aber nur zum
Teil.

In dieser Episode analysieren wir, was wirklich hinter der
Bordeaux-Krise steckt. Und warum sie kein Unfall ist, sondern das
Ergebnis von Entscheidungen, die seit zwanzig Jahren nicht
getroffen wurden. Ich spreche über Krisendestillation als
Gewohnheit, über 1,66-Euro-Bordeaux im Discounter, über 85%
Rotweinfläche als strategisches Problem.

Und ich schaue auf die Regionen, die gerne als Vorbilder genannt
werden: Priorat, Neuseeland, England. Mit der ehrlichen
Einschätzung, wo diese Vergleiche hinken und was trotzdem als
Lektion bleibt.

Was CIVB mit ihrer Kampagne für junge, moderne Weingüter versucht
hat. Was der Claret-Stil als AOC-Perspektive bedeuten könnte. Und
warum Crémant de Bordeaux teilweise ausverkauft ist, während der
Rest von Bordeaux im Lager verkümmert.

Die unbequeme Wahrheit: einen wirklich guten Umgang mit der
Situation hat noch niemand gefunden. Die Vorbilder sind keine
Regionen. Es sind einzelne Weingüter, die ihr Portfolio und ihre
Zielgruppenansprache neu denken. Und Weingüter wie Giesen in
Neuseeland, die Entalkoholisierung im großen Maßstab salonfähig
machen.

Host: Alexander Gottschalk (www.pinotpixel.com)

Shownotes:

(00:00:00) Auslöser der Debatte und was daran fair ist

(00:04:07) Die hausgemachte Krise

(00:07:21) Lektionen und ihre Grenzen

(00:10:56) Was Bordeaux selbst versucht hat

(00:13:35) Die echten Vorbilder: Weingüter, die umdenken
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Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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