Paul Klee, bitte tröste uns!

Paul Klee, bitte tröste uns!

vor 4 Tagen
Er hat im 20. Jahrhundert das vielleicht farbenprächtigste Zauberreich der Kunst erschaffen – und das wirkt bis in unsere Gegenwart. Ein Blick auf den Künstler Paul Klee
46 Minuten
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Beschreibung

vor 4 Tagen
Es hat lange gebraucht, bis er seinen eigenen Stil gefunden hat, er
hat vieles probiert, er war in München beim Blauen Reiter um
Kandinsky, er fuhr nach Paris und lernte die Moderne um Picasso und
Delaunay kennen, doch erst nach seiner Tunisreise mit August Macke
im Jahre 1914 wusste Paul Klee, worin seine eigentliche Mission
liegt: Die Welt in einen Farbteppich zu verwandeln, mit dem die
Betrachterinnen und Betrachter auf alle Zeiten in eigene
Traumwelten fliegen können. Auch als er nach dem Krieg am Bauhaus
in Weimar und Dessau war, blieb er der Geige spielende Eremit, der
mit dem Pinsel feine Töne anschlug und den Bildern immer so
warmherzige Titel gab, dass schon seine Zeitgenossen bei ihnen
einziehen wollten.  Klee holte aus den Farben das Äußerste an
Leuchtkraft, Tiefe und Atmosphäre heraus und hat Stimmungen von
euphorischer Helligkeit und Heiterkeit geschaffen, die uns bis
heute zu trösten vermögen. Aber sein Werk kennt auch all die
anderen Emotionen – die Angst, die Zweifel, die fiebrige Unruhe.
Und auch für all das findet er Farben und Formen. Paul Klees
Farbteppiche und feinen Zeichnungen sind durchdrungen von milder
Süße und entspannter Ruhe. Über allem liegt eine große Melancholie,
ein Versprechen, was große Kunst zu leisten vermag. Florian Illies
und Giovanni di Lorenzo haben Paul Klee die neueste Folge ihres
Podcasts Augen zu gewidmet. Lob, Kritik, Anmerkungen? Schreiben Sie
uns gern an augenzu@zeit.de. [ANZEIGE] Mehr über die Angebote
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