B4#02 | Interview mit Pütti von "Kammer-Kirsch" (Teil 2/4)

B4#02 | Interview mit Pütti von "Kammer-Kirsch" (Teil 2/4)

vor 1 Monat
45 Minuten
Podcast
Podcaster

Beschreibung

vor 1 Monat

Dieses Gespräch ist Teil einer 4-teiligen Interview-Reihe mit
Sebastian Püttmann (Pütti).
Das komplette Interview dauerte rund zwei Stunden und wurde
bewusst in vier Episoden à ca. 30 Minuten aufgeteilt – damit
jeder Whisky, jede Geschichte und jeder Gedanke Raum bekommt.





In Teil 2 wird es näher. Erdiger. Und irgendwie…
vertrauter.
Wir landen zuerst nicht in Schottland – sondern bei uns. In
Deutschland.
Und wir sprechen offen über das, was viele denken, aber selten
differenziert aussprechen:





Deutscher Whisky kann enttäuschen.
Aber deutscher Whisky kann auch überraschen. Richtig positiv.


Im Glas steht ein Dram aus dem Schwarzwald: Black Forest
Single Malt (Rothaus Whisky / Destillerie Kammer-Kirsch)
– ein Whisky, der zeigt, was möglich ist, wenn man nicht
versucht, „Schottland zu kopieren“, sondern den eigenen Stil
findet.
Wir reden über kleine Pot Stills, über Bier als Grundlage, über
Fermentation und darüber, wie man verhindert, dass Whisky auf
Obstbrand-Anlagen nach Obstler schmeckt.
Und dann wird’s plötzlich groß: Warehouse, 900+ Fässer,
ein ältestes Fass Richtung 18 Jahre – das ist keine
Spielerei mehr. Das ist ernstzunehmende Whisky-Arbeit.





Und genau in diesem Moment biegen wir ab – zurück nach
Schottland.
Zu einer Brennerei, die für mich nicht nur Whisky ist, sondern
Erinnerung: Tomatin.


Tomatin ist für mich emotional, weil es die erste Flasche war,
die ich mir jemals selbst gekauft habe.
Und plötzlich sitzen wir da – und sprechen über Oldschool-Charme,
alte Schaltpulte, lange Fermentation (ja, richtig lang), über
Palo-Cortado-Fässer, über Finish-Längen, die eigentlich schon
eigene Kapitel sind.
Und über dieses besondere Gefühl, wenn ein Whisky nicht einfach
„Sherry“ ist – sondern eine Dramaturgie aus Holz, Tanninen,
Nussigkeit und Länge.


Dazu kommt eine der faszinierendsten Seiten von Tomatin:
Das „Dorf“ auf dem Gelände. Mitarbeiter, die dort wohnen
– mit Familien. Und Mieten, die man zweimal lesen
muss.
Whisky als Lebenswelt. Nicht als Produkt.


Am Ende bleibt dieses Gefühl:
Du trinkst nicht nur.
Du hörst zu.
Und du merkst, warum manche Brennereien nicht nur Spirit
produzieren – sondern Geschichte.




Deutscher Whisky ohne Klischee: Warum Vergleich mit Scotch
unfair ist




Rothaus Whisky / Black Forest Single Malt: Bierbasis, Pot
Stills & Stilfindung




Lagerung in alten Eiskellern & 900+ Fässer Warehouse




Tomatin: Oldschool-Produktion, lange Fermentation &
„Whisky mit Rückgrat“




Palo Cortado: mystischer Sherry, Finish-Logik und aromatische
Dramaturgie




Tomatin als „Dorf“: Wohnen auf dem Gelände, Tradition &
lebendes Wissen




Cooper-Kunst, Fass-Qualität und warum manche Fässer nicht
jeder bekommt




Diese Episode ist das zweite Kapitel unserer gemeinsamen
Reise.
In Teil 3 und 4 gehen wir weiter – mit neuen Drams, neuen
Perspektiven und noch tieferen Geschichten.


Schenk dir einen Dram ein.
Wir sind mittendrin.


*unbezahlte Werbung
15
15
Close