B4#03 | Interview mit Pütti von "Kammer Kirsch" (Teil 3/4)

B4#03 | Interview mit Pütti von "Kammer Kirsch" (Teil 3/4)

vor 1 Monat
39 Minuten
Podcast
Podcaster

Beschreibung

vor 1 Monat

Dieses Gespräch ist Teil einer 4-teiligen Interview-Reihe mit
Sebastian Püttmann (Pütti).
Das komplette Interview dauerte rund zwei Stunden und wurde
bewusst in vier Episoden à ca. 30 Minuten aufgeteilt – damit
jeder Whisky, jede Geschichte und jeder Gedanke Raum bekommt.





Teil 3 ist das Kapitel, in dem plötzlich alles größer
wird.
Nicht lauter – sondern tiefer.
Es geht um Stil-Entscheidungen, um Herkunft, um Menschen hinter
dem Whisky – und um diese seltenen Abende, die man eigentlich nur
„zufällig“ erlebt… und dann nie wieder vergisst.


Wir starten mit einem Dram, der schon durch seine Zahl eine
Geschichte erzählt: 100 Proof – aber nicht gleich 100
Proof.
Wir sprechen über Imperial Proof vs. American
Proof, über Umrechnungen, Traditionen und warum Whisky
manchmal sogar in Zahlen Charakter zeigt.
Im Glas: ein 12-jähriger, sherry-getriebener
Whisky (Oloroso mit einem Hauch PX), abgefüllt als
„Blueprint“ für eine neue Lowlands-Destillerie westlich
von Glasgow, die erst seit Mai 2025
destilliert.
Die Idee dahinter ist so simpel wie genial:
Sie bauen die Destille – und während der eigene Spirit noch
reift, bringen sie einen Whisky, der genau so schmecken
soll, wie ihr Stil später einmal sein wird.
Kein billiger Lückenfüller. Kein überteuertes „Wir müssen halt
Umsatz machen“.
Sondern ein Statement: So wird unsere Handschrift.
Punkt.





Und dann kippt die Folge – in die Art Geschichte, die du nicht
planen kannst.


Bad Homburg. Weniger Trubel. Mehr Zeit.
Ein langes Gespräch mit Stewart Bowman (Arran / Isle of Arran
Distillers).
Danach wieder rüber zu Andrew Ferguson (The Speyside Distillery /
„Lost Distillery“-Vibes).
Und plötzlich kommt diese Nachricht:
„Was machst du Donnerstagabend in Glasgow?“





Was dann passiert, ist Whisky wie ein Geheimgang:
Du landest in einem Club, der eigentlich eine Anwaltskanzlei ist
– mit einem Whisky-Kreis, der seine besten Leute einlädt.
Und dort steht David Ferguson.
Er zeigt seine ersten eigenen Abfüllungen – und mitten drin:
Arran 22 Jahre, Single Cask, Bourbon Reifung, 47,2
%.
Nur 88 Flaschen.
Eine Farbe wie Cola-Schorle – aber ohne Finish, ohne
Tricks.
Und ein Geschmack, der beweist, wie stark ein Destillat sein
kann, wenn es wirklich gut gemacht ist:
Karamell, Praline, tropische Frucht – bei mir ganz klar
Maracuja.
Und vor allem: 22 Jahre Holz, ohne bitter zu
werden.
Das ist nicht nur „lecker“. Das ist Handwerk.





Zum Schluss bleiben wir auf Arran – und gehen in Stewarts
Handschrift:
Ein Whisky aus der Signature Series, für Arran
untypisch stark getorft: 42 ppm, 11
Jahre, rund 14.822 Flaschen.
In der Nase kräftiger als erwartet – im Mund dann überraschend
weich, getragen von dieser typischen Arran-Fruchtigkeit.
Genau dieser Dram ist der Beweis, dass Torf nicht immer „Monster“
sein muss – sondern auch Eleganz haben kann.







12 Jahre · 100 Proof (Imperial Proof) · Sherry-lastig
(Oloroso + etwas PX)
„Blueprint“-Whisky für eine neue Lowlands-Destillerie
westlich von Glasgow (Destillation seit Mai 2025)







Arran 22 Jahre · Single Cask · Bourbon Reifung · 47,2
% · 88 Flaschen
David Ferguson Selection / aus den frühen Arran-Jahren
(Destillation 1998)







Arran Signature Series (Stewart Bowman) · 11 Jahre ·
42 ppm · 14.822 Flaschen
Torf & tropische Frucht in Balance, überraschend weich
im Mund







Du willst mehr davon?
Dann schreib mir – Fragen, Gedanken, oder einfach, welcher Dram
dich in dieser Folge am meisten erwischt hat.
Und wenn du beim Sample-Gewinnspiel dabei sein
willst:
Mail an: philipp@whisky84grad.de (steht auch in
den Shownotes)
Warum willst du dieses Sample? Ich lose aus.





Schenk dir einen Dram ein.
Wir sind mittendrin.





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