(DE) Episode 58 - Der Rundfunk in Westdeutschland nach 1945 - In deutschen Händen

(DE) Episode 58 - Der Rundfunk in Westdeutschland nach 1945 - In deutschen Händen

vor 4 Tagen
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Beschreibung

vor 4 Tagen

In den frühen 1950er Jahren stand die junge Bundesrepublik vor
einer elementaren Frage: Wem gehört die Stimme im Äther? Nach dem
Krieg hatten die Alliierten den Deutschen den Rundfunk nach dem
Muster der britischen BBC übergeben – dezentral, unabhängig und
politisch pluralistisch. Die Deutschen nannten es das
öffentlich-rechtliche System.


Doch diese Unabhängigkeit gefiel nicht jedem. Speziell aus Bonn
kam ein unmissverständlicher Versuch, die Medienkontrolle
zurückzuerobern. Die Regierung von Konrad Adenauer kämpfte über
Jahre hinweg verbissen darum, einen "Bundesrundfunk" zu schaffen,
um die aus ihrer Sicht "zu linke" Berichterstattung wieder ins
Gleichgewicht zu bringen.


Es war ein Machtkampf zwischen dem Bund und den Ländern, den
Regierungen und den Rundfunkanstalten. Es ging um Sendezeiten, um
Finanzen, um die Frequenzverteilung und um nichts Geringeres als
die demokratische Kontrolle über die wichtigste
Kommunikationsplattform der Nachkriegszeit.


Werfen wir einen Blick auf das Ringen um die mediale Souveränität
Westdeutschlands.


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