Episode 47: War Habermas der Letzte einer ausgestorbenen Art?
vor 1 Woche
Claudia Lutschewitz im Gespräch mit PD Dr. Dr. Michael Rasche
Podcast
Podcaster
Beschreibung
vor 1 Woche
Vor einigen Tagen verstarb Jürgen Habermas. Er verstarb im hohen
Alter von 96 Jahren und gilt als einer der bedeutendsten
Philosophen des 20. Jahrhunderts. Er war ein kritischer Beobachter
der Gesellschaft, der das politische Denken und die geistige
Grundlage der Bundesrepublik Deutschland wesentlich beeinflusst
hat. Entsprechend groß ist die öffentliche Anteilnahme über seinen
Tod und im öffentlichen Bedauern schwingt die Ahnung mit, dass uns
mit Jürgen Habermas eine Art Philosoph verlassen hat, die es so
eigentlich nicht mehr gibt. Wenn man an die großen Philosophen des
20. Jahrhunderts zurückdenkt, dann denkt man an Leute wie Edmund
Husserl, Martin Heidegger, Theodor W. Adorno, Karl Jaspers,
Jean-Paul Sartre, Simone de Beauvoir oder Hannah Arendt …, um nur
einige zu nennen. Wie Habermas verkörperten sie alle eine sehr
breite und tiefe philosophische Bildung, die ihren Äußerungen eine
Art von Größe, vielleicht sogar Monumentalität gab, die man bei den
aktuellen Philosophinnen und Philosophen oft vergeblich sucht und
folglich wenig findet. Jürgen Habermas scheint mit seinen 96 Jahren
der letzte einer nun ausgestorbenen Art zu sein. Doch … warum gibt
es heute keine Philosophen mehr wie Habermas? Dies ist der Titel
eines Blog-Beitrages, von Michael Rasche, der mich nachdenklich
stimmte. Daher lud ich Michael Rasche zu einem spontanen
Podcast-Gespräch ein, um mit ihm über seine Gedanken zu dieser
Frage in den Austausch zu gehen. Michael Rasche ist promovierter
kath. Theologe & Philosoph und schrieb seine Habilitation zum
Thema „Rhetorik und Philosophie“. Er ist als philosophischer
Unternehmens- und Organisationsberater tätig, wirkt auch als Autor
und Privatdozent. Wir sprachen über Lesen, Schrift, KI, das
Internet, Vernunft, Wahrheit und Politik. Und zur Politik gingen
wir etwas mehr in die Tiefe … So kamen wir zur Politik als Spiel,
als Lügerei und als verlogene Show. Schließlich sprachen wir über
Habermas` Enttäuschung und Ratlosigkeit zum Ende seines Lebens und,
ob Immanuel Kant heute noch eine Chance im Wissenschaftsbereich
hätte … Lassen Sie sich vom Podcast-Gespräch neugierig denkend
stimmen … Herzlichst Claudia Lutschewitz
Alter von 96 Jahren und gilt als einer der bedeutendsten
Philosophen des 20. Jahrhunderts. Er war ein kritischer Beobachter
der Gesellschaft, der das politische Denken und die geistige
Grundlage der Bundesrepublik Deutschland wesentlich beeinflusst
hat. Entsprechend groß ist die öffentliche Anteilnahme über seinen
Tod und im öffentlichen Bedauern schwingt die Ahnung mit, dass uns
mit Jürgen Habermas eine Art Philosoph verlassen hat, die es so
eigentlich nicht mehr gibt. Wenn man an die großen Philosophen des
20. Jahrhunderts zurückdenkt, dann denkt man an Leute wie Edmund
Husserl, Martin Heidegger, Theodor W. Adorno, Karl Jaspers,
Jean-Paul Sartre, Simone de Beauvoir oder Hannah Arendt …, um nur
einige zu nennen. Wie Habermas verkörperten sie alle eine sehr
breite und tiefe philosophische Bildung, die ihren Äußerungen eine
Art von Größe, vielleicht sogar Monumentalität gab, die man bei den
aktuellen Philosophinnen und Philosophen oft vergeblich sucht und
folglich wenig findet. Jürgen Habermas scheint mit seinen 96 Jahren
der letzte einer nun ausgestorbenen Art zu sein. Doch … warum gibt
es heute keine Philosophen mehr wie Habermas? Dies ist der Titel
eines Blog-Beitrages, von Michael Rasche, der mich nachdenklich
stimmte. Daher lud ich Michael Rasche zu einem spontanen
Podcast-Gespräch ein, um mit ihm über seine Gedanken zu dieser
Frage in den Austausch zu gehen. Michael Rasche ist promovierter
kath. Theologe & Philosoph und schrieb seine Habilitation zum
Thema „Rhetorik und Philosophie“. Er ist als philosophischer
Unternehmens- und Organisationsberater tätig, wirkt auch als Autor
und Privatdozent. Wir sprachen über Lesen, Schrift, KI, das
Internet, Vernunft, Wahrheit und Politik. Und zur Politik gingen
wir etwas mehr in die Tiefe … So kamen wir zur Politik als Spiel,
als Lügerei und als verlogene Show. Schließlich sprachen wir über
Habermas` Enttäuschung und Ratlosigkeit zum Ende seines Lebens und,
ob Immanuel Kant heute noch eine Chance im Wissenschaftsbereich
hätte … Lassen Sie sich vom Podcast-Gespräch neugierig denkend
stimmen … Herzlichst Claudia Lutschewitz
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