Soziologische Perspektiven Archiv
406 Episoden
41 Minuten
Sie ist 16 Jahre & Gründerin … … und sie ist Oberstufenschülerin, BWL-Juniorstudentin, und (wie bereits erwähnt) Gründerin & CEO der Initiative YoungMission, einer Bildungsinitiative für junge Menschen, die Wirtschaft mit Bildung verknüpft. Von wem ich rede? Ich rede von Luisa Herrmann Luisa leitet nicht nur die Initiative YoungMission, die sich international ausbreitet, sondern sie hat eine Vision … … denn die Initiative verfolgt gemeinnützige Ziele. Sie will Bildung in Deutschland voranbringen und international Ressourcenschaffung für Bildung unterstützen. Und Luisa beschäftigt sich mit der Frage, wie junge Menschen erfolgreicher lernen und ihren Schulalltag nachhaltiger gestalten können. Daher entwickelte sie auch 2 Lern-Apps, die sie selbst konzipiert und mit Hilfe von KI programmiert hat. „KI soll mein Helfer sein, nicht mein Gegner“, sagt sie Und nebenbei engagiert sich Luisa sozial, hält Vorträge über Mobbing und unterstützt Mitschüler beim Lernen. Ihr Ziel: Chancengleichheit in der Bildung. Doch genug meiner Worte … ab ins Podcast-Gespräch mit Luisa … Herzlichst Ihre Claudia Lutschewitz PS: das Gespräch führten wir am 16. August 2026 Link: https://www.linkedin.com/in/luisa-herrmann-9464a8400/
1 Stunde 17 Minuten
Was bleibt von einem Menschen, wenn er nicht mehr da ist? Ein Foto. Ein Brief. Kleidung oder andere Erinnerungs-Stücke. Aber vielleicht vor allem: seine Stimme?! Die Stimme, die einen beim Namen nennt. Die lacht. Die eine Geschichte aus der eigenen Kindheit erzählt, die ein Lied singt oder die sagt: „Weißt du noch damals …?“ Es gibt Kinder, die können ihren Eltern irgendwann keine Fragen mehr stellen. Und sie werden die Stimmen ihrer Eltern / eines Elternteils nicht mehr hören können …weil Ihre Eltern unheilbar erkrankt sind. Und genau in dieser Situation kommt das wunderbare Projekt der Familienhörbuch gGmbH zum Wirken, denn die Stimmen der Eltern möchte das Familienhörbuch bewahren. So können unheilbar erkrankte Mütter und Väter, ihre Lebensgeschichte für ihre minderjährigen Kinder erzählen, mit ihrer eigenen Stimme, ihren eignen Worten und in ihrem eigenen Tempo. Und diese Aufnahmen werden professionell begleitet, persönlich und für die Familien kostenfrei. Und ganz wichtig! Dabei geht es ausdrücklich nicht um eine Sterbegeschichte. Es geht um ein ganzes Leben. Um Liebe und Schmerz. Um Kindheit und Erwachsenwerden. Um Glücksmomente, Familie, gemeinsames Lachen oder vielleicht auch weinen, also um die vielen kleinen Geschichten, die sonst irgendwann verlorengehen könnten. Heute ist Judith Grümmer mein Podcast-Gast, sie ist die Gründerin und Geschäftsführerin des Familienhörbuchs. Wir sprechen darüber, was passiert, wenn Menschen am Ende ihres Lebens auf ihr Leben zurückblicken und was Kinder von ihren Eltern brauchen, wenn diese nicht mehr da sein werden. Und wir sprechen auch über eine einfach und gleichzeitig sehr, sehr große Frage: Was soll von uns bleiben? Herzlichst Ihre Claudia Lutschewitz Interessante & wichtig Links: https://familienhoerbuch.de/ https://www.facebook.com/Familienhoerbuch/videos/judith-gr%C3%BCmmer-die-gr%C3%BCnder-der-familienh%C3%B6rbuch-ggmbh-und-aktuelle-gesch%C3%A4ftsf%C3%BChre/473065379014062/ https://koerber-stiftung.de/projekte/zugabe-preis/2023-judith-gruemmer/ https://www.ardmediathek.de/video/hallo-niedersachsen/familienhoerbuch-die-eigene-stimme-als-abschiedsge-schenk/ndr/Y3JpZDovL25kci5kZS8wZWQ0YmRjOC0zZjQ5LTQwY2YtYmQ1NS00YzEwNzY0NWYzZDM https://www.deutscher-engagementpreis.de/engagiertenfinder/engagiertendetails/4732-familienh%C3%B6rbuch-ggmbh https://www.linkedin.com/company/familienhoerbuch/?originalSubdomain=de https://de.wikipedia.org/wiki/Familienh%C3%B6rbuch https://daskwort.de/mit-krebs-leben/freundschaft-und-familie/das-familienhoerbuch https://de.wikipedia.org/wiki/Judith_Gr%C3%BCmmer https://www.deutschlandfunkkultur.de/judith-gruemmer-familienhoerbuecher-audiobiografin-100.html https://www.linkedin.com/in/judith-gr%C3%BCmmer/
33 Minuten
Was macht einen guten Beirat aus? Ist es die Erfahrung, der Blick von außen oder vielleicht vor allem die Fähigkeit, die richtigen Fragen zu stellen? Mmmmhhh, Beirat … das klingt erst einmal nach einem Gremium und nach vielen klugen Ratschlägen. Aber WAS steckt wirklich hinter dieser Aufgabe? Und WARUM entscheidet sich jemand ganz bewusst dafür, Unternehmen als Beirat zu begleiten? Darüber spreche ich heute mit Ralph Jakoby. Er erzählt, was ihn an der Beiratstätigkeit fasziniert und welche Rolle Vertrauen, der Blick von außen, Wertschätzung und Gespräche als Sparringspartner spielen. Und er erzählt darüber, warum ihm diese Form der Zusammenarbeit besonders am Herzen liegt. Und da er darüber auch im Buch „Lebenswerk mit Zukunft – Familienunternehmen führen, entwickeln und erfolgreich übergeben“, schrieb, sprechen wir auch darüber. Das Buch, erschien 2025 bei Book on Demand, umfasst 467 Seiten und wurde von Dr. Markus Dirr herausgegeben. Und das Besondere an diesem Buch ist, dass es das Thema nicht nur aus einer Perspektive betrachtet … Nein, es kommen Unternehmer, Berater und Experten aus ganz unterschiedlichen Bereichen zu Wort und beleuchten nach ihrem jeweiligen Blick und Verständnis die Themen Führung, Nachfolge, Familie, Strategie, Beirat, Veränderung und Vermögen. Und da Ralph Jacoby einer dieser Experten ist, ist es ja klar, dass wir auch über seine Kapitel sprechen, er schreib nämlich zwei! Er bringt im Buch nicht nur seine Erfahrung als langjähriger Manager und Unternehmer mit ein, sondern auch seine Perspektive als Beirat und Sparringspartner von UnternehmerInnen und Familienunternehmen. Und gemeinsam mit Dr. Markus Dirr wirft Herr Jacoby, in einem zweiten Kapitel, einen Blick auf ein weiteres spannendes Paradoxon: Nämlich! Warum können Unternehmerfamilien nach einem erfolgreichen Unternehmensverkauf plötzlich vorsichtiger werden, obwohl sie ihren Wohlstand ursprünglich durch unternehmerischen Mut aufgebaut haben? Also, viel Freude & Kurzweil … und damit ab ins Podcast-Gespräch … Herzlichst Ihre Claudia Lutschewitz Interessante Links: zum Buch: https://www.thalia.de/shop/home/artikeldetails/A1077213835 https://www.ralph-jacoby.de/ https://www.linkedin.com/in/ralphjacoby/
55 Minuten
Wie klar sind wir? Wie präsent? Wie glaubwürdig? Und vor allem: Stimmen unsere Worte, unsere Sprache und unser Wollen mit unserer inneren Haltung überein? Genau hier setzt die Arbeit von Elma Esrig an. Sie verbindet pferdegestütztes Vortragstraining mit den Methoden der Theaterregie und stellt damit ein spannende Fragen: Kann ein Pferd uns zeigen, wie wir auf andere Menschen wirken? Und was können wir daraus für Führung, Kommunikation und unseren nächsten großen Auftritt lernen? Darüber spreche ich heute mit Elma. Sie verbindet ihre Erfahrung aus der Theaterregie mit ihrer Arbeit als Pferdetrainerin und macht dabei etwas sichtbar, das wir im Alltag leicht übersehen: Führung und Präsenz beginnt nicht mit dem, was wir sagen. Sie beginnt mit dem, was wir ausstrahlen. Wir sprechen über pferdegestütztes Vortragstraining und über die Frage, was ein Pferd uns über unsere eigene Wirkung erzählen kann. Denn, so Elma, Pferde spiegeln unsere menschliche Körperspannung, indem sie diese als direkte Kommunikation und als unmittelbaren Aus-druck unserer inneren Haltung wahrnehmen und durch ihr eigenes Verhalten sichtbar machen. Ihr Verhalten ist also wie ein Vergrößerungsglas … Und durch dieses Vergrößerungsglas erhalten wir Menschen durch das Pferd ein unbestechliches, von menschlichen Höflichkeiten oder gesellschaftlichem Status völlig unbeeinflusstes Feedback über unsere tatsächliche körperliche Wirkung und Präsenz. Also freuen Sie sich auf ein faszinierendes Gespräch über Präsenz, Mut und die unbestechlichsten vierbeinigen Co-Trainer der Welt. Herzlichst Ihre Claudia Lutschewitz Interessante Links: https://www.linkedin.com/in/elma-esrig-training/ https://wissen-macht-wirkung.com/newsletter/ https://wissen-macht-wirkung.com/ https://athanor.de/dozierende/elma-esrig
55 Minuten
Manchmal habe ich den Eindruck, wir leben in einer Zeit, in der man kaum noch hinterherkommt, die ganzen neuen Begriffe zu sortieren. VUKA, BANI, RUPT, TUNA … mich beschleicht da hie und da das Gefühl, dass wir eigentlich nicht mehr in der Arbeitswelt sind, sondern beim Scrabble! Und dann kommt Waltraud Gläser mit ihrem neuen Buch und sagt: „Glücklicherweise ist es nur VUKA!“ V für: Volatilität / Flüchtigkeit U für: Ungewissheit / Unsicherheit K für: Complexity / Komplexität A für: Ambiguität / Mehrdeutigkeit Ich finde … persönlich …, das ist erst einmal eine ziemlich sympathische Haltung, oder?! Denn … statt uns darüber zu beklagen, dass die Welt komplizierter, schneller und unberechenbarer geworden ist, hinterfragt Waltraud mit dieser Frage ganz konkret unsere heutige Krisen-Situation(en) und endet daher, als Konsequenz, bei der Frage: „Wie können wir damit vernünftig umgehen?“ Und darum geht es auch in ihrem neuen Buch: „Verstehen, Verorten, Verändern, Vergnügen.“ 4V, die sich ziemlich leicht merken lassen, wobei ich zugeben muss: Beim vierten V war ich besonders neugierig. Vergnügen? Im Management? Zwischen Strategiepapieren, Kennzahlen, Transformation und KI? Doch der Reihe nach ... Mit Waltraud Gläser spreche ich über ihr Buch und … es geht gar nicht anders … auch über Waltrauds Blick auf das Leben … im Allgemeinen und im Business, also im Besonderen. Aber, wir sprechen nicht nur über ihr Modell und die vielen klugen Begriffe, die sie in ihrem Buch versammelt. Vielmehr interessiert mich, was dahintersteckt: • Was hat sie selbst über Veränderung gelernt? • Was musste sie irgendwann verlernen? • Wann nervt sie das ganze Gerede über Transformation? • Und worüber kann eine Organisationsberaterin eigentlich selbst noch herzhaft lachen? Und … das würde mich wiederum besonders freuen …vielleicht finden wir nebenbei auch heraus, warum es manchmal ziemlich sinnvoll sein kann, nicht sofort die Kuh vom Eis zu holen, vor allem dann, wenn gar keine Kuh da ist. Viel Kurzweil & Impulse beim Podcast-Gespräch! Herzlichst Ihre Claudia Lutschewitz Interessante Links zu Waltraud Gläser: https://www.waltraudglaeser.de/ https://www.afsmi.de/autor_waltraud-glaeser.html https://www.linkedin.com/in/waltraudglaeser/ https://www.seminarmarkt.de/Experten/Waltraud-Glaeser,p12593 zu VUKA, zum Buch und zu Waltraud Gläser: https://www.vuca-welt.de/ https://www.vuca-welt.de/neuerscheinung/ https://www.springerprofessional.de/gluecklicherweise-ist-es-nur-vuka/19820652 Videos mit und zu Waltraud Gläser: https://www.youtube.com/watch?v=3cEOrVRaTOs https://www.youtube.com/watch?v=8oqEETd55T0 https://www.youtube.com/watch?v=A9EsCz5Fzt8 https://www.youtube.com/playlist?list=PL-NM2qDpa2O1Uv2Ro1ewiYFdcKplHy70N https://vimeo.com/vucaworld
48 Minuten
George Bernhard Shaw soll einmal gesagt haben „Der Nachteil von Intelligenz ist, das man ständig gezwungen ist, dazuzulernen,“ Soviel dazu … doch, was wäre, wenn wir uns momentan bzgl. Wissen, Intelligenz, Klugheit oder der menschlichen Dummheit und natürlich in diesem Zusammenhang auch zur Künstlichen Intelligenz in die falsche Richtung entwickeln? Denn … ... wir haben mehr Wissen als je zuvor. Künstliche Intelligenz kann in Sekunden Texte schreiben, Bilder erzeugen, Zusammenhänge herstellen und Antworten liefern. Wir optimieren uns, unsere Arbeit, unseren Alltag und vielleicht bald auch unser Denken. Aber … was, wenn genau darin ein oder unser Problem liegt? Also … … wenn wir nicht zu wenig wissen, sondern zu viel? … wenn wir zu klug sein wollen? … oder, wenn die Fähigkeit, etwas nicht zu wissen, ein entscheidender Teil menschlicher Intelligenz ist/wäre? Der Philosoph Manuel Scheidegger geht in seinem Buch „Die Zukunft der Intelligenz – Warum wir dümmer klüger wären“ genau dieser provokanten Idee nach. Er spricht von einer „Tyrannei der Klugheit“, von einer Gesellschaft, in der wir ständig den Eindruck vermitteln müssen, souverän, kompetent und fehlerfrei zu sein. Und er plädiert für etwas, das zunächst ziemlich verrückt klingt: nämlich für eine Rehabilitation der Dummheit. Denn vielleicht beginnt echtes Denken genau dort, wo wir aufhören, so zu tun, als hätten wir bereits die Antwort oder gar Antworten! Was kann menschliche Dummheit, was künstliche Intelligenz niemals können wird? Oder, warum kann ein Fehler wertvoller sein als eine perfekte Lösung? Und weiter … ... könnte vielleicht ausgerechnet das Eingeständnis unserer eigenen Begrenztheit der Schlüssel für eine klügere Zukunft … nein für klügere Zukünfte sein? Also haben wir doch den Mut, unsere eigene Dummheit zu feiern. Denn die Zukunft der Intelligenz liegt nicht in der fehlerfreien Simulation von Souveränität, sondern in der Kraft, immer wieder vom Weg abzukommen und in der Lücke das Neue zu finden. Seien wir also neugierig und bleiben wir selbstbewusst unsicher! Doch genug meiner Worte … ... ab ins Podcast-Gespräch mit Manuel Scheidegger … Herzlichst Ihre Claudia Lutschewitz Interessante Links: https://manuel-scheidegger.de/ https://www.argumentedreality.de/ https://www.ndr.de/kultur/waeren-wir-duemmer-wirklich-klueger-manuel-scheidegger,audio-3440410.html https://www.reclam.de/produktdetail/die-zukunft-der-intelligenz-9783150115824 https://www.liechtenstein.academy/de/experts/manuel-scheidegger/ https://politycki-partner.de/projekt/die-zukunft-der-intelligenz/ https://kulturbuero-goettingen.de/termin/eventdetail/67554/manuel-scheidegger-die-zukunft-der-intelligenz Videos: https://www.youtube.com/watch?v=XsZi3DCr1LQ https://www.youtube.com/watch?v=ba4bNNIy5jc
56 Minuten
Wir schauen den ganzen Tag. Auf Menschen, auf Nachrichten, auf Bilder, auf unseren Bildschirm. Und trotzdem stellt sich die Frage: schauen wir eigentlich noch wirklich hin? Denn ein Blick ist offenbar viel mehr als eine Momentaufnahme. In dem Bruchteil einer Sekunde, in dem wir einen anderen Menschen ansehen, kann bereits etwas passieren: Wir reagieren, bewerten, ordnen ein … sympathisch oder unsympathisch… vertraut oder fremd… Freund oder Gegner /Feind?! Und das noch bevor wir bewusst darüber nachdenken. Der Psychologe und Autor Ulrich Sollmann sagt sogar: „Spaltung beginnt im Blick“ In seinem neuen Buch „Genau geschaut – Psychologie des Autoritarismus“ untersucht er, was unser Wahrnehmen mit unserem Körper, mit Angst und Wut, mit Digitalisierung und sozialer Erregung und eben letztlich auch mit Autoritarismus zu tun hat. Er beschreibt eine Welt, in der wir zwar ständig miteinander verbunden sind, uns aber gleichzeitig immer stärker vereinzeln. Eine Welt, in der Sicherheit leicht mit echtem Gesehenwerden verwechselt wird und in der Bilder und Affekte unseren Blick manchmal schneller erreichen als unser Denken. Was passiert also eigentlich in diesem ersten Moment, wenn wir jemanden ansehen? Und können wir lernen, diesen Moment wahrzunehmen, bevor aus einem Blick ein Urteil oder aus einem Urteil vielleicht eine Front wird? Darüber spreche ich im Podcast mit Ulrich Sollmann … Und es geht dabei auch um uns, um mich, um SIE und darum, wie wir, Ich, wie SIE die Welt anschauen … Und ja, es geht um die AFD! Ihre Claudia Lutschewitz Interessante Links: https://www.carl-auer.de/genau-geschaut?srsltid=AfmBOop2ru4uuc3SJtZ1XCt8I--SksVyvu9X9w0IWsIfpEvtYEy0Z2uu https://www.beck-shop.de/sollmann-genau-geschaut/product/41148252?srsltid=AfmBOoo84P6JAQwsr-VCrKvGy8IKv1mguBOvvVa2aS_7177Cb_AR89Cs Podcasts: https://www.carl-auer.de/magazin/podcasts/genau-ge-schaut?srsltid=AfmBOoqnYT7ylN8u320xkwLdLJtR41iY62_771zP40RYi6GAGhYFKK32 https://www.youtube.com/watch?v=op-gbXk_Uak https://open.spotify.com/episode/4fSfCdESjmXfp2s6Qn5QOm https://global-empathy.podigee.io/41-genau-geschaut
55 Minuten
Stellen Sie sich vor, Sie haben alles erreicht. Sie sind ein international gefragter Psychiater, Ehrenmitglied des Weltpsychiatrieverbandes, ein feinsinniger Kunsthistoriker und erfolgreicher Autor. Doch als Ihre Eltern innerhalb weniger Tage sterben, spüren Sie keine tiefe Trauer, sondern eine überwältigende, fast schwindelerregende Erleichterung. Sie fühlen sich endlich... frei. So erging es meinem heutigen Podcast-Gast Dr. Dr. Hans-Otto Thomashoff. Und mehr noch, er sagt: „Ich bin Psychiater. Und ich bin ein Kind toxischer Eltern.“ Doch der Reihe nach … Was, wenn ein Teil von Ihnen gar nicht Ihnen gehört? Was, wenn Sie merken, dass Sie oft nicht frei sind, einfach so zu sein, wie Sie sind. Dass Sie bei Ihren Eltern oder auch bei anderen Gelegenheiten gehemmt sind oder in Muster verfallen, die Sie eigentlich gar nicht haben wollen. Sondern dies etwas ist, das Sie einmal gelernt haben, um in Ihrer Familie zurechtzukommen. Wir übernehmen von unseren Eltern nicht nur Augenfarbe, Gesten oder bestimmte Redewendungen. Wir übernehmen auch Rollen. Wir lernen, wann wir besser still sind. Wann wir funktionieren müssen. Wessen Gefühle wichtiger sind als unsere eigenen. Und manchmal lernen wir sogar, uns selbst nicht mehr zu vertrauen. Das Schwierige daran: Als Kind halten wir all das nicht für eine Strategie. Wir halten es für die Welt. Und dann werden wir erwachsen und nehmen diese Welt einfach mit. Dr. Hans-Otto Thomashoff sagt: „Du bist nicht deine Eltern.“ Er ist Psychiater, Psychoanalytiker und langjährig praktizierender Therapeut. In seinem neuen Buch, das den Titel trägt „Du bist nicht deine Eltern - Wie wir toxische Familien überwinden“ und das beim Ariston Verlag erschien, macht er etwas, das auch für einen erfahrenen Psychotherapeuten ungewöhnlich ist: Er blickt nicht nur professionell auf toxische Familien, sondern auf die eigene. Er erzählt von emotionaler Abhängigkeit, Schuldgefühlen, Machtspielen und von dem schwierigen Moment, in dem man erkennt: Die Liebe, auf die man vielleicht ein Leben lang gewartet hat, wird möglicherweise nie kommen. Aber genau darin kann, so Thomashoff, eine ungeheure Freiheit liegen. Im Podcast sprechen wir darüber, woran wir toxische Familiendynamiken erkennen, warum unser Körper manchmal früher Alarm schlägt als unser Verstand, warum „Vergeben“ nicht immer der Weg zur Heilung ist und wie man herausfinden kann, wer man selbst ist, wenn man ein Leben lang gelernt hat, jemand anderes zu sein. Und vielleicht geht es am Ende um eine der schwierigsten und zugleich befreiendsten Fragen überhaupt: Wie viel von dem Menschen, der ich heute bin, habe ich selbst gewählt und wie viel davon steckt mir noch in den Knochen, weil ich mich unterwerfen musste, um geliebt zu werden? Thomashoff schreibt in seinem Buch den (so finde ich) wichtigen Satz: „Zwei Dinge braucht der Mensch, um psychisch gesund heranzuwachsen: erstens eine sichere Bindung und zweitens Vorbilder die authentisch vorleben, wie das Leben geht.“ Herzlichst Ihre Claudia Lutschewitz Interessante Links: https://de.wikipedia.org/wiki/Hans-Otto_Thomashoff http://thomashoff.de/ https://www.penguin.de/buecher/hans-otto-thomashoff-du-bist-nicht-deine-eltern/paperback/9783424203363 https://www.kulturkaufhaus.de/de/detail/ISBN-9783424203363/Thomashoff-Hans-Otto/Du-bist-nicht-deine-Eltern https://www.thalia.de/shop/home/artikeldetails/A1045125278 Videos & Podcasts: https://www.youtube.com/watch?v=xKHRdC9uSZI https://www.google.com/search?sca_esv=98168529f87218c8&sxsrf=APpeQnumUTCrx_zBBN8sWrqmcLg-QrtXNg:1787658092571&udm=7&fbs=ABfTbFUyxjQn9bne4DuflY2dNqqKupTsDwp6RXwpQFJxPysO9IZ-OcP6xq64A4yNP8lBdpY7uuH_-rA_ws2tWImCOsZlYLrbl3Nznd1IdLeVhGR6K0thu65EBS1h-KV34iQMpjoNM8rVs2XtkX93TjQ8rZY1vnV9leaPQia1bOqGjHourHRsSECjVfQCZaw1AHBmSCBE_PXtGuCidlveGnvn9__F0s04mA&q=Thomashoff&sa=X&ved=2ahUKEwjdj9ms2buWAxW3Q_EDHTm0CV8QtKgLegQIGBAB&biw=1920&bih=945&dpr=1#fpstate=ive&vld=cid:b468e0d1,vid:JW9nOzEwGEQ,st:0 https://www.youtube.com/watch?v=qKurhuA4GiY
33 Minuten
Hand aufs Herz: Wann haben Sie das letzte Mal ein Konzertplakat gesehen und sich gedacht: „Keine Ahnung, wer dieser Geiger ist, aber da muss ich hin!“? Eben. Wahrscheinlich noch nie! Doch warum gehen manche Menschen begeistert ins Konzerthaus und andere, obwohl sie Musik lieben, nie? Liegt es am Programm? An den Preisen? Oder vielleicht an etwas ganz anderem? Mein heutiger Gast stellte und stellt genau diese Fragen und hat gemeinsam mit ihrem Team Antworten gefunden, die weit über das Kulturmanagement hinausgehen. Denn sie machten sich Gedanken über Werbung hinaus und dachten z.B. auch über Psychologie, Markenführung, Kulturvermittlung und den Wandel von Kulturinstitutionen nach. Mein heutiger Podcast-Gast ist Anne-Katrin Röhm. Sie verantwortet am Konzerthaus Dortmund die Bereiche strategisches Marketing, Kommunikation und Vertrieb und verbindet Markenstrategie, Marktforschung und Kulturvermittlung auf eine Weise, die in der deutschen Kulturlandschaft Maßstäbe setzt. Mit ihr darf ich darüber sprechen, warum klassische Werbung für Kultur oft an den Menschen vorbeigeht, weshalb Emotionen wichtiger sein können als Künstlernamen und wie eine starke Marke Menschen den Mut geben kann, Kultur neu zu entdecken. Freuen Sie sich auf ein Gespräch über Psychologie, Neugier, Markenführung und darüber, wie Kultur mehr Menschen erreichen kann, ohne sich selbst zu verbiegen. Also Ohren & Herz auf … Ihre Claudia Lutschewitz Interessante Links: https://www.konzerthaus-dortmund.de/de https://www.linkedin.com/in/anne-katrin-r%C3%B6hm/ https://www.konzerthaus-dortmund.de/de/team/ https://speakerinnen.org/de/profiles/8058
53 Minuten
Keine einfache Kost, … dieses Buch! Ein Buch, geschrieben für alle, die sich über die schwindende Zahl der Kirchgänger wundern, über die immer größere Menge der Kirchenaustritte, über die immer leerer werdenden Kirchen, mehr wissen wollen. Das autobiographische Werk von Dr. Michael Rasche liest sich wie eine Offenbarung: Zeigt doch die verlogenen und bestechlichen Macht-Strukturen sowie die Doppelmoral des Klerus auf. Das Nicht-Hinsehen-Wollen bei offenkundigen Missbrauchsfällen. Die Empathielosigkeit gegenüber den Opfern. Und dabei wirft der ehemalige Priester nicht mit Dreck. Seinem Buch gab Dr. Michael Rasche den Titel „Bekenntnisse: Auflösung eines katholischen Lebens“ und es ist sehr persönlich und reflektierend. Der ehemalige katholische Priester und Philosophieprofessor schildert seinen Weg in die Kirche, den Alltag als Geistlicher und den schrittweisen, aber konsequenten Ausstieg. Michael Rasche war u.a. als Seelsorger tätig, hat Sterbende begleitet und Kinder getauft und an der Universität hat er über die Kirche geforscht, gelesen und nachgedacht. Er wollte die Kirche tiefer verstehen, ihre Lehre, ihre Strukturen, ihre Menschen, ihre Krise. Doch je mehr er verstand, desto mehr löste sich das auf, woran er geglaubt hatte. Michael Rasche entschied sich schließlich, dieses katholische Leben hinter sich zu lassen und zu heiraten. In unserem Podcast-Gespräch tauchen wir zu seinem Leben & Buch in seine katholische Geschichte ein. Eine kurze Entdeckungsreise auch zum Inneren der Kirche … Ich wünsche Ihnen Kurzweil bei unserem Gespräch. Herzlichst Ihre Claudia Lutschewitz Interessante Links zu Michael Rasche: https://michaelrasche.eu/ https://michaelrasche.eu/michael-rasche/ https://michaelrasche.eu/michael-rasche/publikationen/bekenntnisse/ https://www.youtube.com/watch?v=CAHcouIWbI0 https://www.ku.de/ppf/fachgebiete-lehrstuehle/ppf/philosophie/team/ehemalige-teammitglieder/pd-dr-dr-michael-rasche https://ku-eichstaett.academia.edu/MichaelRasche https://www.linkedin.com/in/michael-rasche/?locale=en
44 Minuten
Stefan Maiwald: Autor & Podcaster und seit mehr als 20 Jahren mit Italien fest verbunden. Er lebt also dort, wo andere Urlaub machen: in Italien und mit ihm darf ich im Podcast-Gespräch einmal durch Italien, sein Leben und überhaupt … mäandern … Er schreibt u.a. Bücher über das Dolce Vita. Dabei nimmt er seine Leser dahin mit, wo der Espresso "Nero" heißt und der Cappuccino "Capo". Apropos, das Wasser zum Espresso trinken die Kenner übrigens zuerst, um den Gaumen für den Kaffee bereit zu machen. Und geschäftlich wird das Treffen in Italien auf einen Espresso einem langen und gemeinsamen Essen vorgezogen. Stefan trinkt den Kaffee am Morgen und den Aperitivo am Abend gerne bei Pino. … Dazu fällt mir auch sein Buch „Meine Bar in Italien – Warum uns der Süden glücklich macht„ ein – lesen Sie es, Sie werden es lieben! Und Stefan berichtet regelmäßig in "Feinschmecker", "Merian" und "Golf Magazin" von der Insel Grado über Triest bis nach Venedig. Und er liebt die Obere Adria … darüber berichtet er auch in seinem Podcast "Radio Adria". Außerdem wurde sein Blog "postausitalien.com" als bester Travel-Blog ausgezeichnet. Stefan schreibt auch historische Romane, humorvolle Sachbücher und kulinarische Reiseführer und in seinem aktuellen Buch "Espresso unter Sternen" zieht es ihn nach Triest, um tief in die italienische Seele zu blicken. Hier testet er, wie wir das eigene Leben ein wenig besser und glücklicher gestalten können … ich und meine Familie, wir lieben dieses Buch! Und am 1 Juni 2026 war die ARD bei ihm zu Gast … Ein „Sieben-Mann-Team“ (wobei Mann-Team nicht ganz stimmt ) rund um Regisseur Andreas Schlosser und Moderatorin Judith Rakers kam nach Grado. Erst gab es Kaffee am Hafen, dann ging es durch die Lagune und die Altstadt. Ein intensiver Tag, nach dem sich sowohl der Regisseur als auch die Moderatorin unsterblich in Grado verliebt haben. Doch nun ab ins Podcast-Gespräch mit Stefan … Herzlichst Ihre Claudia Lutschewitz Interessante Links: https://de.wikipedia.org/wiki/Stefan_Maiwald https://www.youtube.com/@stemaiwal https://radioadria.podigee.io/ https://www.piper.de/autoren/stefan-maiwald-7554 https://www.swr.de/swr1/leute/autor-stefan-maiwald-ueber-italien-100.html https://postausitalien.com/
1 Stunde 5 Minuten
Wir leben in einer Zeit, die viele als „Zeitenwende“ beschreiben. Eine Ära, in der der weltweite Friedensoptimismus der 1990er-Jahre einer massiven globalen Aufrüstungswelle gewichen ist. Angesichts einer komplexen „Poly-Krise“ aus Klimawandel, Hunger und Kriegen stehen wir vor der existenziellen Frage, ob wir als Menschheit fähig sind, mit unseren Differenzen konstruktiv umzugehen. Mein heutiger Gast ist einer der profiliertesten Konfliktforscher unserer Zeit, Prof. Dr. Dr. h.c. Friedrich Glasl. Schon sein Name „Friedrich“ war als Programm gedacht … Und bereits als Jugendlicher stellte er sich die Frage … „Wieso können Menschen sich das antun?“ Angesichts der besorgniserregenden Weltlage zeigt Friedrich Glasl in seinem aktuellen Buch, weshalb Aufrüstung, Abschreckung, Drohungen und Sanktionen weder Kriege verhindern noch nachhaltigen Frieden sichern können. Er analysiert systematisch, wie soziale Konflikte eskalieren und wie die Logik des Krieges von regressivem Denken und Affekten angetrieben wird. Und er kontrastiert damit die Logik des Friedens, die auf Selbststeuerung, Empathie und Kooperation setzt. Sein aktuelles Buch befasst er sich also mit einem Thema, das aktueller nicht sein könnte und es trägt den Titel: „Die Paradoxie des Wettrüstens – Zum Konfliktmanagement geopolitischer Krisen“. Sein zentraler Befund rüttelt an den Grundfesten moderner Sicherheitspolitik: Aufrüstung führt oft genau das herbei, was sie zu verhindern vorgibt. Sie schafft keine Sicherheit, sondern provoziert Eskalation. Wir sprechen darüber, warum politische Entscheider weltweit dem „Rüstungsreflex“ erliegen und wie die zerstörerische „Kriegslogik“ unser Denken und Fühlen bis hin in den Bereich der Künstlichen Intelligenz korrumpiert. Und wir sprechen auch darüber, warum klassische Sanktionen oft das Gegenteil dessen bewirken, was sie erreichen wollen und wie wir stattdessen lernen können, sogenannte „Windows of Opportunity“ – Fenster der Gelegenheit – für den Frieden zu erkennen und zu nutzen. Freuen Sie sich auf ein Gespräch über den Weg von einer reflexhaften Angstpolitik hin zu einer verantwortungsvollen Friedenslogik, die nicht den Sieg auf dem Schlachtfeld, sondern die Gewinnung des Friedens zum Ziel hat. Herzlichst Ihre Claudia Lutschewitz Interessante Links: https://www.geistesleben.de/Wissenschaft-und-Lebenskunst/Unternehmenskultur-soziales-Leben/Die-Paradoxie-des-Wettruestens.html https://www.amazon.de/Die-Paradoxie-Wettr%C3%BCstens-Konfliktmanagement-geopolitischer/dp/3772531482 https://www.rudolfsteinerbuchhandlung.de/Anthroposophie/Die-Paradoxie-des-Wettruestens::9993.html https://de.wikipedia.org/wiki/Friedrich_Glasl https://www.trigon.at/berater/friedrich-glasl/
38 Minuten
„Meine deutsche Geschichte“, so ist der Titel von Mihail Groys` Buch, das im Juni 2025 beim ZS Verlag, einem Verlag der Edel Verlagsgruppe, erschien. In diesem Buch reflektiert Mihail Groys über seine Erlebnisse als ukrainischer Jude, der Ende der 1990er-Jahre nach Deutschland auswanderte. Das Buch bietet eine persönliche Analyse der deutschen Gesellschaft und Identität, wobei Themen wie Integration, kulturelle Unterschiede und das jüdische Leben im Fokus stehen. Mihail Groys nutzt seine biografischen Erfahrungen, um gesellschaftspolitische Spannungen sowie den Umgang mit der Geschichte, insbesondere der Schoah, zu beleuchten. Er verzichtet dabei auf einfache Klischees und plädiert stattdessen für einen mutigen Dialog sowie mehr Chancengleichheit in der neuen Heimat. Sein Text mischt humorvolle Anekdoten mit tiefgründigen Beobachtungen über das Miteinander in einem sich wandelnden Land. Damit liefert Mihail Groys einen facettenreichen Beitrag zur aktuellen Debatte über Migration und Zugehörigkeit. Ein tiefergehender Teil des Buches widmet sich der Schoah und der deutschen Erinnerungskultur. Mihail Groys betrachtet den Holocaust als einen singulären „Zivilisationsbruch“. Für ihn bedeutet die Auseinandersetzung mit der Vergangenheit eine dauerhafte Haltungsfrage, die untrennbar mit der deutschen Gegenwart verbunden ist. Das Buch ist zudem stark von aktuellen Krisen geprägt. Der Start des russischen Krieges gegen die Ukraine im Februar 2022 traf Mihail Groys persönlich, da er in der Ostukraine geboren wurde. Und auch das Massaker der Hamas am 7. Oktober 2023 bezeichnet er als Zäsur, die jüdisches Leben in Deutschland und die Wahrnehmung Israels massiv verändert hat. Mihail Groys schließt sein Werk mit einem Appell für eine ehrlichere Debattenkultur und er fordert, dass Deutschland mutig in die Zukunft blickt, ohne Probleme durch „German Angst“ im Keim zu ersticken. Seine zentrale Botschaft und Hoffnung für das Miteinander in einer pluralen Gesellschaft basiert auf einem jiddischen Rat seines Großvaters: „Sei ein Mensch!“. Im Podcast-Gespräch darf ich mit Mihail Groys zu seinem Buch in den Austausch gehen. Lehnen Sie sich zurück, lauschen Sie unseren Gedanken und lassen Sie sich zum Weiterdenken inspirieren. Herzlichst Ihre Claudia Lutschewitz Interessante Links: https://www.linkedin.com/posts/michael-groys-0748b587_in-eigener-sacheseit-vielen-jahren-stelle-share-7323647918375133185-Lk9a/ https://www.amazon.de/Meine-deutsche-Geschichte-ukrainischer-Heimat/dp/3965845055 https://www.facebook.com/michael.royce.560/ https://www.tagesspiegel.de/berlin/bezirke/charlottenburg-wilmersdorf/literarisches-pladoyer-fur-verstandigung-so-sieht-ein-ukrainischer-jude-das-leben-in-deutschland-13811989.html
44 Minuten
Wir leben in einer bizarren Welt. Denn wir verbringen Stunden damit, einer Künstlichen Intelligenz präzise Anweisungen zu geben, damit sie genau das tut, was wir wollen. Doch nicht selten …. wenn wir mit unseren Partnern, Kindern, Kollegen, Mitarbeitern sprechen … regieren Missverständnisse, Frust und auch Sprachlosigkeit. Mein heutiger Gast behauptet etwas Paradoxes: Ausgerechnet die kalte, logische Maschine ist der beste Spiegel unseres menschlichen Versagens und gleichzeitig unser größter Lehrmeister für echte Nähe. Denn ausgerechnet die Interaktion mit künstlicher Intelligenz kann uns Menschen zu einer besseren zwischenmenschlichen Verständigung verhelfen. Mein Podcast Gast ist Prof. Ingo Hamm und wir sprechen über sein Buch „Abenteuer: Kommunikation – Miteinander reden in der KI Realität“, das in diesem Jahr beim Murmann Verlag veröffentlicht wurde. Ingo Hamm ist Professor für Wirtschaftspsychologie und Diplom-Psychologe. Er kennt aus eigener Erfahrung die Vielfalt und Dynamik der Arbeitswelt: als Gründer, Berater bei McKinsey und Konzernmanager. Er verbindet wissenschaftliche Tiefe mit praktischem Blick und zeigt, was Menschen in Unternehmen wirklich antreibt, wie Teams funktionieren und welche Muster die Arbeitskultur prägen. Seine Analysen richten sich an alle, die verstehen wollen, wie Zusammenarbeit, Führung und Motivation in der Praxis wirken und wie sich psychologische Erkenntnisse konkret im Arbeitsalltag umsetzen lassen (könnten?). Folglich tauchen wir im Gespräch in das „Abenteuer Kommunikation“ ein. Und wir sprechen darüber, warum wir uns von Algorithmen die Menschlichkeit zurückholen müssen, warum „Human Prompting“ das Betriebssystem für unsere Beziehungen ist und was es mit den sieben Regeln der Klarheit auf sich hat. Denn letztlich, so Prof. Ingo Hamm, dient die KI als gnadenloser Spiegel, der uns zwingt, erst zu denken und dann zu sprechen, um sowohl im digitalen als auch im analogen Raum wirksamer zu agieren. Also, … lauschen Sie aufmerksam hin, denken Sie über das Gehörte nach … und dann …. ab zum nächsten "Human Prompting" … Herzlichst Ihre Claudia Lutschewitz Interessante Links zu Prof. Dr. Ingo Hamm: https://www.ingohamm.com/ https://de.wikipedia.org/wiki/Ingo_Hamm https://fbgw.h-da.de/fachbereich/personen/professorinnen/prof-dr-ingo-hamm https://www.youtube.com/watch?v=T_dHl4KfQ_8 https://www.linkedin.com/in/ingo-hamm/
43 Minuten
ZUKUNFT … ein großes Wort, das viel umfasst und daher vermutlich auch gerne im Plural benutzt wird … also ZUKÜNFTE. Und in diesem Zusammenhang sprechen wir Menschen dann schnell über künstliche Intelligenz, neue Technologien, Wandel, Unsicherheit, Science Fiction. Und selten stellen wir uns dabei (so meine Wahrnehmung), die vermutlich viel entscheidenderen Fragen: • Sind wir eigentlich auf Zukünfte vorbereitet? • Was müssen wir Menschen können, um in einer Welt zu leben, die sich immer schneller verändert? • Und wer hilft uns dabei, diese Zukünfte nicht nur zu erahnen, sondern aktiv mitzugestalten? Darüber spreche ich heute mit Prof. Dr. Laura Bechthold. Sie beschäftigt sich mit den gesellschaftlichen Folgen von Technologie, mit Zukunftskompetenzen und mit der Frage, wie wir lernen können, mit Unsicherheit umzugehen. Ein Gespräch über Möglichkeiten, Verantwortung und die vielleicht wichtigste Fähigkeit unserer Zeit: Zukünfte denken zu können. Mit Laura, die als Zukunftsforscherin wirkt, geh ich dazu in den tieferen Austausch … Sie ist Professorin an der technischen Hochschule Ingolstadt und ihr liegt die Verbindung von Theorie und Praxis sehr am Herzen. In ihrer Arbeit konzentriert sie sich auf die gesellschaftlichen Auswirkungen neuer Technologien und untersucht, wie diese unsere Zukünfte prägen. Freuen Sie sich auf einen Austausch, der in Zukünfte blickt .. Herzlichst Ihre Claudia Lutschewitz Interessante Links zu Prof. Dr. Laura Bechthold: https://www.thi.de/personen/prof-dr-laura-bechthold/ https://laurabechthold.com/ https://www.linkedin.com/in/laurabechthold/ https://www.youtube.com/watch?v=VtlAOOzHO9Q https://www.speakers-for-future.de/redner/laura-bechthold/