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Episoden

55 Minuten
Stellen Sie sich vor, Sie haben alles erreicht. Sie sind ein international gefragter Psychiater, Ehrenmitglied des Weltpsychiatrieverbandes, ein feinsinniger Kunsthistoriker und erfolgreicher Autor. Doch als Ihre Eltern innerhalb weniger Tage sterben, spüren Sie keine tiefe Trauer, sondern eine überwältigende, fast schwindelerregende Erleichterung. Sie fühlen sich endlich... frei. So erging es meinem heutigen Podcast-Gast Dr. Dr. Hans-Otto Thomashoff. Und mehr noch, er sagt: „Ich bin Psychiater. Und ich bin ein Kind toxischer Eltern.“ Doch der Reihe nach … Was, wenn ein Teil von Ihnen gar nicht Ihnen gehört? Was, wenn Sie merken, dass Sie oft nicht frei sind, einfach so zu sein, wie Sie sind. Dass Sie bei Ihren Eltern oder auch bei anderen Gelegenheiten gehemmt sind oder in Muster verfallen, die Sie eigentlich gar nicht haben wollen. Sondern dies etwas ist, das Sie einmal gelernt haben, um in Ihrer Familie zurechtzukommen. Wir übernehmen von unseren Eltern nicht nur Augenfarbe, Gesten oder bestimmte Redewendungen. Wir übernehmen auch Rollen. Wir lernen, wann wir besser still sind. Wann wir funktionieren müssen. Wessen Gefühle wichtiger sind als unsere eigenen. Und manchmal lernen wir sogar, uns selbst nicht mehr zu vertrauen. Das Schwierige daran: Als Kind halten wir all das nicht für eine Strategie. Wir halten es für die Welt. Und dann werden wir erwachsen und nehmen diese Welt einfach mit. Dr. Hans-Otto Thomashoff sagt: „Du bist nicht deine Eltern.“ Er ist Psychiater, Psychoanalytiker und langjährig praktizierender Therapeut. In seinem neuen Buch, das den Titel trägt „Du bist nicht deine Eltern - Wie wir toxische Familien überwinden“ und das beim Ariston Verlag erschien, macht er etwas, das auch für einen erfahrenen Psychotherapeuten ungewöhnlich ist: Er blickt nicht nur professionell auf toxische Familien, sondern auf die eigene. Er erzählt von emotionaler Abhängigkeit, Schuldgefühlen, Machtspielen und von dem schwierigen Moment, in dem man erkennt: Die Liebe, auf die man vielleicht ein Leben lang gewartet hat, wird möglicherweise nie kommen. Aber genau darin kann, so Thomashoff, eine ungeheure Freiheit liegen. Im Podcast sprechen wir darüber, woran wir toxische Familiendynamiken erkennen, warum unser Körper manchmal früher Alarm schlägt als unser Verstand, warum „Vergeben“ nicht immer der Weg zur Heilung ist und wie man herausfinden kann, wer man selbst ist, wenn man ein Leben lang gelernt hat, jemand anderes zu sein. Und vielleicht geht es am Ende um eine der schwierigsten und zugleich befreiendsten Fragen überhaupt: Wie viel von dem Menschen, der ich heute bin, habe ich selbst gewählt und wie viel davon steckt mir noch in den Knochen, weil ich mich unterwerfen musste, um geliebt zu werden? Thomashoff schreibt in seinem Buch den (so finde ich) wichtigen Satz: „Zwei Dinge braucht der Mensch, um psychisch gesund heranzuwachsen: erstens eine sichere Bindung und zweitens Vorbilder die authentisch vorleben, wie das Leben geht.“ Herzlichst Ihre Claudia Lutschewitz Interessante Links: https://de.wikipedia.org/wiki/Hans-Otto_Thomashoff http://thomashoff.de/ https://www.penguin.de/buecher/hans-otto-thomashoff-du-bist-nicht-deine-eltern/paperback/9783424203363 https://www.kulturkaufhaus.de/de/detail/ISBN-9783424203363/Thomashoff-Hans-Otto/Du-bist-nicht-deine-Eltern https://www.thalia.de/shop/home/artikeldetails/A1045125278 Videos & Podcasts: https://www.youtube.com/watch?v=xKHRdC9uSZI https://www.google.com/search?sca_esv=98168529f87218c8&sxsrf=APpeQnumUTCrx_zBBN8sWrqmcLg-QrtXNg:1787658092571&udm=7&fbs=ABfTbFUyxjQn9bne4DuflY2dNqqKupTsDwp6RXwpQFJxPysO9IZ-OcP6xq64A4yNP8lBdpY7uuH_-rA_ws2tWImCOsZlYLrbl3Nznd1IdLeVhGR6K0thu65EBS1h-KV34iQMpjoNM8rVs2XtkX93TjQ8rZY1vnV9leaPQia1bOqGjHourHRsSECjVfQCZaw1AHBmSCBE_PXtGuCidlveGnvn9__F0s04mA&q=Thomashoff&sa=X&ved=2ahUKEwjdj9ms2buWAxW3Q_EDHTm0CV8QtKgLegQIGBAB&biw=1920&bih=945&dpr=1#fpstate=ive&vld=cid:b468e0d1,vid:JW9nOzEwGEQ,st:0 https://www.youtube.com/watch?v=qKurhuA4GiY
33 Minuten
Hand aufs Herz: Wann haben Sie das letzte Mal ein Konzertplakat gesehen und sich gedacht: „Keine Ahnung, wer dieser Geiger ist, aber da muss ich hin!“? Eben. Wahrscheinlich noch nie! Doch warum gehen manche Menschen begeistert ins Konzerthaus und andere, obwohl sie Musik lieben, nie? Liegt es am Programm? An den Preisen? Oder vielleicht an etwas ganz anderem? Mein heutiger Gast stellte und stellt genau diese Fragen und hat gemeinsam mit ihrem Team Antworten gefunden, die weit über das Kulturmanagement hinausgehen. Denn sie machten sich Gedanken über Werbung hinaus und dachten z.B. auch über Psychologie, Markenführung, Kulturvermittlung und den Wandel von Kulturinstitutionen nach. Mein heutiger Podcast-Gast ist Anne-Katrin Röhm. Sie verantwortet am Konzerthaus Dortmund die Bereiche strategisches Marketing, Kommunikation und Vertrieb und verbindet Markenstrategie, Marktforschung und Kulturvermittlung auf eine Weise, die in der deutschen Kulturlandschaft Maßstäbe setzt. Mit ihr darf ich darüber sprechen, warum klassische Werbung für Kultur oft an den Menschen vorbeigeht, weshalb Emotionen wichtiger sein können als Künstlernamen und wie eine starke Marke Menschen den Mut geben kann, Kultur neu zu entdecken. Freuen Sie sich auf ein Gespräch über Psychologie, Neugier, Markenführung und darüber, wie Kultur mehr Menschen erreichen kann, ohne sich selbst zu verbiegen. Also Ohren & Herz auf … Ihre Claudia Lutschewitz Interessante Links: https://www.konzerthaus-dortmund.de/de https://www.linkedin.com/in/anne-katrin-r%C3%B6hm/ https://www.konzerthaus-dortmund.de/de/team/ https://speakerinnen.org/de/profiles/8058
53 Minuten
Keine einfache Kost, … dieses Buch! Ein Buch, geschrieben für alle, die sich über die schwindende Zahl der Kirchgänger wundern, über die immer größere Menge der Kirchenaustritte, über die immer leerer werdenden Kirchen, mehr wissen wollen. Das autobiographische Werk von Dr. Michael Rasche liest sich wie eine Offenbarung: Zeigt doch die verlogenen und bestechlichen Macht-Strukturen sowie die Doppelmoral des Klerus auf. Das Nicht-Hinsehen-Wollen bei offenkundigen Missbrauchsfällen. Die Empathielosigkeit gegenüber den Opfern. Und dabei wirft der ehemalige Priester nicht mit Dreck. Seinem Buch gab Dr. Michael Rasche den Titel „Bekenntnisse: Auflösung eines katholischen Lebens“ und es ist sehr persönlich und reflektierend. Der ehemalige katholische Priester und Philosophieprofessor schildert seinen Weg in die Kirche, den Alltag als Geistlicher und den schrittweisen, aber konsequenten Ausstieg. Michael Rasche war u.a. als Seelsorger tätig, hat Sterbende begleitet und Kinder getauft und an der Universität hat er über die Kirche geforscht, gelesen und nachgedacht. Er wollte die Kirche tiefer verstehen, ihre Lehre, ihre Strukturen, ihre Menschen, ihre Krise. Doch je mehr er verstand, desto mehr löste sich das auf, woran er geglaubt hatte. Michael Rasche entschied sich schließlich, dieses katholische Leben hinter sich zu lassen und zu heiraten. In unserem Podcast-Gespräch tauchen wir zu seinem Leben & Buch in seine katholische Geschichte ein. Eine kurze Entdeckungsreise auch zum Inneren der Kirche … Ich wünsche Ihnen Kurzweil bei unserem Gespräch. Herzlichst Ihre Claudia Lutschewitz Interessante Links zu Michael Rasche: https://michaelrasche.eu/ https://michaelrasche.eu/michael-rasche/ https://michaelrasche.eu/michael-rasche/publikationen/bekenntnisse/ https://www.youtube.com/watch?v=CAHcouIWbI0 https://www.ku.de/ppf/fachgebiete-lehrstuehle/ppf/philosophie/team/ehemalige-teammitglieder/pd-dr-dr-michael-rasche https://ku-eichstaett.academia.edu/MichaelRasche https://www.linkedin.com/in/michael-rasche/?locale=en
44 Minuten
Stefan Maiwald: Autor & Podcaster und seit mehr als 20 Jahren mit Italien fest verbunden. Er lebt also dort, wo andere Urlaub machen: in Italien und mit ihm darf ich im Podcast-Gespräch einmal durch Italien, sein Leben und überhaupt … mäandern … Er schreibt u.a. Bücher über das Dolce Vita. Dabei nimmt er seine Leser dahin mit, wo der Espresso "Nero" heißt und der Cappuccino "Capo". Apropos, das Wasser zum Espresso trinken die Kenner übrigens zuerst, um den Gaumen für den Kaffee bereit zu machen. Und geschäftlich wird das Treffen in Italien auf einen Espresso einem langen und gemeinsamen Essen vorgezogen. Stefan trinkt den Kaffee am Morgen und den Aperitivo am Abend gerne bei Pino. … Dazu fällt mir auch sein Buch „Meine Bar in Italien – Warum uns der Süden glücklich macht„ ein – lesen Sie es, Sie werden es lieben! Und Stefan berichtet regelmäßig in "Feinschmecker", "Merian" und "Golf Magazin" von der Insel Grado über Triest bis nach Venedig. Und er liebt die Obere Adria … darüber berichtet er auch in seinem Podcast "Radio Adria". Außerdem wurde sein Blog "postausitalien.com" als bester Travel-Blog ausgezeichnet. Stefan schreibt auch historische Romane, humorvolle Sachbücher und kulinarische Reiseführer und in seinem aktuellen Buch "Espresso unter Sternen" zieht es ihn nach Triest, um tief in die italienische Seele zu blicken. Hier testet er, wie wir das eigene Leben ein wenig besser und glücklicher gestalten können … ich und meine Familie, wir lieben dieses Buch! Und am 1 Juni 2026 war die ARD bei ihm zu Gast … Ein „Sieben-Mann-Team“ (wobei Mann-Team nicht ganz stimmt ) rund um Regisseur Andreas Schlosser und Moderatorin Judith Rakers kam nach Grado. Erst gab es Kaffee am Hafen, dann ging es durch die Lagune und die Altstadt. Ein intensiver Tag, nach dem sich sowohl der Regisseur als auch die Moderatorin unsterblich in Grado verliebt haben. Doch nun ab ins Podcast-Gespräch mit Stefan … Herzlichst Ihre Claudia Lutschewitz Interessante Links: https://de.wikipedia.org/wiki/Stefan_Maiwald https://www.youtube.com/@stemaiwal https://radioadria.podigee.io/ https://www.piper.de/autoren/stefan-maiwald-7554 https://www.swr.de/swr1/leute/autor-stefan-maiwald-ueber-italien-100.html https://postausitalien.com/
1 Stunde 5 Minuten
Wir leben in einer Zeit, die viele als „Zeitenwende“ beschreiben. Eine Ära, in der der weltweite Friedensoptimismus der 1990er-Jahre einer massiven globalen Aufrüstungswelle gewichen ist. Angesichts einer komplexen „Poly-Krise“ aus Klimawandel, Hunger und Kriegen stehen wir vor der existenziellen Frage, ob wir als Menschheit fähig sind, mit unseren Differenzen konstruktiv umzugehen. Mein heutiger Gast ist einer der profiliertesten Konfliktforscher unserer Zeit, Prof. Dr. Dr. h.c. Friedrich Glasl. Schon sein Name „Friedrich“ war als Programm gedacht … Und bereits als Jugendlicher stellte er sich die Frage … „Wieso können Menschen sich das antun?“ Angesichts der besorgniserregenden Weltlage zeigt Friedrich Glasl in seinem aktuellen Buch, weshalb Aufrüstung, Abschreckung, Drohungen und Sanktionen weder Kriege verhindern noch nachhaltigen Frieden sichern können. Er analysiert systematisch, wie soziale Konflikte eskalieren und wie die Logik des Krieges von regressivem Denken und Affekten angetrieben wird. Und er kontrastiert damit die Logik des Friedens, die auf Selbststeuerung, Empathie und Kooperation setzt. Sein aktuelles Buch befasst er sich also mit einem Thema, das aktueller nicht sein könnte und es trägt den Titel: „Die Paradoxie des Wettrüstens – Zum Konfliktmanagement geopolitischer Krisen“. Sein zentraler Befund rüttelt an den Grundfesten moderner Sicherheitspolitik: Aufrüstung führt oft genau das herbei, was sie zu verhindern vorgibt. Sie schafft keine Sicherheit, sondern provoziert Eskalation. Wir sprechen darüber, warum politische Entscheider weltweit dem „Rüstungsreflex“ erliegen und wie die zerstörerische „Kriegslogik“ unser Denken und Fühlen bis hin in den Bereich der Künstlichen Intelligenz korrumpiert. Und wir sprechen auch darüber, warum klassische Sanktionen oft das Gegenteil dessen bewirken, was sie erreichen wollen und wie wir stattdessen lernen können, sogenannte „Windows of Opportunity“ – Fenster der Gelegenheit – für den Frieden zu erkennen und zu nutzen. Freuen Sie sich auf ein Gespräch über den Weg von einer reflexhaften Angstpolitik hin zu einer verantwortungsvollen Friedenslogik, die nicht den Sieg auf dem Schlachtfeld, sondern die Gewinnung des Friedens zum Ziel hat. Herzlichst Ihre Claudia Lutschewitz Interessante Links: https://www.geistesleben.de/Wissenschaft-und-Lebenskunst/Unternehmenskultur-soziales-Leben/Die-Paradoxie-des-Wettruestens.html https://www.amazon.de/Die-Paradoxie-Wettr%C3%BCstens-Konfliktmanagement-geopolitischer/dp/3772531482 https://www.rudolfsteinerbuchhandlung.de/Anthroposophie/Die-Paradoxie-des-Wettruestens::9993.html https://de.wikipedia.org/wiki/Friedrich_Glasl https://www.trigon.at/berater/friedrich-glasl/
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Über diesen Podcast

Ein Podcast für Politisches & Menschliches Meine Podcast-Gäste sind dazu eingeladen mit mir zu ihren aktuellen Büchern, Forschungsergebnissen, Podcasts oder Gedanken (u.a. zu den Themen Politik, Demokratie, politisches & gesellschaftliches Miteinander) in den Austausch zu gehen. Und meine Gäste sollen als Menschen zu ihrem Thema – ob nun Buch, Forschung, Podcast oder Gedanken & Ideen – näher vorgestellt werden. Es sollen Gedanken-Funken präsentiert & Anregungen zum Diskurs gezündet werden. ZIELE des Podcast sind: • aktuelle Bücher der und die AutorInnen & ihre Gedanken vorstellen • Informationen und Wissen aus der Wissenschaft anbieten • Impulse zur Reflektion & zum Perspektivwechsel weiterreichen Die Hörer-ZIELGRUPPE ist: Politik-Interessierte, Wähler/Innen, Bürger/Innen, Politiker/Innen, alle Menschen, die Interesse am politischen & gesellschaftlichen Miteinander haben und Veränderungen wünschen. Herzlichst Ihre Claudia Lutschewitz

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