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Die interessantesten Interviews aus dem Radioprogramm von SWR Aktuell finden Sie hier zum Nachhören. Die spannendsten Themen kurz auf dem Punkt gebracht im Podcast: Im Gespräch.
Beschreibung
vor 1 Monat
Wie viel guter Schlaf wert ist, merken wir meist, wenn er uns
fehlt. Im Alter wird er wichtiger. Halten unsere Träume uns also
geistig fit? Traumschlaf findet meist in der zweiten Nachthälfte
statt, erklärt Ingo Fietze im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderatorin
Ulrike Alex. Der Schlafforscher ist Professor an der Charité in
Berlin. Diese Schlafphase werde aber häufig durch kurzes Wachwerden
unterbrochen. Anfangs sei dies nicht so gravierend, erklärt.
Fietze. "Jetzt kommt aber die schlechte Nachricht: Je älter wir
werden, desto wichtiger wird tatsächlich diese Traumschlafphase und
damit auch ein geruhsamer, nächtlicher Schlaf im Alter", sagt der
Schlafforscher. Der Traumschlaf werde mit zunehmendem Alter
wichtiger, weil er die Neuroplastizität stärke, also die Bildung
neuer Synapsen im Gehirn. Regeneration im Schlaf Je nach
Schlafphase regeneriert unser Körper, sortiert Gefühle und
Erinnerungen oder stärkt unsere Lernleistung und Konzentration. Die
Schlafforschung hat gezeigt: Stabiler, ungestörter Schlaf wirkt
stärker auf Herz, Psyche und Wohlbefinden als bloße Stundenzahl.
Schlechter Schlaf ist ein echter Risikofaktor. Je nach Umfrage sagt
fast die Hälfte der Deutschen, dass sie regelmäßig schlecht oder
sehr schlecht schlafen. Schlafstörungen nehmen zu, vor allem bei
Jugendlichen. Gerade in dieser Gruppe führt das in einigen Fällen
zu emotionalen Problemen, Depressionen und ADHS-ähnlichen
Symptomen. Fester Schlafrhythmus hilft Ein möglichst fester
Schlafrhythmus, Bewegung und Tageslicht, abends dafür dann eine
dunkle, kühle und ruhige Schlafumgebung und keine aufregenden Reize
vor dem Zu-Bett-Gehen, etwa durch zu viel Bildschirmzeit – das sind
die äußeren Faktoren, die Schlafforscher, wie Ingo Fietze, für
gesunden Schlaf identifizieren konnten. Gleichzeitig gibt es eine
genetisch angelegte innere Uhr. Sie gibt den eigentlichen,
individuellen Takt vor. Schlafforschung hat noch viele offene
Fragen Natürlich gibt es in der Schlafforschung auch Bereiche, in
denen noch viele Fragen offen sind. Zum Beispiel die Nutzung der
"Snooze"-Taste. Viele Menschen drücken täglich den Knopf für die
Schlummer-Funktion. Ob, wann und wem das schadet, da zeigen sich
Studien bisher widersprüchlich. Außerdem ist etwa offen, warum
bestimmte Traumformen entstehen. Gleiches gilt für Phänomene, wie
das Schlafwandeln. Warum sind bestimmte Menschen für solche und
andere Schlafstörungen anfälliger, andere nicht? Das ist
beispielsweise noch nicht vollständig geklärt.
fehlt. Im Alter wird er wichtiger. Halten unsere Träume uns also
geistig fit? Traumschlaf findet meist in der zweiten Nachthälfte
statt, erklärt Ingo Fietze im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderatorin
Ulrike Alex. Der Schlafforscher ist Professor an der Charité in
Berlin. Diese Schlafphase werde aber häufig durch kurzes Wachwerden
unterbrochen. Anfangs sei dies nicht so gravierend, erklärt.
Fietze. "Jetzt kommt aber die schlechte Nachricht: Je älter wir
werden, desto wichtiger wird tatsächlich diese Traumschlafphase und
damit auch ein geruhsamer, nächtlicher Schlaf im Alter", sagt der
Schlafforscher. Der Traumschlaf werde mit zunehmendem Alter
wichtiger, weil er die Neuroplastizität stärke, also die Bildung
neuer Synapsen im Gehirn. Regeneration im Schlaf Je nach
Schlafphase regeneriert unser Körper, sortiert Gefühle und
Erinnerungen oder stärkt unsere Lernleistung und Konzentration. Die
Schlafforschung hat gezeigt: Stabiler, ungestörter Schlaf wirkt
stärker auf Herz, Psyche und Wohlbefinden als bloße Stundenzahl.
Schlechter Schlaf ist ein echter Risikofaktor. Je nach Umfrage sagt
fast die Hälfte der Deutschen, dass sie regelmäßig schlecht oder
sehr schlecht schlafen. Schlafstörungen nehmen zu, vor allem bei
Jugendlichen. Gerade in dieser Gruppe führt das in einigen Fällen
zu emotionalen Problemen, Depressionen und ADHS-ähnlichen
Symptomen. Fester Schlafrhythmus hilft Ein möglichst fester
Schlafrhythmus, Bewegung und Tageslicht, abends dafür dann eine
dunkle, kühle und ruhige Schlafumgebung und keine aufregenden Reize
vor dem Zu-Bett-Gehen, etwa durch zu viel Bildschirmzeit – das sind
die äußeren Faktoren, die Schlafforscher, wie Ingo Fietze, für
gesunden Schlaf identifizieren konnten. Gleichzeitig gibt es eine
genetisch angelegte innere Uhr. Sie gibt den eigentlichen,
individuellen Takt vor. Schlafforschung hat noch viele offene
Fragen Natürlich gibt es in der Schlafforschung auch Bereiche, in
denen noch viele Fragen offen sind. Zum Beispiel die Nutzung der
"Snooze"-Taste. Viele Menschen drücken täglich den Knopf für die
Schlummer-Funktion. Ob, wann und wem das schadet, da zeigen sich
Studien bisher widersprüchlich. Außerdem ist etwa offen, warum
bestimmte Traumformen entstehen. Gleiches gilt für Phänomene, wie
das Schlafwandeln. Warum sind bestimmte Menschen für solche und
andere Schlafstörungen anfälliger, andere nicht? Das ist
beispielsweise noch nicht vollständig geklärt.
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