Angst & Furcht: Wie negative Nachrichten unser Gehirn verändern
vor 2 Wochen
Felix Moese & Matthias Baum
Podcast
Podcaster
Beschreibung
vor 2 Wochen
„Angst ist ein evolutionär konserviertes Vorhersagesystem für
potenzielle Bedrohungen.“ Wir leben in einer Zeit, in der Angst für
viele Menschen zum Dauerzustand geworden ist. Kriege, Klimawandel,
wirtschaftliche Unsicherheit. Unser Gehirn ist ständig mit
potenziellen Bedrohungen konfrontiert – oft abstrakt, oft weit
entfernt, aber trotzdem wirksam. In dieser HEALTH NERDS Episode
spricht Podcast-Host Felix Moese mit Gesundheitswissenschaftler
Matthias Baum über die Biologie der Angst und darüber, warum sie
heute für viele Menschen belastender ist als je zuvor. Evolutionär
war Angst ein entscheidender Vorteil. Sie half uns, akute Gefahren
zu erkennen und schnell zu reagieren. Diese Form der Furcht ist
konkret, lösbar und endet, sobald die Bedrohung vorbei ist. Heute
kommt ein entscheidender Faktor hinzu: die permanente Verfügbarkeit
von Informationen. Während unsere Vorfahren nur mit den Gefahren
ihres unmittelbaren Umfelds konfrontiert waren, erreichen uns heute
rund um die Uhr Nachrichten aus der ganzen Welt. Konflikte, Krisen
und Katastrophen sind jederzeit abrufbar – oft in einer Dichte und
Frequenz, für die unser Gehirn nicht gemacht ist. Das Problem:
Unser Gehirn unterscheidet nicht zuverlässig zwischen einer realen,
unmittelbaren Bedrohung und einer Information darüber. Jede dieser
Informationen kann das gleiche Angstsystem aktivieren. Moderne
Angst funktioniert deshalb anders. Sie entsteht im Kopf, wird vom
präfrontalen Cortex vorweggenommen und aktiviert trotzdem die
gleichen Stressmechanismen im Körper. Der entscheidende
Unterschied: Die Bedrohung ist oft diffus und lässt sich nicht
direkt lösen. Das Ergebnis ist ein dauerhaft aktiviertes
Stresssystem. Mehr Cortisol, mehr Anspannung, mehr Unsicherheit.
Diese Form der Angst verändert nicht nur, wie wir uns fühlen,
sondern auch, wie wir denken und handeln. Unser Blick verengt sich,
komplexes Denken fällt schwerer, wir reagieren vorsichtiger,
emotionaler und oft auch misstrauischer. Im sozialen Kontext kann
das zu Polarisierung, Abgrenzung und einem „Wir gegen die“-Denken
führen. Ein zentraler Mechanismus dabei: Unser Gehirn ist nicht
dafür gemacht, dauerhaft mit ungelösten Bedrohungen konfrontiert zu
sein. Die entscheidende Frage ist deshalb nicht, wie wir Angst
vermeiden, sondern wie wir lernen, mit Unsicherheit umzugehen. Ein
zentraler Ansatz: Ambiguitätstoleranz. Die Fähigkeit, Unsicherheit
auszuhalten, unterschiedliche Perspektiven zuzulassen und das
eigene Denken flexibel zu halten. Was unterscheidet Angst von
Furcht? Warum fühlen wir uns heute oft unsicherer, obwohl wir
objektiv sicherer leben? Was passiert im Gehirn bei dauerhafter
Unsicherheit? Und welche Strategien helfen wirklich, um Angst
besser zu regulieren? HEALTH NERDS. Mensch, einfach erklärt. Spare
15% auf Deine erste Bestellung auf https://artgerecht.com mit dem
Code: HEALTHNERDS15 (im Warenkorb eingeben) Ein ALL EARS ON YOU
Original Podcast.
potenzielle Bedrohungen.“ Wir leben in einer Zeit, in der Angst für
viele Menschen zum Dauerzustand geworden ist. Kriege, Klimawandel,
wirtschaftliche Unsicherheit. Unser Gehirn ist ständig mit
potenziellen Bedrohungen konfrontiert – oft abstrakt, oft weit
entfernt, aber trotzdem wirksam. In dieser HEALTH NERDS Episode
spricht Podcast-Host Felix Moese mit Gesundheitswissenschaftler
Matthias Baum über die Biologie der Angst und darüber, warum sie
heute für viele Menschen belastender ist als je zuvor. Evolutionär
war Angst ein entscheidender Vorteil. Sie half uns, akute Gefahren
zu erkennen und schnell zu reagieren. Diese Form der Furcht ist
konkret, lösbar und endet, sobald die Bedrohung vorbei ist. Heute
kommt ein entscheidender Faktor hinzu: die permanente Verfügbarkeit
von Informationen. Während unsere Vorfahren nur mit den Gefahren
ihres unmittelbaren Umfelds konfrontiert waren, erreichen uns heute
rund um die Uhr Nachrichten aus der ganzen Welt. Konflikte, Krisen
und Katastrophen sind jederzeit abrufbar – oft in einer Dichte und
Frequenz, für die unser Gehirn nicht gemacht ist. Das Problem:
Unser Gehirn unterscheidet nicht zuverlässig zwischen einer realen,
unmittelbaren Bedrohung und einer Information darüber. Jede dieser
Informationen kann das gleiche Angstsystem aktivieren. Moderne
Angst funktioniert deshalb anders. Sie entsteht im Kopf, wird vom
präfrontalen Cortex vorweggenommen und aktiviert trotzdem die
gleichen Stressmechanismen im Körper. Der entscheidende
Unterschied: Die Bedrohung ist oft diffus und lässt sich nicht
direkt lösen. Das Ergebnis ist ein dauerhaft aktiviertes
Stresssystem. Mehr Cortisol, mehr Anspannung, mehr Unsicherheit.
Diese Form der Angst verändert nicht nur, wie wir uns fühlen,
sondern auch, wie wir denken und handeln. Unser Blick verengt sich,
komplexes Denken fällt schwerer, wir reagieren vorsichtiger,
emotionaler und oft auch misstrauischer. Im sozialen Kontext kann
das zu Polarisierung, Abgrenzung und einem „Wir gegen die“-Denken
führen. Ein zentraler Mechanismus dabei: Unser Gehirn ist nicht
dafür gemacht, dauerhaft mit ungelösten Bedrohungen konfrontiert zu
sein. Die entscheidende Frage ist deshalb nicht, wie wir Angst
vermeiden, sondern wie wir lernen, mit Unsicherheit umzugehen. Ein
zentraler Ansatz: Ambiguitätstoleranz. Die Fähigkeit, Unsicherheit
auszuhalten, unterschiedliche Perspektiven zuzulassen und das
eigene Denken flexibel zu halten. Was unterscheidet Angst von
Furcht? Warum fühlen wir uns heute oft unsicherer, obwohl wir
objektiv sicherer leben? Was passiert im Gehirn bei dauerhafter
Unsicherheit? Und welche Strategien helfen wirklich, um Angst
besser zu regulieren? HEALTH NERDS. Mensch, einfach erklärt. Spare
15% auf Deine erste Bestellung auf https://artgerecht.com mit dem
Code: HEALTHNERDS15 (im Warenkorb eingeben) Ein ALL EARS ON YOU
Original Podcast.
Weitere Episoden
18 Minuten
vor 3 Tagen
39 Minuten
vor 1 Woche
22 Minuten
vor 1 Woche
23 Minuten
vor 2 Wochen
Kommentare (0)
Melde Dich an, um einen Kommentar zu schreiben.