Warum ist unser Gesundheitssystem ungerecht, Mertcan Usluer? Der Gynäkologe und Influencer im Gespräch

Warum ist unser Gesundheitssystem ungerecht, Mertcan Usluer? Der Gynäkologe und Influencer im Gespräch

vor 2 Wochen
Jede Woche kommen im Podcast "Talk mit K" interessante Menschen aus Köln zu Wort.
1 Stunde 16 Minuten
Podcast
Podcaster

Beschreibung

vor 2 Wochen
Arzt, Aktivist, Influencer – und für viele besser bekannt als
"Gynäkollege" Dr. Mertci: In dieser Folge von "Talk mit K" ist
Mertcan Usluer zu Gast. Auf Instagram erreicht er mit seinen
Aufklärungsvideos hunderttausende Menschen, spricht über
Gynäkologie, gesellschaftliche Ungleichheiten und darüber, warum
Medizin alles andere als neutral ist. Er klärt niedrigschwellig
auf, übersetzt komplexe medizinische und gesellschaftliche Themen
verständlich – und erreicht damit Menschen, die sonst vielleicht
nie mit diesen Themen in Berührung kommen würden. Gleichzeitig ist
das Internet für ihn auch ein Schutzraum: ein Ort, an dem er
Missstände ansprechen kann, ohne sich im Klinikalltag permanent
angreifbar zu machen. Unser Gesundheitssystem sei noch immer stark
auf den männlichen Standardkörper ausgerichtet, sagt der
promovierte Mediziner im Gespräch mit Anne Burgmer. Die Folge?
Krankheiten werden bei Frauen oft später oder gar nicht erkannt –
mit teilweise lebensbedrohlichen Konsequenzen.Usluer will deshalb
nicht nur medizinisches Wissen vermitteln. Es geht ihm um
Machtstrukturen, um gesellschaftliche Prägungen – und um die Frage,
wer in der Medizin überhaupt gesehen wird. Er erklärt, warum
Diagnosen, Leitlinien und sogar technische Geräte bis heute von
rassistischen und patriarchalen Strukturen beeinflusst sind. Und
warum das dazu führt, dass manche Menschen schlechter behandelt
werden als andere – oft, ohne dass es den Behandelnden bewusst ist.
Gleichzeitig erzählt er sehr persönlich von seinem eigenen Weg: vom
Traum, Basketballprofi zu werden, über das Medizinstudium bis hin
zu Erfahrungen mit Rassismus im Klinikalltag. Er spricht über
Mobbing, über 24-Stunden-Dienste und über einen Punkt, an dem es
nicht mehr ging – bis hin zum Burnout. Und darüber, warum er sich
entschieden hat, das System nicht einfach hinzunehmen, sondern
öffentlich darüber zu sprechen.
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