Talk mit K - der Talk-Podcast des Kölner Stadt-Anzeiger

Talk mit K - der Talk-Podcast des Kölner Stadt-Anzeiger

0

Episoden

Warum ist es höchste Zeit für Tacheles, Nicole Staudinger?
02.04.2026
1 Minute
In dieser Folge "Talk mit K" des "Kölner Stadt-Anzeiger" spricht Podcast-Host Sarah Brasack mit der Bestseller-Autorin und Kommunikationstrainerin Nicole Staudinger, die mit ihrem neuen Buch "Time for Tacheles" ein Plädoyer für eine klare, respektvolle Streitkultur verfasst hat. Staudinger erzählt, warum sie sich eigentlich wünschte, dieses Buch nicht schreiben zu müssen – und weshalb sie es gerade deshalb für dringend nötig hält. Als Trainerin erlebt sie seit Jahren, wie der Ton im Alltag rauer wird, wie Unternehmen Diversity-Programme wieder einkassieren und wie gesellschaftliche Gräben, die während der Pandemie entstanden sind, nicht mehr schließen. Ihr Buch sei die Konsequenz eines wachsenden Unbehagens darüber, dass progressive Errungenschaften plötzlich fragil wirken und sich alte Machtmuster bemerkbar machen. Ein Erlebnis bei einer Preisverleihung wurde für sie zum Auslöser: Eine junge Moderatorin will einem älteren Sponsor das Mikro reichen, doch der sagt vor Publikum: „Das kannst du schön festhalten.“ Niemand reagiert. Für Staudinger war das ein Moment, der zeigte, wie schnell Respekt verrutscht – und wie wichtig es ist, die eigene Stimme zu benutzen. Tacheles reden heißt für sie jedoch nicht, andere bloßzustellen. Sondern mit innerer Klarheit und präzisen Fragen Grenzen zu setzen, ohne unnötig zu verletzen. Im Gespräch erklärt sie, warum wir nur dann gut und wirkungsvoll reden können, wenn wir wissen, wer wir sind und wofür wir stehen. Ein stabiles Selbstverständnis sei die Grundlage für jede Form von Klartext – ob im Meeting, in der Familie oder in der Schlange an der Supermarktkasse. Viele Frauen, sagt sie, seien großartig darin, zu vermitteln und anzupacken, aber weniger geübt darin, den eigenen Anspruch zu formulieren oder sich nicht reflexhaft zu rechtfertigen. Wie sehr Sprache von Selbstbild und Sozialisation geprägt ist, zeigt sie an alltäglichen Beispielen, die viele sofort erkennen: Die Frau, die als Erste zur Küchenrolle springt, die Ärztin, die jahrelang auf dem kleinen Hocker sitzt, während der Kollege den Chefsessel hat – oder die Kassiererin, die im Stress ihre Geduld verliert. Staudinger spricht auch über Macht, ein Wort, das bei vielen Frauen Unbehagen auslöst. Sie definiert es neu als Wirksamkeit: die Fähigkeit, Situationen zu beeinflussen, Missstände nicht schweigend hinzunehmen und im richtigen Moment Haltung zu zeigen. Das müssen keine großen Gesten sein; oft reiche schon ein Satz, der etwas verschiebt. Und sie erzählt, warum Empörung alleine nicht weiterhilft. Wut könne politisch wirksam werden, wie zuletzt die Bewegung rund um Colleen Fernandes gezeigt habe, aber reines sich-Aufregen führe nur in die Sackgasse. Staudingers Appell: Wir dürfen nicht warten, bis andere die Dinge geraderücken. Wer schweigt, überlässt das Spielfeld den Falschen.
Mehr
Kann René Wagner den 1. FC Köln vor einem erneuten Abstieg bewahren, Lars Werner? Der FC-Reporter im Gespräch
26.03.2026
37 Minuten
Beim 1. FC Köln ist wieder einmal alles in Bewegung: Nach dem 3:3 im Derby gegen Borussia Mönchengladbach hat sich der Verein von Cheftrainer Lukas Kwasniok getrennt. In „Talk mit K“ spricht Anne Burgmer mit FC-Reporter Lars Werner darüber, warum dieser Schritt aus Sicht des Vereins kaum noch zu vermeiden war. Neben der schwachen Bilanz mit nur zwei Siegen in 18 Spielen geht es auch um die Frage, warum aus der anfänglichen Aufbruchstimmung unter Kwasniok schleichend eine Krise wurde. Außerdem analysiert der FC-Experte, ob der neue Cheftrainer mit seiner eher ruhigen und klaren Art die Wende schaffen kann. Werner erklärt, was ein Trainerwechsel in dieser Saisonphase überhaupt noch bewirken kann, warum die Fans für den FC zum entscheidenden Faktor werden könnten und weshalb er trotz aller Unruhe weiter an den Klassenerhalt glaubt.
Mehr
Warum ist unser Gesundheitssystem ungerecht, Mertcan Usluer? Der Gynäkologe und Influencer im Gespräch
19.03.2026
1 Stunde 16 Minuten
Arzt, Aktivist, Influencer – und für viele besser bekannt als "Gynäkollege" Dr. Mertci: In dieser Folge von "Talk mit K" ist Mertcan Usluer zu Gast. Auf Instagram erreicht er mit seinen Aufklärungsvideos hunderttausende Menschen, spricht über Gynäkologie, gesellschaftliche Ungleichheiten und darüber, warum Medizin alles andere als neutral ist. Er klärt niedrigschwellig auf, übersetzt komplexe medizinische und gesellschaftliche Themen verständlich – und erreicht damit Menschen, die sonst vielleicht nie mit diesen Themen in Berührung kommen würden. Gleichzeitig ist das Internet für ihn auch ein Schutzraum: ein Ort, an dem er Missstände ansprechen kann, ohne sich im Klinikalltag permanent angreifbar zu machen. Unser Gesundheitssystem sei noch immer stark auf den männlichen Standardkörper ausgerichtet, sagt der promovierte Mediziner im Gespräch mit Anne Burgmer. Die Folge? Krankheiten werden bei Frauen oft später oder gar nicht erkannt – mit teilweise lebensbedrohlichen Konsequenzen.Usluer will deshalb nicht nur medizinisches Wissen vermitteln. Es geht ihm um Machtstrukturen, um gesellschaftliche Prägungen – und um die Frage, wer in der Medizin überhaupt gesehen wird. Er erklärt, warum Diagnosen, Leitlinien und sogar technische Geräte bis heute von rassistischen und patriarchalen Strukturen beeinflusst sind. Und warum das dazu führt, dass manche Menschen schlechter behandelt werden als andere – oft, ohne dass es den Behandelnden bewusst ist. Gleichzeitig erzählt er sehr persönlich von seinem eigenen Weg: vom Traum, Basketballprofi zu werden, über das Medizinstudium bis hin zu Erfahrungen mit Rassismus im Klinikalltag. Er spricht über Mobbing, über 24-Stunden-Dienste und über einen Punkt, an dem es nicht mehr ging – bis hin zum Burnout. Und darüber, warum er sich entschieden hat, das System nicht einfach hinzunehmen, sondern öffentlich darüber zu sprechen.
Mehr
Was macht Dir in diesen Zeiten Hoffnung, Jojo Berger? Der Sänger von Querbeat im Gespräch
12.03.2026
1 Stunde 4 Minuten
Die Kölner Band Querbeat spielt im Juni 2027 im Rheinenergie-Stadion in Müngersdorf. Im Podcast "Talk mit K" des "Kölner Stadt-Anzeiger" erzählt Querbeat-Sänger Jojo Berger, welche Pläne die Band fürs Stadion hat und wie er angesichts der Größenordnung von 42.000 Zuschauern über das finanzielle Risiko nachdenkt. "Wir gehen da sehr mit dem Kölner Motto, dass es am Ende schon immer gut ausgeht." Außerdem geht es im Gespräch darum, warum Querbeat ihr "Randale und Hurra"-Festival in der Bonner Rheinaue nicht mehr veranstalten und worauf sich Fans in diesem Jahr stattdessen freuen können. Außerdem geht es um das, was ihm Hoffnung macht in diesen Krisenzeiten. "Wir sind ja hier sehr, sehr privilegiert, vor allem in dieser Stadt", sagt Berger im Gespräch mit Sarah Brasack, stellvertretende Chefredakteurin des Kölner Stadt-Anzeiger. In Köln leben wir in der Sahnetorte Deutschlands, habe ihm der iranischstämmige Taxifahrer auf dem Weg ins Podcast-Studio erzählt. "Wenn jemand in Köln als Mensch mit migrantischem Hintergrund so etwas sagt und sich so wohl fühlt hier, finde ich das auch einen total schönen Moment."
Mehr
Warum wird das Genre Musical in Deutschland von vielen belächelt, Vera Bolten? Die Sängerin im Gespräch.
05.03.2026
1 Stunde 6 Minuten
Musicaldarstellerin Vera Bolten stand schon auf vielen Bühnen in Köln und ganz Deutschland. Für die Hauptrolle in "We will rock you" zog sie vor mehr als 20 Jahren nach Köln. Im Podcast "Talk mit K" spricht sie mit Anne Burgmer über ihre Ausbildung und die Herausforderungen ihres Berufs. Dass das Genre Musical in Deutschland von vielen belächelt wird, ärgert die Sängerin. Aktuell ist sie im Erfolgsmusical „Himmel und Kölle“ im Volkstheater zu sehen. Im Podcast erzählt sie, was die Produktion ausmacht, wie sich der Theateralltag anfühlt, warum es über Köln so viel zu sagen gibt und was es bedeutet, eine Rolle über viele Vorstellungen hinweg lebendig zu halten. Gleichzeitig richtet sich der Blick nach vorn: Vera Bolten spricht über ihr neues Musical-Projekt „Die Weiße Rose“ und darüber, warum sie diese Geschichte mit ihrem Mann Alex Melcher unbedingt auf die Bühne bringen wollte. Im Sommer gibt es das Musical im Rahmen des Sommerfestivals in der Kölner Philharmonie zu sehen.
Mehr

Über diesen Podcast

Im Podcast „Talk mit K“ interviewt Sarah Brasack, stellvertretende Chefredakteurin des „Kölner Stadt-Anzeiger“ jede Woche höchst unterschiedliche Menschen aus Köln, Männer wie Frauen. Manche von ihnen sind prominent, andere in der Öffentlichkeit weniger bekannt: Interessant aber sind sie alle. In dem Gesprächs-Podcast geht es um Kunst, Kultur, Gastronomie, Wissenschaft, Philosophie und Sport. Und natürlich geht es immer auch um die wichtigste Stadt der Welt: Köln. All unsere Podcasts finden Sie unter ksta.de/podcast Das ganze Angebot von KStA PLUS jetzt kennenlernen: ksta.de/pluspodcast
15
15
Close