Revolution und Exil: Die 1848er in Deutschland und Amerika

Revolution und Exil: Die 1848er in Deutschland und Amerika

1 Stunde 33 Minuten

Beschreibung

vor 1 Tag

Eine war eine Matinee der besonderen Art: engagiert, literarisch,
musikalisch, lehrreich, unterhaltsam.


Wir hatten die Bestsellerautoren Tanja Kinkel und Jörg Bongzu
Gast. Beide haben in ihren jüngsten Werken und Projekten die
Revolution von 1848 und die vielen spannenden Geschichten, die
sie erzählt, für sich entdeckt. Warum werden gründlich
recherchierte historische Romane und (digitale)publizistische
Projekte als Bausteine einer demokratischen Erinnerungskultur
immer wichtiger? Darüber kamen wir ins Gespräch, und natürlich
auch über »1848« selbst.


Denn auch wenn sie scheiterten: Die Revolution von 1848/​49und
die Nationalversammlung und Verfassung der Paulskirche waren der
wichtigste Schritt hin zur Einheit in Freiheit für Deutschland im
19. Jahrhundert. Viele ihrer internationalen Bezüge sind heute
aber wenig bekannt: etwa, dass vieleder demokratisch Engagierten
nach dem Scheitern der Revolution Deutschland verließen.
Skandinavien, die Schweiz und Frankreich waren naheliegende
Ziele, das wichtigste aber waren die USA, wo viele der »48ers«
eine zweite Karriere inPolitik, Wirtschaft, Wissenschaft und
Gesellschaft machten.Demokratiegeschichte ist also sehr oft auch
Migrationsgeschichte, und umgekehrt.


Musik:
Für musikalische Begleitung unserer revolutionär-literarischen
Matinee sorgten Michael Zacchcial, Sänger der
»Grenzgänger«, und der Akkordeon-Virtuose Felix
Kroll. Gemeinsam gaben sie beeindruckende Revolutions- und
Emigrantenlieder ausdem 19. Jahrhundert zum Besten – abgerundet
durch eine ganz besondere Interpretation der Ode an die Freude.


Unsere Gäste:



Tanja Kinkel ist eine der erfolgreichsten
Autorin historischer Romane in Deutschland. In ihrem jüngsten
Buch »Im Wind der Freiheit« erweckt sie historische Figuren von
1848 wie Louise Otto, Amalie Struve oder Robert Blum zu
literarischem Leben. Aus weiblicher Perspektive erzählt, liegt
auch hier ein selten gewagter Blick auf die Revolution an,
nämlich der der Frauen.


Dr. Jörg Bong ist Publizist, Verleger,
Herausgeber und Vielen vielleicht eher als »Jean-Luc Bannalec«
und Autor der Bretagne-Krimis mit Kommissar Georges Dupin
bekannt. Als Sachbuchautor machte er seinen echten Namen etwa
mit dem Spiegel-Bestseller »Die Flamme der Freiheit. Die
deutsche Revolution 1848/​1849« bekannt. Anfang 2025 ging sein
online-Projekt demokratisches-deutschland.de als »Archiv der
deutschen Demokratinnen und Demokraten« ans Netz.



Moderation:



Dr. Kai-Michael Sprenger ist Direktor der
Stiftung Orte der deutschen Demokratiegeschichte, mit der wir
die Veranstaltung gemeinsam organisiert haben.



Foto: Jana Groß, instagram.com/tschanina22/
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