Mega-Baustelle am White House: Trumps 400-Millionen-Dollar-Projekt (mit Bastian Brauns)

Mega-Baustelle am White House: Trumps 400-Millionen-Dollar-Projekt (mit Bastian Brauns)

Angela van Brakel / ALL EARS ON YOU
43 Minuten

Beschreibung

vor 2 Tagen
In dieser Spezialfolge zeigen wir nicht nur, was sich im
Machtzentrum, sondern auch rund um das Weiße Haus verändert. Eine
riesige Baustelle und ein zusätzlicher Sicherheitszaun prägen
derzeit das Bild. Zusätzlich zum bereits bekannten Zaun – vier
Meter hoch und oben so spitz, dass er kaum zu überwinden ist.
Sobald jemand den White-House-fense berührt, wird Alarm ausgelöst.
Diese Technologie hat allerdings ihren Preis: Allein der Zaun hat
rund 64 Millionen Dollar gekostet. Das Gebäude selbst gehört zu den
am besten geschützten der Welt. Das gesamte Areal ist eine
Hochsicherheitszone. Überall sind Polizei und Secret Service im
Einsatz, auf den Dächern stehen Scharfschützen. Diese speziell
ausgebildeten Sniper gehören zu den besten weltweit. Jeden Monat
müssen sie eine harte Prüfung bestehen: Aus 900 Metern Entfernung
ein Ziel exakt treffen. Wer daneben schießt, ist raus. Auch die
riesigen Fensterscheiben sind besonders: Sie bestehen aus sieben
Zentimeter dickem Panzerglas. Sie können nicht zersplittern –
selbst bei heftigem Beschuss oder Raketenangriffen. Die Südseite,
auch „South Portico“ genannt, ist die berühmtere Seite des Gebäudes
und oft auf Fotos zu sehen - übrigens auch auf meinem
Podcast-Cover. Dahinter steht das Washington Monument: dieser große
Obelisk, der an den ersten Präsidenten George Washington erinnert.
Er ist übrigens der einzige Präsident, der nie im Weißen Haus
gelebt hat – weil er ein Jahr vor der Fertigstellung des Gebäudes
starb. Davor liegt eine riesige Grünfläche, der sogenannte South
Lawn. Er wird häufig für militärische Ehrenzeremonien und den
Empfang ausländischer Staats- und Regierungschefs genutzt – mit
viel Protokoll und großem Zeremoniell. Außerdem befindet sich hier
der Hubschrauberlandeplatz für Marine One. Während der Präsident
mit dem Auto auf der anderen Seite des Gebäudes vorfährt, landet er
hier per Hubschrauber. Auch das berühmte White House Easter Egg
Roll, das Ostereierrollen, findet hier statt. Zum Gelände gehören
außerdem ein Swimmingpool, ein Tennisplatz, eine Kegelbahn und ein
Basketballfeld. Neu seit Donald Trump: angeblich auch ein Solarium.
Im Keller gibt es sogar eine eigene Zahnarztpraxis – schließlich
kann auch ein Präsident einmal Zahnschmerzen bekommen. Nicht weit
entfernt befindet sich außerdem der Sicherheitsbunker für den
Ernstfall. Das sogenannte Presidential Emergency Operations Center
wurde unter anderem am 11. September 2001 von der amerikanischen
Führungsriege genutzt. Nicht zu verwechseln mit dem Situation Room
– dem Lagezentrum für militärische Operationen. In dieser Folge von
THE WILD HOUSE meldet sich Host Angela van Brakel direkt von
der 1600 Pennsylvania Avenue. Gemeinsam mit dem langjährigen
US-Korrespondenten Bastian Brauns geht sie einmal rund um das Weiße
Haus. Sie verraten unter anderem, seit wann das Gebäude eigentlich
„The White House“ heißt, warum die Farbe des Anstrichs aus
Deutschland kommt, wie das Tunnelsystem unter dem Gebäude aussieht
und wohin es führt. Und auch, welcher Präsident Kühe und sogar
Krokodile als Haustiere hielt. Im Zentrum stehen jedoch größere
Fragen: Wie weit darf ein Präsident ein historisches Gebäude
verändern? Welche Rolle spielen Symbolik und Architektur für
politische Macht? Und was sagt es über eine Präsidentschaft aus,
wenn selbst das berühmteste Haus der Welt zum Ausdruck eines
persönlichen Stils wird? Bastian Brauns ist USA-Korrespondent von
t-online und berichtet seit 2021 aus Washington, D.C. über das
Weiße Haus, den Kongress und den Supreme Court. Zuvor leitete er
beim Magazin Cicero von 2017 bis 2021 das Wirtschaftsressort
„Kapital“. Außerdem arbeitete er als Wirtschaftsredakteur bei ZEIT
Online. Seine journalistische Ausbildung absolvierte er an der
Henri-Nannen-Schule
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