Unverwundbar? Trumps Psyche nach Attentat und Angriffen (mit Prof. Dr. Borwin Bandelow)

Unverwundbar? Trumps Psyche nach Attentat und Angriffen (mit Prof. Dr. Borwin Bandelow)

vor 1 Tag
Angela van Brakel / ALL EARS ON YOU
21 Minuten
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Beschreibung

vor 1 Tag
Ein Attentat verändert jeden Menschen. Die Frage ist nur: Was sieht
man davon – und was bleibt im Verborgenen. Beim traditionellen
Korrespondenten-Dinner in Washington fallen plötzlich Schüsse.
Donald Trump ist im Saal, seine Sicherheitskräfte greifen sofort
ein. Es ist nicht der erste Vorfall. Butler, Pennsylvania, Juli
2024: Eine Kugel streift ihn am Ohr – nur wenige Millimeter
entscheiden über Leben und Tod. Sekunden später steht Trump wieder
auf, blutverschmiert, reckt die Faust in den Himmel. Ein Bild, das
um die Welt geht. Danach weitere Zwischenfälle. Ein vereitelter
Anschlagsversuch in Mar-a-Lago. Und jetzt Washington. Nach außen
wirkt Trump unerschütterlich. Stark. Kontrolliert. Fast
unverwundbar. Doch was passiert wirklich im Kopf eines Menschen,
der immer wieder Ziel von Gewalt wird? In dieser Folge von THE WILD
HOUSE spricht Journalistin Angela van Brakel mit dem renommierten
Psychiater und Neurologen Prof. Dr. Borwin Bandelow. Seine
Einschätzung: Solche Situationen hinterlassen Spuren – aber oft
anders, als man denkt. Wer eine lebensbedrohliche Gefahr übersteht,
erlebt nicht nur Angst, sondern auch ein starkes Gefühl von
Kontrolle, manchmal sogar Euphorie. Ein Schutzmechanismus des
Gehirns. Bei Trump kommt eine Persönlichkeit hinzu, die dieses
Muster verstärkt. Bandelow beschreibt ihn als ausgeprägten
Narzissten – jemanden, der solche Momente nicht als Warnsignal
begreift, sondern als Bestätigung. „Ihr könnt es versuchen – aber
ihr schafft es nicht.“ Die Folge: kein Rückzug, keine Vorsicht,
sondern ein wachsendes Gefühl von Unverwundbarkeit. Ein „Jetzt erst
recht“. Hinzu kommt, was Bandelow ein „Teflon-Gehirn“ nennt:
Kritik, Niederlagen, selbst lebensbedrohliche Situationen prallen
ab. Trump verarbeitet sie nicht als Zweifel, sondern als Antrieb.
Das kann stabilisieren – aber auch riskant werden. Auch die Debatte
über Demenz oder kognitive Ausfälle des Präsidenten ordnet der
Experte klar ein: Viele vermeintliche Versprecher seien keine
Schwäche, sondern Inszenierung. Eine Demonstration von Macht – nach
dem Prinzip: Details sind zweitrangig, entscheidend ist Kontrolle.
THE WILD HOUSE – Das neue Amerika verstehen. – Ein ALL EARS ON YOU
Original Podcast.
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