Podcaster
Episoden
05.02.2026
29 Minuten
Der Super Bowl ist mehr als das größte Sportereignis der USA. Er
ist nationales Ritual, Popkultur und Bühne zugleich und längst auch
ein Ort politischer Symbolik. Vor einem Jahr schrieb Donald Trump
dort Geschichte, als erster amtierender US-Präsident bei einem
NFL-Finale im Stadion. Beim diesjährigen Super Bowl in Santa Clara,
unweit von San Francisco, fehlt er. Ausgerechnet dort, wo
Aufmerksamkeit, Bilder und Öffentlichkeit sonst perfekt
zusammenspielen, verzichtet er auf den Auftritt. In dieser
Spezialfolge von THE WILD HOUSE spricht Podcast-Host Angela van
Brakel mit Gregor Teicher, Sky-Moderator, der seit Jahren direkt
vor Ort berichtet, darüber, was Trumps fernbleiben vom
Sportereignis des Jahres bedeutet. Begründet wird es mit der
Entfernung. Doch in einem politischen Umfeld, in dem öffentliche
Auftritte gezielt kalkuliert werden, wirkt diese Erklärung
unvollständig. Ein anderer Ansatz: Kalifornien gilt als schwieriges
Terrain, San Francisco als Ort, an dem politische Zustimmung nicht
selbstverständlich ist. Der Super Bowl ist kein kontrollierter
Raum. Reaktionen im Stadion lassen sich ebenso wenig steuern wie
die Bilder, die bleiben. Brisant: Schon im Vorfeld kritisierte
Donald Trump die Halbzeit-Show. Der Auftritt von Bad Bunny, dem
ersten Künstler, der beim Super Bowl ausschließlich auf Spanisch
singt, wird in konservativen Kreisen als Provokation gelesen. Auch
deshalb wird das Finale erneut zum Spiegel eines gespaltenen
Landes. Angela van Brakel und Gregor Teicher blicken in dieser
Folge auch zurück: auf Präsidenten, die den Super Bowl bewusst
unpolitisch inszenierten, ihn in der privaten Residenz des Weißen
Hauses schauten - mit Gästen beider Parteien, Chili, Bier und
Kommentaren wie bei einer privaten Watchparty. Und auf andere, die
daraus große Empfänge machten. Rund um diese Super-Bowl-Abende
ranken sich bis heute Mythen und Legenden: Welcher Präsident
kommentierte Spiele, als wäre er selbst Moderator? Wer soll einmal
den falschen Spielstand an die Nation verkündet haben? Und wollte
wirklich ein Präsident eine ganze Mannschaft kaufen? THE WILD HOUSE
– Das neue Amerika verstehen. Ein ALL EARS ON YOU Original Podcast.
Mehr
03.02.2026
30 Minuten
Die ganze Welt fragt sich: Tut er es oder tut er es nicht? Gibt
Donald Trump den Befehl? Greifen die USA den Iran an, oder endet
alles in einem „Deal“? Der US-Präsident zögert. Hinter den Kulissen
jedoch werden bereits konkrete Szenarien durchgespielt und seit
Tagen verlegen die USA Kriegsgerät in den Nahen Osten:
Flugzeugträger, Kriegsschiffe, Kampfjets, Munition. In dieser Folge
von THE WILD HOUSE analysiert Angela van Brakel, wie Donald Trump
Entscheidungen trifft, wer ihn dabei berät - und wie viel
strategisches Kalkül hinter der Eskalation steckt. Zu Gast ist
Julius van de Laar, einer der bekanntesten deutschen Kampagnen- und
Strategieberater für US-Politik und ehemaliger Wahlkampfstratege
von Barack Obama. Gemeinsam rekonstruieren sie die
Entscheidungswege im Machtzentrum der USA: vom mobilen Situation
Room über das Pentagon bis in den engsten Kreis um den Präsidenten.
Im Fokus steht dabei Marco Rubio, zugleich Außenminister und
National Security Advisor - und damit eine der einflussreichsten
Figuren in Trumps Sicherheitsarchitektur. Angela van Brakel bringt
auch in dieser Folge Stimmen von der Straße mit - diesmal aus Rhode
Island, dem kleinsten Bundesstaat der USA. Dabei zeigt sich:
Außenpolitik wird unmittelbar mit Alltagsfragen verknüpft. Preise,
Mieten, wirtschaftlicher Druck. Große geopolitische Entscheidungen
treffen auf eine Gesellschaft, die innenpolitisch unter Spannung
steht. Parallel zur Iran-Frage rückt eine zweite Front in den
Fokus: neue Veröffentlichungen im Epstein-Fall. Millionen Seiten an
Dokumenten rund um den Sexualstraftäter werden öffentlich, darunter
neue E-Mails und neue Verbindungen. Auch der Name Donald Trump
taucht wieder auf, 1000 Mal. Julius van de Laar ordnet ein, wie
sich die Beweislage verdichtet, warum Unterstützer aus dem eigenen
Lager abspringen und weshalb selbst Teile der MAGA-Basis beginnen,
Loyalität zu hinterfragen. THE WILD HOUSE – Das neue Amerika
verstehen. Ein ALL EARS ON YOU Original Podcast.
Mehr
27.01.2026
25 Minuten
Boston im Ausnahmezustand: Historische Kälte, Notfallwarnungen,
Stromausfälle - und ein politisches Klima, das sich weiter
zuspitzt. In dieser Folge von THE WILD HOUSE berichtet Angela von
Brakel aus dem Nordosten der USA und analysiert, wie staatliche
Macht im Amerika von Donald Trump neu ausgeübt wird. Gemeinsam mit
ihrem Gast Dr. Claus Hecking, Boston-Korrespondent des Spiegel,
trifft sie sich an der Harvard University. Kaum eine Institution
steht so sehr für Exzellenz-wissenschaft, internationale Vernetzung
und freies Denken - und kaum eine ist der Trump-Regierung ein
größerer Dorn im Auge. Mit der Drohung, Milliarden an Bundesmitteln
zu streichen und Visa für internationale Studierende
einzuschränken, setzt der Präsident eine der renommiertesten
Universitäten des Landes unter politischen Druck. Der Konflikt
folgt einer bekannten Logik: Universitäten gelten als Orte
potenziellen Widerstands. Harvard wehrt sich juristisch und
finanziell - doch der Fall wirft eine grundsätzliche Frage auf: Wie
unabhängig können Institutionen bleiben, wenn staatliche Macht
offenbar gezielt zur Durchsetzung politischer Loyalität eingesetzt
wird? Von Boston führt der Blick nach Minneapolis. Nach tödlichen
Schüssen bei einer Razzia der Einwanderungsbehörde ICE protestieren
Menschen gegen das Vorgehen der Bundesbehörden - trotz extremer
Minusgrade. Videoanalysten widersprechen der offiziellen
Darstellung, das Opfer habe eine unmittelbare Gefahr dargestellt.
ICE-Razzien konzentrieren sich zunehmend auf demokratisch regierte
Städte. Offiziell geht es um Sicherheit. Kritiker sehen darin den
Versuch, Abschiebezahlen um jeden Preis zu steigern und gezielt
Angst zu erzeugen. Auch der Umgang mit der Gesundheit des
Präsidenten folgt dieser Logik. Informationen werden oft
kontrolliert, oder gar nicht erst veröffentlicht. Neue blaue
Flecken an der Hand von Donald Trump sorgen für Spekulationen und
Debatten darüber, warum das zum politischen Problem werden könnte.
THE WILD HOUSE - Das neue Amerika verstehen. Ein ALL EARS ON YOU
Original Podcast.
Mehr
20.01.2026
33 Minuten
Ein Jahr ist Donald Trump 2.0 im Amt – und kaum ein Präsident hat
in so kurzer Zeit so viel politische Unruhe erzeugt. Mehr Executive
Orders als in seiner gesamten ersten Amtszeit, offene Drohungen
gegen Iran, Grönland, Kuba und Kolumbien, neue Zölle als
Machtinstrument. In dieser Folge von THE WILD HOUSE zieht Angela
van Brakel eine Zwischenbilanz nach 365 Tagen Trump zurück im
Weißen Haus. Annett Meiritz, die Donald Trump seit über zehn Jahren
– über beide Amtszeiten hinweg – journalistisch begleitet, erklärt,
warum seine zweite Amtszeit kein Chaos mehr ist, sondern „Chaos mit
System“: maximale Störung, permanente Aufmerksamkeit, gezielte
Spaltung. Die Folge blickt hinter die Kulissen einer
Präsidentschaft, die weniger auf Prozesse als auf maximale Wirkung
setzt: überraschende Auftritte, politische Entscheidungen ohne
schriftliche Unterlagen, Zahlen auf Plakaten statt Pressebriefings.
Im Zentrum steht Trumps bevorzugtes Machtinstrument: Zölle. Was
früher wirtschaftliches Druckmittel war, wird nun zum politischen
Hebel gegen Verbündete. Die Episode zeigt, warum diese Strategie
ein völlig anderes Kaliber hat als in Trumps erster Amtszeit – und
weshalb sie Europa und Deutschland besonders trifft. Annett Meiritz
erklärt, warum Trumps zweite Amtszeit kein Chaos mehr ist, sondern
„Chaos mit System“: maximale Störung, permanente Aufmerksamkeit,
gezielte Spaltung. Politik wird zur Inszenierung, Loyalität zur
wichtigsten Währung. Kritik verzeiht Trump – Illoyalität nie. Die
Folge spricht auch über Angst als politischen Faktor: Angst in den
Institutionen, Angst bei Handelspartnern, Angst in der
amerikanischen Gesellschaft. Viele Menschen fühlen sich müde,
überfordert, ziehen sich aus politischen Debatten zurück. Genau
das, so die Analyse, ist Teil der Strategie. Ein weiterer
Schwerpunkt: Außenpolitik ohne Tabus. Militärische Drohungen,
Expansionsideen, wirtschaftlicher Druck statt klassischer
Diplomatie. Die Episode erklärt, warum ein offener Angriff nicht
das einzige Risiko ist – und wie Staaten auch ohne Truppen
dauerhaft abhängig gemacht werden können. Zum Abschluss richtet die
Folge den Blick nach vorn: auf die Midterm-Wahlen, auf
wirtschaftliche Risiken, auf steigende Preise – und auf die
zentrale Frage, ob Donald Trump 2.0 berechenbarer oder gefährlicher
ist als je zuvor. Die Antwort ist unbequem: beides. Eine Folge über
Macht, Angst, Inszenierung – und über einen Präsidenten, den
derzeit niemand stoppt. THE WILD HOUSE – Das neue Amerika
verstehen. Ein ALL EARS ON YOU Original Podcast.
Mehr
13.01.2026
38 Minuten
Make America Bigger Again – Donald Trump denkt größer als je zuvor.
Größer als Verträge, größer als Bündnisse – und größer als bislang
unverrückbare Grenzen. In dieser Folge von THE WILD HOUSE
analysiert Angela van Brakel, warum der US-Präsident ausgerechnet
Grönland ins Zentrum seiner neuen Machtpolitik rückt – und was ihn
dabei antreibt. Ausgangspunkt ist ein bemerkenswertes Interview
Trumps mit der New York Times, das zu den zentralen Gesprächen
seiner zweiten Amtszeit zählt. Selten hat der Präsident seine
geopolitischen Vorstellungen so offen formuliert – und so
unmissverständlich klargemacht, dass aus seiner Sicht allein sein
eigener Kopf die Grenze seines Handelns ist. Völkerrecht, so Trump,
brauche er dafür nicht. Was zunächst wie Provokation wirkt, folgt
einer strategischen Logik. Grönland liegt zwischen New York und
Moskau, ist reich an Rohstoffen und gewinnt im geopolitischen
Wettlauf mit Russland und China massiv an Bedeutung. Militärische
Optionen schließt Trump öffentlich nicht aus. Die entscheidende
Frage lautet daher nicht nur, warum er Grönland will – sondern wer
diese Agenda formt. Denn im Hintergrund wirkt ein Mann, der selten
selbst auftritt, aber enormen Einfluss besitzt: Peter Thiel.
PayPal-Mitgründer, Palantir-Investor, ideologischer Vordenker einer
radikalen Tech-Elite – und einer der frühesten und loyalsten
Unterstützer Donald Trumps. Gemeinsam mit dem Journalisten Fritz
Espenlaub, der seit Jahren investigativ zu Peter Thiel recherchiert
und ihn in einem mehrfach ausgezeichneten Podcast porträtiert hat,
zeichnet diese Episode nach, wie wirtschaftliche Interessen,
technologische Macht und politische Visionen ineinandergreifen. Die
Folge zeigt, wie sich Trumps America-First-Politik mit den Ideen
der Tech-Elite verbindet – und wo diese Allianz brüchig wird. Denn
während klassische MAGA-Hardliner Abschottung und nationale
Kontrolle fordern, brauchen Unternehmen wie Palantir globale
Märkte, Datenströme und internationale Einflussräume. Der Konflikt
ist programmiert. Ein weiterer Fokus liegt auf JD Vance, dem
heutigen Vizepräsidenten – auch er gilt als politisches Projekt
Peter Thiels. Die Episode zeichnet nach, wie aus einem scharfen
Trump-Kritiker ein loyaler Mitstreiter wurde – und warum viele ihn
bereits als möglichen Nachfolger Trumps betrachten. Diese Folge
führt von den Eisflächen Grönlands bis in die innersten Zirkel des
Silicon Valley. Sie zeigt, warum geopolitische Expansion,
persönliche Machtvorstellungen und private Netzwerke in Trumps
Regierung enger miteinander verknüpft sind als je zuvor – und was
das für Europa und Deutschland bedeutet. THE WILD HOUSE – Das neue
Amerika verstehen. Ein ALL EARS ON YOU Original Podcast.
Mehr
Über diesen Podcast
Der „Sheriff“ ist zurück – zurück im Weißen Haus. So sehen es seine
Anhängerinnen und Anhänger. Donald Trump 2.0 sitzt im Oval Office -
und mit ihm eine ideologische Zeitenwende. Mit noch mehr America
First. In Rekordzeit hat er die Weltordnung erschüttert: Die
Regierung geht demonstrativ auf Distanz zu WTO und NATO, kürzt die
internationale Entwicklungshilfe drastisch und verlässt das Pariser
Klimaabkommen. Gleichzeitig inszeniert sich Trump bewusst als
Cowboy-Präsident - als Macher, der Probleme im Duell löst, schnell
entscheidet und sein Recht durchsetzt. Weniger Regulierung, mehr
Konfrontation. Also: Wilder Westen statt westlicher Werte? Wie viel
Strategie steckt hinter diesem radikalen Kurs - und wie viel
Inszenierung? Wie kalkulierbar ist der 47. Präsident wirklich? Wer
beeinflusst ihn hinter den Kulissen? Und warum wird in den USA
plötzlich alles politisch - von Football über Pizza bis hin zu
Katzen? Was verraten diese kulturellen Konflikte über das neue
Amerika? In THE WILD HOUSE blickt Podcast-Host Angela van Brakel
mit ihren Gästen tief in die amerikanische Machtzentrale. Sie
analysiert die tektonischen Verschiebungen der Innen- und
Außenpolitik, ordnet Erfolge, Fehleinschätzungen, Narrative und
Mythen ein – und erklärt, warum die Welt unter Präsident Trump
nicht mehr dieselbe ist. Und was dieser Kurs für Europa – und ganz
besonders für Deutschland – bedeutet. Angela van Brakel ist
Journalistin, Fernsehmoderatorin und Korrespondentin. Immer wieder
berichtet sie direkt aus Washington D.C. Mit Wild-West-Mythen
beschäftigt sie sich seit ihrer Schulzeit in Texas – damals im
Geschichtsunterricht. Heute diskutiert sie darüber wieder on air
und ab jetzt auch jede Woche hier in THE WILD HOUSE - Das neue
Amerika verstehen. Ein ALL EARS ON YOU Original Podcast.
Kommentare (0)