Oper «Monster’s Paradise»: Zwischen Groteske und Gegenwartskritik
Die neue Oper von Olga Neuwirth und Elfriede Jelinek im Opernhaus
Zürich zeigt eine groteske Parabel auf Macht, Gewalt und den
moralischen Zustand unserer Welt. Noch selten sei Oper so am Puls
der Zeit gewesen, sagt SRF-Musikredaktorin Annelis Berger ...
31 Minuten
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vor 5 Tagen
Die neue Oper von Olga Neuwirth und Elfriede Jelinek im Opernhaus
Zürich zeigt eine groteske Parabel auf Macht, Gewalt und den
moralischen Zustand unserer Welt. Noch selten sei Oper so am Puls
der Zeit gewesen, sagt SRF-Musikredaktorin Annelis Berger im
Gespräch mit Host Felix Münger. «Monster’s Paradise» ist sowohl
inhaltlich als auch in der künstlerischen Umsetzung radikal. Das
Musiktheater leuchtet auf politische Abgründe und auf den Zerfall
von gesellschaftlichen Gewissheiten. Auf der Bühne stehen zwei
Alter Egos der beiden Künstlerinnen Olga Neuwirth und Elfriede
Jelinek. Sie führen durch eine grotesk überzeichnete Welt, in der
das titelgebende Monster gegen einen tyrannischen Herrscher kämpft.
Musikalisch verbindet Neuwirth klassische Opernformen mit Film- und
Popästhetiken. Regisseur Tobias Kratzer setzt das Werk multimedial
in Szene. Das Spektakel fordert heraus, irritiert und überrascht.
Muss Oper heute so sein, in einer Zeit, in der die Realität
grotesker wirkt als alle Fiktion?
Zürich zeigt eine groteske Parabel auf Macht, Gewalt und den
moralischen Zustand unserer Welt. Noch selten sei Oper so am Puls
der Zeit gewesen, sagt SRF-Musikredaktorin Annelis Berger im
Gespräch mit Host Felix Münger. «Monster’s Paradise» ist sowohl
inhaltlich als auch in der künstlerischen Umsetzung radikal. Das
Musiktheater leuchtet auf politische Abgründe und auf den Zerfall
von gesellschaftlichen Gewissheiten. Auf der Bühne stehen zwei
Alter Egos der beiden Künstlerinnen Olga Neuwirth und Elfriede
Jelinek. Sie führen durch eine grotesk überzeichnete Welt, in der
das titelgebende Monster gegen einen tyrannischen Herrscher kämpft.
Musikalisch verbindet Neuwirth klassische Opernformen mit Film- und
Popästhetiken. Regisseur Tobias Kratzer setzt das Werk multimedial
in Szene. Das Spektakel fordert heraus, irritiert und überrascht.
Muss Oper heute so sein, in einer Zeit, in der die Realität
grotesker wirkt als alle Fiktion?
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