Podcast
Podcaster
Beschreibung
vor 4 Wochen
Erscheint in der Essayreihe "Leben" von Hanser Berlin.
Ein harmloses Mittel der Verständigung war Sprechen für die
Schriftstellerin Daniela Dröscher nie. Als Kind einer Zugezogenen
im Hunsrück zwischen Hochdeutsch und breitem Pfälzer Dialekt erwies
sich Sprechen als ein so zweischneidiger Akt der Anpassung, dass
sie lieber verstummte. Außerhalb des Privaten fehlte ihr auch
später lange der Mut zum Einstehen für das eigene Wort, zu groß war
die Angst davor, als Aufsteigerin erkannt oder missverstanden zu
werden. Mit radikaler Offenheit erzählt sie von ihrer Emanzipation
von einer schamhaft schweigenden zur öffentlich sprechenden Frau.
Dabei denkt sie darüber nach, ob nicht gerade die Bereitschaft zum
Missverstehen die eigentliche Voraussetzung für wahres Verständnis
und einen produktiven Gesellschaftsdialog sein könnte.
Ein harmloses Mittel der Verständigung war Sprechen für die
Schriftstellerin Daniela Dröscher nie. Als Kind einer Zugezogenen
im Hunsrück zwischen Hochdeutsch und breitem Pfälzer Dialekt erwies
sich Sprechen als ein so zweischneidiger Akt der Anpassung, dass
sie lieber verstummte. Außerhalb des Privaten fehlte ihr auch
später lange der Mut zum Einstehen für das eigene Wort, zu groß war
die Angst davor, als Aufsteigerin erkannt oder missverstanden zu
werden. Mit radikaler Offenheit erzählt sie von ihrer Emanzipation
von einer schamhaft schweigenden zur öffentlich sprechenden Frau.
Dabei denkt sie darüber nach, ob nicht gerade die Bereitschaft zum
Missverstehen die eigentliche Voraussetzung für wahres Verständnis
und einen produktiven Gesellschaftsdialog sein könnte.
Weitere Episoden
vor 1 Woche
vor 2 Wochen
vor 2 Wochen
vor 4 Wochen
Kommentare (0)
Melde Dich an, um einen Kommentar zu schreiben.