Strategievorteil und Erfolgsfaktor: Altersvielfalt - Interview mit Simon Schnetzer

Strategievorteil und Erfolgsfaktor: Altersvielfalt - Interview mit Simon Schnetzer

Interview mit Simon Schnetzer
55 Minuten

Beschreibung

vor 6 Tagen
Wenn wirtschaftliches Wachstum stagniert und Verunsicherung um sich
greift, suchen wir nach Schuldigen, und Stereotype sind dann
schnell zur Hand. So werden junge Menschen für mangelnde
Leistungsbereitschaft kritisiert, obwohl Studienergebnisse das
Gegenteil belegen: jüngere Menschen arbeiten häufiger in Vollzeit
als Ältere. Um die Lebenswelten junger Menschen zu verstehen und
Generationendialoge zu fördern, startete Jugendforscher Simon
Schnetzer nach der Finanzkrise 2009 sein "What Will We Be Project".
Dabei dekonstruiert er hartnäckige Vorurteile. Er sieht, dass junge
Menschen offen das einfordern, was alle wollen, aber ältere
Generationen sich nicht trauen zu fragen: finanzielle Sicherheit,
mentale Gesundheit und echte Wertschätzung. Die größte
Herausforderung für deutsche Unternehmen ist nicht die Generation
Z, sondern wie alle Generationen gut zusammenarbeiten. Die
Erkenntnis seiner Studien ist: anstatt sich auf die
Generationenkonflikte zu fokussieren und Generationen gegeneinander
auszuspielen, sollten wir die grundsätzlichen Übereinstimmungen
zwischen Jung und Alt sehen, die eine produktive Zusammenarbeit
ermöglichen. Wenn Talente durch mangelnden Fokus aufs Miteinander
abwandern ist das ein großer Verlust. Generationsübergreifende
Zusammenarbeit in Organisationen ist nicht optional, sie ist Teil
der Lösung für die Krise und eine überlebenswichtige Voraussetzung
für Unternehmen und ihren Erfolg. Altersvielfalt ist eine
Superkraft durch die Kombination von Erfahrung, Wissenstransfer und
Innovation. Doch ein starkes Miteinander passiert nicht
automatisch. Es braucht kontinuierliche Aufmerksamkeit, echte
Partizipation, Präsenz und aktives Zuhören, um Bindung zu schaffen
und Fluktuation zu reduzieren. Eine erfolgreiche Zusammenarbeit der
Generationen funktioniert nicht als einmalige Initiative, sondern
erfordert ein dauerhaftes Engagement mit Wertschätzung und fairer
Bezahlung. Generationengemeinsamkeit ist eine langangelegte
Chefsache, und nicht nur ein isoliertes Projekt. Wenn
Zusammenarbeit schwierig wird, liegt das nicht daran wie eine
Generation tickt, sondern dass Mitarbeitende nicht gehört werden.
Wer einbezieht statt kritisiert, hat motiviertere Teams,
produktivere Meetings, umsetzbare Lösungen und treibt Innovation
voran. Unternehmen mit Offenheit, Verständnis und Integration von
Generationen gewinnen. Echte Mitgestaltung und dass alle
Generationen gemeinsam Verantwortung übernehmen, erfordern Zeit und
Einsatz, schaffen Identifikation und letztendlich die Basis für
Unternehmenserfolg. Deutschland braucht eine starke Vision und
Führung für Zukunftsfähigkeit und Erfolg. Die Frage ist nicht,
"Welche Generation ist besser?", sondern "Wie bauen wir Kulturen,
in denen alle Generationen gerne arbeiten?" Es geht darum,
Generationenvielfalt als Brücke zu sehen, und nicht als Graben. In
unserem Gespräch hörst Du: - Weshalb junge Menschen verurteilt
werden, - Warum Generationen mehr Gemeinsamkeiten haben als
Unterschiede, - Welche psychologischen Konzepte echte
Mitarbeiterbindung braucht, - Auf welchen 5 Bausteinen das ABBAS
Modell für Generationenvielfalt beruht, - Wie Teams in Unternehmen
bestehende Reibungspunkte identifizieren und bessere Kooperationen
ermöglichen, - Wie Generationen gemeinsam an einem Strang ziehen.
Viel Spaß und viel Inspiration! Folge dem Podcast und schreibe
gerne eine Review, wenn er Dir gefällt. Was ist Dein Aha-Moment?

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