Machtgebiete: Die unsichtbaren Regeln der Führung – und wie Frauen wirksam gegenhalten (mit Christina Sontheim Leven)
Karrierehürden sind selten „individuell“ – sie sind systemisch. Und
genau da setzen die Hebel an.
39 Minuten
Podcast
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Beschreibung
vor 2 Tagen
Christina Sontheim Leven hat zusammen mit Anna Sophie Herken und
Bettina Weiguny **50 Topmanagerinnen** interviewt – darunter auch
Familienunternehmerinnen – und daraus eine systemische Analyse von
Karriereverläufen entwickelt. Die Muster sind deutlich: Frauen
scheitern selten an „fehlender Härte“, sondern an unsichtbaren
Regeln, an doppelten Standards und an den **Machtgebieten**, in
denen Führung stattfindet. So heißt auch das Buch, über das wir
ausdrücklich sprechen: **„Machtgebiete“**. In dieser Folge geht es
um weibliche Wirkkraft dort, wo sie oft geprüft wird: in
Führungsrollen, in patriarchal geprägten Strukturen und in
Familienunternehmen. Christina beschreibt wiederkehrende
Sollbruchstellen in Karrieren, die sich über Branchen hinweg zeigen
– von subtilen Entwertungen bis hin zu offenen Grenzverletzungen,
inklusive **MeToo-Fällen auf Top-Ebene**. Wir sprechen darüber, wie
Bias im Alltag funktioniert: über Witze, Zuschreibungen,
Scheinargumente („nicht durchsetzungsstark genug“, „keine
Unterstützung zuhause“, „beim Kunden schwierig“) – und warum diese
Mechanismen so wirksam sind, weil sie selten als Problem benannt
werden. Gleichzeitig bleibt es nicht bei der Analyse. Wir sprechen
über **Gegenhebel** – konkret und umsetzbar: Wie Frauen gegenhalten
können, ohne sich zu verbiegen. Wie wichtig es ist, Situationen
früh zu markieren, Verbündete zu aktivieren, Beweise und Muster
sauber zu dokumentieren und nicht allein zu kämpfen. Warum
Arbeitgeber konsequenter bewertet werden sollten (Kununu/Glassdoor
nicht als Frustventil, sondern als Machtinstrument). Und warum
Frauen ihre wirtschaftliche Macht ernster nehmen dürfen – als
Konsumentinnen, als Entscheiderinnen, als Erbinnen und als
Gesellschafterinnen. Ein zentraler Punkt: Es darf sich auch auf der
Unternehmensseite etwas ändern – und zwar sichtbar. „Walk the Talk“
reicht nicht als Poster an der Wand. Christina spricht darüber, wie
Aufsichtsräte und Gesellschafter echte Bedingungen schaffen können:
Diversitätskriterien in Vergütungssystemen, klare
Verantwortlichkeiten, Schutzräume und Sanktionen bei
Grenzverletzungen. Nicht, weil es „nett“ ist, sondern weil
Unternehmen sonst Kompetenz verlieren und enorme Wertschöpfung
liegen lassen. Ich teile außerdem meinen eigenen Kontext aus dem
Familienunternehmen: mein Ausstieg nach vielen Jahren operativer
Verantwortung, die Entscheidung, nicht nachzufolgen, und was es
bedeutet, als Frau die eigene Macht bewusst zu setzen – nicht als
Kampf, sondern als Klarheit. Und dann kommt der Teil, der mir
besonders wichtig ist: **Wir sind stärker, wenn wir uns
verbünden.** Nicht als Wohlfühl-Satz, sondern als Strategie. Frauen
verlieren Wirkung, wenn sie isoliert werden. Wir gewinnen Wirkung,
wenn wir uns verbinden – in Netzwerken, in Gremien, in Allianzen,
im Alltag. Verbundenheit ist kein Soft Skill. Es ist Macht.
#Sinnplauderei #ChristinaSontheimLeven #Machtgebiet
Bettina Weiguny **50 Topmanagerinnen** interviewt – darunter auch
Familienunternehmerinnen – und daraus eine systemische Analyse von
Karriereverläufen entwickelt. Die Muster sind deutlich: Frauen
scheitern selten an „fehlender Härte“, sondern an unsichtbaren
Regeln, an doppelten Standards und an den **Machtgebieten**, in
denen Führung stattfindet. So heißt auch das Buch, über das wir
ausdrücklich sprechen: **„Machtgebiete“**. In dieser Folge geht es
um weibliche Wirkkraft dort, wo sie oft geprüft wird: in
Führungsrollen, in patriarchal geprägten Strukturen und in
Familienunternehmen. Christina beschreibt wiederkehrende
Sollbruchstellen in Karrieren, die sich über Branchen hinweg zeigen
– von subtilen Entwertungen bis hin zu offenen Grenzverletzungen,
inklusive **MeToo-Fällen auf Top-Ebene**. Wir sprechen darüber, wie
Bias im Alltag funktioniert: über Witze, Zuschreibungen,
Scheinargumente („nicht durchsetzungsstark genug“, „keine
Unterstützung zuhause“, „beim Kunden schwierig“) – und warum diese
Mechanismen so wirksam sind, weil sie selten als Problem benannt
werden. Gleichzeitig bleibt es nicht bei der Analyse. Wir sprechen
über **Gegenhebel** – konkret und umsetzbar: Wie Frauen gegenhalten
können, ohne sich zu verbiegen. Wie wichtig es ist, Situationen
früh zu markieren, Verbündete zu aktivieren, Beweise und Muster
sauber zu dokumentieren und nicht allein zu kämpfen. Warum
Arbeitgeber konsequenter bewertet werden sollten (Kununu/Glassdoor
nicht als Frustventil, sondern als Machtinstrument). Und warum
Frauen ihre wirtschaftliche Macht ernster nehmen dürfen – als
Konsumentinnen, als Entscheiderinnen, als Erbinnen und als
Gesellschafterinnen. Ein zentraler Punkt: Es darf sich auch auf der
Unternehmensseite etwas ändern – und zwar sichtbar. „Walk the Talk“
reicht nicht als Poster an der Wand. Christina spricht darüber, wie
Aufsichtsräte und Gesellschafter echte Bedingungen schaffen können:
Diversitätskriterien in Vergütungssystemen, klare
Verantwortlichkeiten, Schutzräume und Sanktionen bei
Grenzverletzungen. Nicht, weil es „nett“ ist, sondern weil
Unternehmen sonst Kompetenz verlieren und enorme Wertschöpfung
liegen lassen. Ich teile außerdem meinen eigenen Kontext aus dem
Familienunternehmen: mein Ausstieg nach vielen Jahren operativer
Verantwortung, die Entscheidung, nicht nachzufolgen, und was es
bedeutet, als Frau die eigene Macht bewusst zu setzen – nicht als
Kampf, sondern als Klarheit. Und dann kommt der Teil, der mir
besonders wichtig ist: **Wir sind stärker, wenn wir uns
verbünden.** Nicht als Wohlfühl-Satz, sondern als Strategie. Frauen
verlieren Wirkung, wenn sie isoliert werden. Wir gewinnen Wirkung,
wenn wir uns verbinden – in Netzwerken, in Gremien, in Allianzen,
im Alltag. Verbundenheit ist kein Soft Skill. Es ist Macht.
#Sinnplauderei #ChristinaSontheimLeven #Machtgebiet
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