Europa und der Iran: Spaniens Regierung ist sauer auf Merz

Europa und der Iran: Spaniens Regierung ist sauer auf Merz

vor 1 Monat
Spanien kritisiert den Angriff auf den Iran deutlich, andere EU-Länder weniger. Wie unterschiedlich sind die Positionen? Und: Wofür steht Chiles Präsident Kast?
12 Minuten
Podcast
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Beschreibung

vor 1 Monat
Anfang März hat Spanien dem US-Militär untersagt, seine Stützpunkte
für Missionen im Zusammenhang mit Angriffen auf den Iran zu nutzen.
Der spanische Premierminister Pedro Sánchez verurteilte die
Angriffe der USA und Israels als rücksichtslos und illegal.
US-Präsident Donald Trump reagierte mit scharfer Kritik und drohte
Spanien mit einem vollständigen US-Handelsembargo. In Anwesenheit
des deutschen Bundeskanzlers Friedrich Merz bezeichnete er Spaniens
Vorgehen als schrecklich. In der Europäischen Union gibt es
unterschiedliche Reaktionen: Während Sánchez die Angriffe deutlich
verurteilt, äußern sich EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der
Leyen und Außenbeauftragte Kaja Kallas zurückhaltender. Warum ist
die Europäische Union im Umgang mit dem Irankrieg so uneinig?
Ulrich Ladurner, Auslandskorrespondent der ZEIT in Rom, erklärt im
Podcast, welche Positionen die einzelnen Mitgliedsstaaten vertreten
und warum Spanien in seiner Kritik weiter geht als der Rest der EU.
In Chile wird der rechtsextreme Politiker José Antonio Kast als
Präsident vereidigt. Der Gründer der Republikanischen Partei gewann
die Stichwahl um das Präsidentenamt am 14. Dezember mit rund 59
Prozent der Stimmen. Kast ist der zehnte Sohn eines ehemaligen
Wehrmachtsoffiziers aus Bayern, der früher NSDAP-Mitglied war. Wie
Kast selbst waren mehrere seiner Geschwister Abgeordnete oder
Senatoren. Einer seiner Brüder war unter der Diktatur von Augusto
Pinochet Präsident der chilenischen Zentralbank. US-Außenminister
Marco Rubio gratulierte Kast zu seinem Sieg und versprach eine enge
Zusammenarbeit in den Bereichen Sicherheit und Handel. Kritik
äußerte dagegen Kolumbiens linker Präsident Gustavo Petro, der
sagte, er werde „niemals einem Nazi die Hand reichen“. Was hat José
Antonio Kast als Präsident vor? Sophia Boddenberg, Autorin der
ZEIT, ordnet im Podcast ein, wofür Kast politisch steht und was
seine beginnende Präsidentschaft für die Aufarbeitung der
Verbrechen unter der Diktatur Pinochets bedeuten könnte.   Und
sonst so? Warum Frühjahrsmüdigkeit nur ein Mythos ist.  
Moderation und Produktion: Azadê Peşmen Redaktion: Philip-Johann
Moser Mitarbeit: Lisa Pausch, Konstantin Hadži-Vuković Fragen,
Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de. 
Weitere Links zur Folge: Irankrieg: Spanien widerspricht den USA
bei Streit über Nutzung von Stützpunkt Liveblog: Irankrieg José
Antonio Kast: Wer ist Chiles neuer, ultrarechter Präsident?
Präsidentschaftswahl in Chile: Die Macht der Angst Sie wollen mehr
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