Melange à trois I Folge 57 I Wer bin ich zu judgen, ob das jetzt geil ist oder nicht

Melange à trois I Folge 57 I Wer bin ich zu judgen, ob das jetzt geil ist oder nicht

vor 3 Wochen
39 Minuten
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Beschreibung

vor 3 Wochen

Einfach einmal so leben, wie man selbst wirklich will.


Ein Gedanke, der wohl vielen von uns immer wieder kommt.
Gleichzeitig kollidiert dieser Wunsch mit Verantwortung,
Verpflichtungen und auf lange Sicht auch mit gesellschaftlichem
Druck – und verhindert oft genau diesen persönlichen Alleingang.


Der Satz „Du bist für dein eigenes Glück verantwortlich“ wirkt in
diesem Zusammenhang beinahe wie eine Verballhornung der komplexen
Gefüge, in denen wir leben.


Wir vergleichen uns mit anderen und müssen gleichzeitig
relativieren, weil wir eben nicht in ihren Schuhen gehen. Und
doch versuchen wir, unser eigenes Narrativ zu finden – ein
Lebensmodell, das zu uns passt – indem wir manche Wege als
erstrebenswert empfinden und andere bewusst auslassen.


Zwischen Verurteilung und Inspiration, zwischen all dem Input,
den uns das Leben und die Menschen um uns herum schenken, bleibt
da manchmal auch eine leise Sehnsucht: nach fast ungeteilten
Zeiten, in denen wir einzig und allein selbst bestimmen
können.Passend zum Weltfrauentag und der Frage, ob wir diesen
überhaupt noch brauchen, zeigt sich dabei auch die große globale
Unterschiedlichkeit, aus der wir auf diesen Tag blicken. Denn
während wir hier darüber diskutieren können, ob ein solcher Tag
noch zeitgemäß ist, ist allein diese Frage für viele Frauen auf
der Welt ein gedanklicher Luxus.


Ein Luxus, der auch darin besteht, dass wir uns überhaupt
Gedanken über einen individuellen Weg als Frau machen können –
und dass diese Wege in vielen Fällen tatsächlich umsetzbar sind,
während andere Frauen noch immer um grundlegende Rechte kämpfen,
die für uns längst selbstverständlich geworden sind.Darüber
wollen wir uns heute ein wenig länger unterhalten.

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