ⓦ 465 Jahresprojekt „Where I live“: Warum eine einfache Frage plötzlich komplex wird - mit Jens F. Kruse
1 Stunde 12 Minuten
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vor 2 Tagen
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Ein Jahresprojekt als gemeinsamer DenkraumIm Gespräch mit Jens F.
Kruse geht es um mehr als ein fotografisches Jahresthema. Es geht
um Prozesse, Verantwortung, Zweifel – und um das gemeinsame
Wachsen in einer fotografischen Community. Jens leitet seit
mehreren Jahren SPuM (Streetfotografie und mehr),
https://www.jfkstreetphotography.com/more/jfk-membership/ eine
geschlossene Gruppe von Fotograf:innen, die jährlich ein
übergeordnetes Thema bearbeitet. Nach „Spiel des Lichts“ fiel die
Wahl diesmal überraschend auf „Where I live“ – ein Thema, das
zunächst banal wirkte, sich aber als tief, persönlich und
vielschichtig entpuppte.Statt geografischer Ortsbeschreibungen
entstanden Serien über Identität, Nähe, Alltag, Familie und
innere Ankerpunkte. Jens betont, dass er bewusst ohne konkrete
Erwartungen in die Projekte geht. Die Gruppe entwickelt ihre
Arbeiten über Monate hinweg: mit Zwischenfeedbacks, Diskussionen,
Motivationsphasen – und auch mit Frust. Entscheidend ist dabei
nicht das einzelne Bild, sondern das serielle Denken und die
Bereitschaft, die eigene Idee immer wieder zu hinterfragen.Ein
zentraler Punkt ist der offene Umgang mit Kritik. Jens sieht sich
nicht als „Guru“, sondern als Begleiter und Kurator. Manche
Serien mussten radikal reduziert, andere neu gedacht werden.
Spannend ist dabei die Erkenntnis, dass Bilder oft erst im
Kontext einer Serie ihre Kraft entfalten. Ergänzt werden die
Arbeiten durch persönliche Texte – teils mit Unterstützung von KI
als Werkzeug, nicht als Ersatz für eigene Gedanken.Am Ende stehen
eine virtuelle Ausstellung und ein Fotobuch. Doch Jens macht
klar: Der wahre Wert liegt im Weg dorthin. Im langsamen Arbeiten,
im Austausch, im gemeinsamen Ringen um Bedeutung. Ein
Jahresprojekt wird so zu einem Spiegel: für das eigene Sehen, das
eigene Leben und die Frage, was „Zuhause“ eigentlich
bedeutet.Frage zum Weiterdenken: Wenn du dein eigenes „Where I
live“ fotografieren müsstest – würdest du einen Ort zeigen oder
ein Gefühl? Kapitelmarken und Links00:00 Intro 02:37 SPum
Jahresthemen 2024 und 202506:17 Warum „Where I live“ überraschend
gewählt wurde12:18 Erwartungen, Gruppendynamik, Offenheit und
Motivation15:16 Der Weg ist das Ziel: Prozess statt Ergebnis18:13
Kuratieren, Reduktion und Serienlogik21:18 Teilnehmererfahrungen
und Feedback via KI24:22 Dirk Hyna: Soest atmet Geschichte30:17
Veronika Kirchgatterer: Aus den Schichten heraus blickt mich das
Leben an32:44 Darja Mitrovic: "Where I live" ist für mich kein
Ort, sondern ein Gefühl34:56 Andrea Klein: Poetischer Einstieg
und großartige Unterstützung beim Projekt42:18 Die Dynamik in der
Community und der kreative Prozess46:08 Bezugsquelle
https://www.jfkstreetphotography.com/more/jfk-membership/49:16
Jahresprojekte: Botschaften und persönliche Reflexionen55:50 Der
kreative Prozess und die Bedeutung von Feedback58:16
Inspirationsquelle für Bücher und Texte: dummyaward.org01:04:34
Vorschläge für das Jahresprojekt 2026 u.a. Selbstportraits, Nähe
und Distanz01:11:39 Dankeschöns Annual project ‘Where I
live’: Why a simple question suddenly becomes complexIn this
episode, Thomas and Jens F. Kruse talk about photographic
year-long projects and the theme “Where I live.” What sounds
simple at first turned into a deeply personal exploration within
Jens’ photography community. . Keywords #communityproject
#streetphotographycommunity #weekly52 #streetphotography
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