Autoritär und ambitioniert - Weltmacht China (mit May-Britt Stumbaum)
50 Minuten
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Beschreibung
vor 4 Tagen
Bundeskanzler Merz ist zurück von seiner China-Reise. Das Land
spielt bei der Unterstützung des russischen Kriegs gegen die
Ukraine eine wichtige Rolle. In Peking wollte der Bundeskanzler
u.a. seine Gastgeber dazu bringen, sich stärker für eine Beendigung
des Ukraine-Krieges einzusetzen. In einem gemeinsamen
deutsch-chinesischen Statement wird immerhin die "Ukraine-Frage"
erwähnt. Und: Die früher regelmäßigen Regierungskonsultationen
zwischen Deutschland und China sollen wieder aufgenommen werden,
nachdem sie in den letzten Jahren ins Stocken geraten waren - ein
Erfolg.
"Kanäle wieder aufzumachen" - das sei das Ziel des Bundeskanzlers,
sagt Prof. Dr. May-Britt Stumbaum, die Direktorin des
Spear-Instituts, einer sicherheitspolitischen Denkfabrik, und
assoziierte Professorin an der Bundeswehr-Universität München.
Allerdings: Auf Augenhöhe sehe sich China nur mit den USA, Russland
sei für Peking "nützlich". Wichtig für Deutschland sei, "zu Hause"
stark zu werden und den eigenen Mittelstand zu schützen -
insbesondere vor chinesischer Technologie- und Wirtschaftsspionage,
so Stumbaum, die auch Reserve-Offizierin der Luftwaffe ist. Sie
berichtet im Gespräch mit Anna Engelke von Chinas kognitiver
Kriegsführung. Dabei geht es darum, die Wahrnehmung des Gegners zu
verändern.
Dafür nutze China auch TikTok: Durch kurze Videos solle die
Konzentrationsfähigkeit der User:innen untergraben werden:
"Innerhalb Chinas sind diese Reels wesentlich länger. Außerhalb
Chinas sind diese Reels wesentlich kürzer und das hat die
Auswirkung, dass sie die Konzentrationsfähigkeit systematisch
untergraben. Und natürlich ist das Zentrum einer Demokratie, dass
ich mich konzentrieren kann, um mich mit den Informationen
auseinanderzusetzen", so die Sicherheits-Expertin. China habe sehr
viel in KI und Big Data investiert: "Dass man damit eben Inhalte
für soziale Medien kreieren kann und die stimulieren eben diese
Polarisierung in der Gesellschaft", sagt Stumbaum.
Außerdem berichten Stefan Niemann und Kai Küstner von der aktuellen
Lage in der Ukraine: Diese konnte den dritten erfolgreichen Treffer
ihres Marschflugkörpers "Flamingo" gegen russische Ziele
verzeichnen. Nach Erkenntnissen des US-Thinktanks Institute for the
Study of War hat Russland nach zweijähriger Invasion die
ostukrainische Stadt Pokrowsk eingenommen. Unterdessen hat der
Haushaltausschuss des Bundestages grünes Licht für Kamikazedrohnen
gegeben.
Lob und Kritik, alles bitte per Mail an streitkraefte@ndr.de
Aktueller Lagebericht des Institute for the Study of War (ISW),
u.a. zur russischen Eroberung Pokrowks:
https://understandingwar.org/research/russia-ukraine/russian-offensive-campaign-assessment-february-26-2026/
Interview mit Prof. Dr. May-Britt Stumbaum:
https://www.ndr.de/nachrichten/info/audio-429720.html
Alle Folgen von “Streitkräfte und Strategien”:
https://www.ndr.de/nachrichten/info/podcast2998.html
Podcast-Tipp: “Ready for Liftoff! Der Raumfahrtpodcast”:
https://1.ard.de/ready-for-liftoff
spielt bei der Unterstützung des russischen Kriegs gegen die
Ukraine eine wichtige Rolle. In Peking wollte der Bundeskanzler
u.a. seine Gastgeber dazu bringen, sich stärker für eine Beendigung
des Ukraine-Krieges einzusetzen. In einem gemeinsamen
deutsch-chinesischen Statement wird immerhin die "Ukraine-Frage"
erwähnt. Und: Die früher regelmäßigen Regierungskonsultationen
zwischen Deutschland und China sollen wieder aufgenommen werden,
nachdem sie in den letzten Jahren ins Stocken geraten waren - ein
Erfolg.
"Kanäle wieder aufzumachen" - das sei das Ziel des Bundeskanzlers,
sagt Prof. Dr. May-Britt Stumbaum, die Direktorin des
Spear-Instituts, einer sicherheitspolitischen Denkfabrik, und
assoziierte Professorin an der Bundeswehr-Universität München.
Allerdings: Auf Augenhöhe sehe sich China nur mit den USA, Russland
sei für Peking "nützlich". Wichtig für Deutschland sei, "zu Hause"
stark zu werden und den eigenen Mittelstand zu schützen -
insbesondere vor chinesischer Technologie- und Wirtschaftsspionage,
so Stumbaum, die auch Reserve-Offizierin der Luftwaffe ist. Sie
berichtet im Gespräch mit Anna Engelke von Chinas kognitiver
Kriegsführung. Dabei geht es darum, die Wahrnehmung des Gegners zu
verändern.
Dafür nutze China auch TikTok: Durch kurze Videos solle die
Konzentrationsfähigkeit der User:innen untergraben werden:
"Innerhalb Chinas sind diese Reels wesentlich länger. Außerhalb
Chinas sind diese Reels wesentlich kürzer und das hat die
Auswirkung, dass sie die Konzentrationsfähigkeit systematisch
untergraben. Und natürlich ist das Zentrum einer Demokratie, dass
ich mich konzentrieren kann, um mich mit den Informationen
auseinanderzusetzen", so die Sicherheits-Expertin. China habe sehr
viel in KI und Big Data investiert: "Dass man damit eben Inhalte
für soziale Medien kreieren kann und die stimulieren eben diese
Polarisierung in der Gesellschaft", sagt Stumbaum.
Außerdem berichten Stefan Niemann und Kai Küstner von der aktuellen
Lage in der Ukraine: Diese konnte den dritten erfolgreichen Treffer
ihres Marschflugkörpers "Flamingo" gegen russische Ziele
verzeichnen. Nach Erkenntnissen des US-Thinktanks Institute for the
Study of War hat Russland nach zweijähriger Invasion die
ostukrainische Stadt Pokrowsk eingenommen. Unterdessen hat der
Haushaltausschuss des Bundestages grünes Licht für Kamikazedrohnen
gegeben.
Lob und Kritik, alles bitte per Mail an streitkraefte@ndr.de
Aktueller Lagebericht des Institute for the Study of War (ISW),
u.a. zur russischen Eroberung Pokrowks:
https://understandingwar.org/research/russia-ukraine/russian-offensive-campaign-assessment-february-26-2026/
Interview mit Prof. Dr. May-Britt Stumbaum:
https://www.ndr.de/nachrichten/info/audio-429720.html
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https://www.ndr.de/nachrichten/info/podcast2998.html
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