Kommt ein neuer Iran-Atomdeal? (mit Susanne Wiegand)

Kommt ein neuer Iran-Atomdeal? (mit Susanne Wiegand)

vor 2 Tagen
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Beschreibung

vor 2 Tagen
Es ist ein historischer Schritt: Israel und Libanon haben sich auf
einen Waffenstillstand geeinigt. Allerdings ist unklar, ob der lang
hält und wie sich die Terrormiliz Hisbollah verhalten wird. Über
die aktuellen Entwicklungen im Nahen Osten berichtet in dieser
Ausgabe von “Streitkräfte und Strategien” Kai Küstner. Im Fokus
steht ein mögliches Abkommen mit dem Iran – vor allem über sein
Atomprogramm – und die Straße von Hormus. Iran hat mittlerweile
angekündigt, die Meerenge wieder zu öffnen und Handelsschiffen die
Durchfahrt während der derzeit geltenden Waffenruhe zu erlauben.
Die USA halten aber an der Blockade für Schiffe, die iranische
Häfen verlassen oder anlaufen wollen, fest. Die Diskussion über die
Sicherung der Straße von Hormus geht in Europa weiter. Dabei
konkretisiert sich nicht nur, wie eine deutsche Beteiligung
aussehen könnte, sondern es treten einmal mehr Differenzen zwischen
Deutschland und Frankreich bei der Frage nach der Einbindung der
USA zu Tage.

Der Angriffskrieg gegen die Ukraine hinterlässt in Russland immer
tiefere wirtschaftliche Spuren. Auch muss der Kreml damit leben,
dass er nach der Abwahl des ungarischen Regierungschefs Orbán einen
wichtigen Verbündeten verloren hat, der weitere Hilfe für die
Ukraine blockiert bzw. neue Sanktionen gegen Russland verhindert
hat. Trotzdem, so Kai, gibt es bislang kein Anzeichen, dass Putin
diesen grausamen Abnutzungskrieg zu beenden gedenkt.

Anna Engelke spricht im Interview mit der Topmanagerin im
Rüstungsbereich, Susanne Wiegand, über die bemerkenswerte
Entwicklung der ukrainischen Verteidigungsindustrie. Die
Aufsichtsrätin bei u.a. dem Drohnenhersteller Quantum Systems
erklärt, was in der Ukraine unter dem Eindruck des andauernden
russischen Angriffskrieges anders läuft als in Deutschland. Das
Land produziere mehr als es brauche. Diese Fähigkeit habe der
Westen in 30 Jahren Friedensdividende verloren. Wiegand analysiert,
warum die Beschaffung neuer Rüstungsgüter trotz des Sondervermögens
eher langsam vorangeht und welche Probleme damit einhergehen. Sie
beleuchtet das Vorgehen der Politik, aber auch der Industrie, die
ebenfalls eine Verantwortung trägt. Man müsse aus alten
Verhaltensmustern rauskommen, rät die Managerin.

Lob und Kritik, alles bitte per Mail an streitkraefte@ndr.de

Interview mit Susanne Wiegand:
https://www.ndr.de/nachrichten/info/audio-3229316.html

USA wollen Ölsanktionen gegen Russland wieder in Kraft
setzen:
https://kyivindependent.com/moscow-walks-away-with-billions-as-trumps-russian-oil-waiver-expires/


Alle Folgen von “Streitkräfte und Strategien”
https://www.ndr.de/nachrichten/info/podcast2998.html

Podcast-Tipp: Being The Beatles – Staffel 2
https://www.ardsounds.de/sendung/urn:ard:show:5d933a937bf865a2/

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