Banken, Risiken & Resilienz: Was 2026 für die Finanzstabilität zählt.
Michael Theurer, Mitglied des Vorstands der Deutschen Bundesbank
34 Minuten
Podcast
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Beschreibung
vor 3 Tagen
Zu Beginn spricht Herr Theurer ausführlich über aktuelle Risiken,
die durch geopolitische Spannungen, politische Unsicherheiten (wie
erratische US-Zollpolitik), geringes Wirtschaftswachstum sowie
mögliche Blasen an den Börsen entstehen. Dabei nennt er explizit
die Rolle der großen US-Tech-Konzerne und warnt vor einem
Rückschlagspotenzial auf den Märkten. Ein großes Thema ist die
Widerstandsfähigkeit, also Resilienz, die laut Herr Theurer durch
solide Kapitalpuffer, vergleichbar mit dem Stoßdämpfer eines
Fahrzeugs, gestärkt werden muss. In der Diskussion werden vier
Schwerpunktrisiken hervorgehoben: geopolitische Herausforderungen
inklusive hybrider Bedrohungen, die wachsende Staatsverschuldung
(mit Bezug auf OECD- und IWF-Berichte), steigende
Unternehmensinsolvenzen sowie das Risiko abrupter Preiskorrekturen
an den Finanzmärkten. Ein weiteres zentrales Thema ist die
Verwundbarkeit von Banken, insbesondere angesichts von Cyberrisiken
und der großen Abhängigkeit von US-amerikanischen Cloud-Anbietern.
Herr Theurer betont, dass Kreditrisiken und ein solides
Risikomanagement für Banken in Zeiten wirtschaftlicher Anpassungen
und Krisen unverzichtbar sind. Außerdem hebt er die Bedeutung einer
klaren Governance innerhalb der Banken hervor – schlechte interne
Unternehmensführung wird häufig als Auslöser von Schieflagen
genannt. Ein besonderes Augenmerk liegt auch auf sogenannten
Nichtbanken, beispielsweise Fonds und Versicherungen, die zunehmend
an Relevanz gewinnen. Risiken entstehen hier vor allem durch
mangelnde Transparenz, Datenlücken und grenzüberschreitende
Kapitalströme, zum Beispiel im Bereich „Private Credit“. Die
Digitalisierung mit Fokus auf Cloud-Abhängigkeiten stellt eine
weitere Herausforderung dar, bei der Banken insbesondere auf
Datenhoheit, Vertragsmanagement und Exit-Strategien achten müssen.
Auch Klima- und Transformationsrisiken werden als finanzielle
Risiken angesprochen – mit dem Ziel, diese risikoorientiert und
datenbasiert, nicht politisch motiviert, zu managen. Abschließend
betont Herr Theurer, dass das deutsche Banken- und Finanzsystem
grundsätzlich als widerstandsfähig gilt, die laufende
Sicherstellung ausreichender Eigenkapitalpuffer und ein umsichtiger
Umgang mit Digitalisierung, Governance und aufsichtsrechtlicher
Komplexität aber unerlässlich bleiben. Der Podcast bietet somit
einen umfassenden Überblick über die drängenden Themen moderner
Bankenaufsicht, beleuchtet Hintergründe und Herausforderungen, und
gibt praktische Einblicke in die tägliche Arbeit der Aufsicht und
die Perspektiven für 2026.
die durch geopolitische Spannungen, politische Unsicherheiten (wie
erratische US-Zollpolitik), geringes Wirtschaftswachstum sowie
mögliche Blasen an den Börsen entstehen. Dabei nennt er explizit
die Rolle der großen US-Tech-Konzerne und warnt vor einem
Rückschlagspotenzial auf den Märkten. Ein großes Thema ist die
Widerstandsfähigkeit, also Resilienz, die laut Herr Theurer durch
solide Kapitalpuffer, vergleichbar mit dem Stoßdämpfer eines
Fahrzeugs, gestärkt werden muss. In der Diskussion werden vier
Schwerpunktrisiken hervorgehoben: geopolitische Herausforderungen
inklusive hybrider Bedrohungen, die wachsende Staatsverschuldung
(mit Bezug auf OECD- und IWF-Berichte), steigende
Unternehmensinsolvenzen sowie das Risiko abrupter Preiskorrekturen
an den Finanzmärkten. Ein weiteres zentrales Thema ist die
Verwundbarkeit von Banken, insbesondere angesichts von Cyberrisiken
und der großen Abhängigkeit von US-amerikanischen Cloud-Anbietern.
Herr Theurer betont, dass Kreditrisiken und ein solides
Risikomanagement für Banken in Zeiten wirtschaftlicher Anpassungen
und Krisen unverzichtbar sind. Außerdem hebt er die Bedeutung einer
klaren Governance innerhalb der Banken hervor – schlechte interne
Unternehmensführung wird häufig als Auslöser von Schieflagen
genannt. Ein besonderes Augenmerk liegt auch auf sogenannten
Nichtbanken, beispielsweise Fonds und Versicherungen, die zunehmend
an Relevanz gewinnen. Risiken entstehen hier vor allem durch
mangelnde Transparenz, Datenlücken und grenzüberschreitende
Kapitalströme, zum Beispiel im Bereich „Private Credit“. Die
Digitalisierung mit Fokus auf Cloud-Abhängigkeiten stellt eine
weitere Herausforderung dar, bei der Banken insbesondere auf
Datenhoheit, Vertragsmanagement und Exit-Strategien achten müssen.
Auch Klima- und Transformationsrisiken werden als finanzielle
Risiken angesprochen – mit dem Ziel, diese risikoorientiert und
datenbasiert, nicht politisch motiviert, zu managen. Abschließend
betont Herr Theurer, dass das deutsche Banken- und Finanzsystem
grundsätzlich als widerstandsfähig gilt, die laufende
Sicherstellung ausreichender Eigenkapitalpuffer und ein umsichtiger
Umgang mit Digitalisierung, Governance und aufsichtsrechtlicher
Komplexität aber unerlässlich bleiben. Der Podcast bietet somit
einen umfassenden Überblick über die drängenden Themen moderner
Bankenaufsicht, beleuchtet Hintergründe und Herausforderungen, und
gibt praktische Einblicke in die tägliche Arbeit der Aufsicht und
die Perspektiven für 2026.
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