#1 Definition Trauma

#1 Definition Trauma

In „Freiwärts – Aus dem Trauma in die Kraft“ begleitet die klinische Psychologin, Psychotherapeutin und Traumatherapeutin Regina Lackner Menschen, die traumatische Erfahrungen gemacht haben, auf ihrem Weg zurück zu ihrer inneren Stärke. In dieser Folge er
38 Minuten

Beschreibung

vor 4 Tagen

In „Freiwärts – Aus dem Trauma in die Kraft“ begleitet die
klinische Psychologin, Psychotherapeutin und Traumatherapeutin
Regina Lackner Menschen, die traumatische Erfahrungen gemacht
haben, auf ihrem Weg zurück zu ihrer inneren Stärke. In dieser
Episode beschreibt sie, was ein Trauma auszeichnet und welche
Ereignisse und Umstände traumatisierend wirken können. Trauma
geht immer mit einer Bedrohung unseres Lebens einher – direkt wie
bei einem Unfall oder indirekt, wenn uns etwa ein geliebter
Mensch verlässt. Im Moment der Bedrohung mobilisiert unser Körper
enorme Kraft, um darauf zu reagieren: mit Kampf oder Flucht - und
wenn beides nicht möglich ist, mit Erstarrung oder Shutdown.
Diese Reaktionen erfolgen instinktiv und sind willentlich nicht
steuerbar. Sie werden von unserem Gehirn „getroffen“, um unser
Überleben bestmöglich zu sichern. Typische Auswirkungen von
Traumatisierungen sind unter anderem Dissoziationen – also das
Gefühl, wie weggetreten oder benommen zu sein, unseren Körper
nicht zu spüren oder Gefühle nur flach wahrzunehmen – sowie
Flashbacks, hohe innere Erregung und Anspannung, verminderte
Konzentrations- oder Merkfähigkeit oder Panikzustände. Die
Bandbreite der Ereignisse und Umstände, die traumatisierend
wirken können, reicht von Naturkatastrophen, Krieg, Gewalt und
Vernachlässigung bis zu medizinischen Eingriffen, Mobbing und
scheinbar weniger dramatischen Erlebnissen, die jedoch als sehr
bedrohlich erlebt werden können. Die Folgen einer Traumatisierung
können unmittelbar auf ein Ereignis auftreten, sich wieder lösen
oder aber verfestigen, oder verzögert erscheinen - manchmal erst
nach mehreren bedrohlichen Erfahrungen, die unsere Kapazität und
unser Fassungsvermögen überschreiten. Regina Lackner betont, dass
die Folgen von Traumatisierungen keine Krankheit sind, sondern
eine Anpassung unseres Körpers und unserer Psyche an die
bedrohliche Erfahrung. Dabei erfüllen die vielfältigen Symptome
jeweils eine Funktion. So schützen uns Dissoziationen etwa im
Moment des Geschehens vor der Wucht des Erlebens und später vor
überwältigenden Gefühlen wie Schmerz, Trauer oder Wut. Zugleich
macht Regina Mut: die Heilung von Traumatisierungen ist
grundsätzlich möglich – auch wenn der Weg Zeit, Mut und Ausdauer
erfordert. Vielfältige, individuell passende Tools zur
Selbstregulation und Selbststärkung spielen dabei eine wichtige
Rolle.


Regina Lackner ist Psychologin, Psychotherapeutin und
Traumatherapeutin und begleitet seit über 20 Jahren Menschen mit
traumatischen Erfahrungen und Belastungen auf ihrem Weg zurück zu
einem selbstbestimmten Leben.


Komposition und Klavier: Jakob Stain


Website Regina Lackner 

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