Ohne mich steht die Linie. Zwischen Eingreifen, Kompensieren und Führen.
17 Minuten
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Beschreibung
vor 1 Woche
Shownotes Lean&Lead #32 Ohne mich steht die Linie. Zwischen
Eingreifen, Kompensieren und Führen.
Wenn ich nicht eingreife, dann steht die Linie. Ich kann meine
Leute doch nicht alleine lassen. Wenn dir diese Sätze bekannt
vorkommen, bist du genau richtig. Und eines vorab: Du bist nicht
zu soft oder keine richtige Führungskraft – du bist
verantwortungsvoll, aber das System hat sich nur daran gewöhnt,
dass du immer einspringst.
Das Problem ist nicht, gar nicht einzugreifen, sondern falsch
einzugreifen: zu früh, zu umfassend oder heimlich. Dann wirst du
zum Dauerengpass, trägst die Last, verschwendest Energie und
Ressourcen- und dein Team lernt nicht, selbst zu entscheiden.
Wichtig ist, dass ihr klare Spielregeln vereinbart: Wer
entscheidet was vor Ort? Bis wann sollen Leute versuchen,
Lösungen selbst zu finden, und ab wann rufst du an? Gib
Rückendeckung für vereinbarte Entscheidungen - sonst schrecken
Leute davor zurück, selbst zu handeln und du wirst wieder
Engpass.
In vielen Fällen reicht Präsenz statt Übernehmen: Sei da,
unterstütze, frage nach und verknüpfe Bereiche, statt dass
Trauben von Fremden rumstehen und die Operateure außen vor
bleiben. Stressige Sprüche wie "Jetzt musst du doch langsam mal
wissen" helfen nicht. Entwickle dein Team stattdessen.
Frag lieber: "Was würdest du tun, wenn ich nicht hier wäre?" oder
"Welche Lösung hält die Linie am Laufen, auch wenn sie nicht
perfekt ist?" Und frage: "Brauchst du von mir eine Entscheidung
oder Rückendeckung?" Solche Fragen geben Verantwortung ab und
fördern Selbstvertrauen.
Setzt klare Eskalationskriterien: Zum Beispiel "Wenn die Anlage
in 15 Minuten nicht läuft, ruf mich an." So dürfen dein Team
ausprobieren und ihr habt trotzdem Orientierung. Ein kleiner
Praxis-Impuls: Nimm dir am Ende der Schicht kurz zwei Minuten und
frage dich: Wo bin ich heute eingesprungen, obwohl es nicht nötig
war? Beobachte das nächste Mal bewusst und versuch eine andere
Frage statt sofort zu lösen.
Das ist kein Loslassen, sondern Begleiten. Mit klaren Grenzen,
Unterstützung und Rückendeckung wird dein Team schnell
handlungsfähiger und mutiger. Für dich bedeutet das weniger
Engpass, weniger Stress und mehr Raum für echte Führung.
Probier’s aus. Schon in ein bis zwei Wochen wirst du die
Veränderung merken.
Weitere passende Podcastfolgen:
Lean &Lead #30: Fachkraft, Manager oder Führungskraft?
https://byclaudiaschmidt.com/fachkraft-manager-oder-fuehrungskraft-dein-shopfloor-rollencheck-und-was-du-wirklich-brauchst/
Lean&Lead #14: Differenziert delegieren
https://byclaudiaschmidt.com/differenziert-delegieren-so-gehst-du-vor-von-0-auf-fiji-wie-du-aufgaben-und-entscheidungen-wirksam-uebergibst-und-dein-team-staerkst/
_______________
„Lean & Lead – Wegen schlechter Führung geschlossen!“
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in 15 Minuten nicht läuft, ruf mich an." So dürfen dein Team
ausprobieren und ihr habt trotzdem Orientierung. Ein kleiner
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war? Beobachte das nächste Mal bewusst und versuch eine andere
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Unterstützung und Rückendeckung wird dein Team schnell
handlungsfähiger und mutiger. Für dich bedeutet das weniger
Engpass, weniger Stress und mehr Raum für echte Führung.
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