Wie realistisch ist ein europäischer Atomschirm?

Wie realistisch ist ein europäischer Atomschirm?

Friedrich Merz und Emmanuel Macron sprechen über einen europäischen Atomschirm. Wie könnte der funktionieren? Und: Wie es den Menschen in Kuba seit der US-Ölblockade geht.
13 Minuten

Beschreibung

vor 1 Woche
Am Rande der Münchner Sicherheitskonferenz hat Bundeskanzler
Friedrich Merz (CDU) Gespräche mit Frankreich über eine europäische
nukleare Abschreckung bestätigt. Er habe sich mit Präsident
Emmanuel Macron über Möglichkeiten eines gemeinsamen atomaren
Schutzschirms ausgetauscht. Macron hatte den Europäern bereits im
Jahr 2020 eine stärkere Zusammenarbeit bei der nuklearen
Abschreckung auf Basis der französischen Atomwaffen angeboten.
Frankreich und Großbritannien verfügen als einzige EU-Staaten über
eigene Atomwaffen, bislang sind sie jedoch kontrolliert.
Außenminister Johann Wadephul zeigt sich allerdings zurückhaltend.
Es gebe bereits genug Atomwaffen auf der Welt, sagte der
CDU-Politiker in der ARD-Sendung "Bericht aus Berlin". Zudem dürfe
der amerikanische Schutzschirm nicht leichtfertig infrage gestellt
werden. Wie realistisch ist ein europäischer Atomschirm? Hauke
Friederichs, sicherheitspolitischer Korrespondent der ZEIT, erklärt
im Podcast, wie ein solches Modell aussehen könnte und unter
welchen Bedingungen Frankreich bereit wäre, seine nukleare
Abschreckung auf andere europäische Staaten auszuweiten. 
Wenig steht so sehr für Kuba wie Zigarren. Jedes Jahr bringt das
Festival del Habano in Havanna Millionen in die Staatskassen –
Geld, das auch in das Gesundheitssystem fließt. Doch in diesem Jahr
fällt das prestigeträchtige Festival aus. Der Grund: Kuba geht der
Treibstoff aus. Nach dem Stopp der Öllieferungen aus Venezuela
infolge der Gefangennahme von Präsident Nicolás Maduro durch
US-Truppen steuert die Insel auf eine massive Versorgungskrise zu.
Krankenhäuser reduzieren ihre Leistungen, Busse und Züge fahren
seltener, in Behörden gilt die Viertagewoche. Der
UN-Menschenrechtskommissar Volker Türk fordert ein Ende der
US-Sanktionen gegen Kuba. Gleichzeitig droht US-Präsident Donald
Trump Ländern mit Strafzöllen, die weiterhin Öl nach Kuba liefern.
Was bedeutet die Energiekrise für die Menschen vor Ort? Wie stabil
ist die Regierung in Kuba und wie lange kann das Land die Krise
überstehen? Darüber spricht im Podcast Alexander Kauschanski,
Redakteur im Auslandsressort der ZEIT.  Und sonst so? Wie ein
ganzer Stern still und heimlich verschwinden kann.  
Moderation und Produktion: Philip-Johann Moser Redaktion: Moses
Fendel Mitarbeit: Susanne Hehr, Konstantin Hadži-Vuković Fragen,
Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de. 
Weitere Links zur Folge: Atomwaffen: Wadephul äußert sich skeptisch
zu möglichem europäischen Atomschirm Münchner Sicherheitskonferenz:
Europa verschiebt seine innere Landkarte USA und Kuba: UN
kritisieren US-Ölembargo gegen Kuba Kuba: Wird Kuba das nächste
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