Operation Ausland: Besser altern unter Palmen
vor 3 Tagen
Thailands Altersresorts für Ausländer: Auch Menschen aus der
Schweiz lassen sich oder ihre Angehörigen dort betreuen – zu einem
Bruchteil der hierzulande fälligen Kosten. Wie lebt es sich in der
Fremde, und welches Pflegekonzept lohnt sich? «Puls» bes ...
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Beschreibung
vor 3 Tagen
Thailands Altersresorts für Ausländer: Auch Menschen aus der
Schweiz lassen sich oder ihre Angehörigen dort betreuen – zu einem
Bruchteil der hierzulande fälligen Kosten. Wie lebt es sich in der
Fremde, und welches Pflegekonzept lohnt sich? «Puls» besucht vier
Einrichtungen im Norden des Landes. Der schöne Schein kann trügen
Was Angehörigen gefällt, muss nicht die beste Lösung für die zu
pflegende Person sein: Diese Lehre hat André Argast nach einer
regelrechten Odyssee durch thailändische Pflegeeinrichtungen ziehen
müssen. Strandnähe und geschmackvolle Einrichtung zählen nichts,
wenn das Personal schlecht ausgebildet oder unterbesetzt ist. In
der Stadt Chiang Mai hat der Basler jetzt eine Lösung für seine
demenzkranke Frau Simone gefunden: das «Vivocare» mit rund 40
Gästen, die meisten aus der Schweiz und in Langzeitpflege. Ein
Schweizer Dorf in Thailand Martin Woodtli hält nicht viel von allzu
grossen Pflegeeinrichtungen. Seine Institution für demenzkranke
Menschen ist deshalb sehr familiär geprägt: In seinem Alzheimerdorf
«Baan Kamlangchay» werden nicht mehr als vierzehn Gäste betreut.
Untergebracht sind sie in Privathäusern eines Dorfs nahe Chiang
Mai, diverse Liegenschaften dienen als Treffpunkte für das
gemeinsame Essen und andere Aktivitäten. Rund um die Uhr werden die
meist deutschsprachigen Personen von Pflegerinnen persönlich
betreut. Dennoch kämpft Martin Woodtli mit dem Stigma, dass seine
Gäste einfach aus der Schweiz abgeschoben wurden. Pflege nicht nur
für Ausländer Urs und Rita Tobler haben sich das Leben nach der
Pensionierung anders vorgestellt. Lange Jahre lebte das
Unternehmerpaar in Japan und wollte auch den Lebensabend dort
verbringen – bis ihnen Ritas Alzheimererkrankung einen dicken
Strich durch diese Rechnung gemacht hat. So leben die beiden nun in
Thailand, wo die Pflege ein Mass und eine Qualität haben, die in
der Schweiz auch für sehr viel Geld nicht geboten werden kann. Mit
dem «Tranquila Elderly Care» hat sich Urs Tobler bewusst für ein
thailändisch geführtes Resort entschieden, das seine Türen immer
mehr auch für Seniorinnen und Senioren aus dem Ausland öffnet. Vom
Hotelier zum Altersheimdirektor Die Covid-Krise bewegte Matthias
Froelich zu einem drastischen Schritt: Als immer mehr Touristen
wegblieben, baute der eingefleischte Hotelier sein Wellnessresort
«Ban Sabai» kurzerhand zu einem Altersresort um. Das Besondere:
hier leben gesunde und kranke Menschen unter einem Dach – vor allem
Paare mit einem gesunden und einem pflegebedürftigen Teil, die in
eigenen Wohneinheiten untergebracht sind. Das Altersresort zielt
auch auf die vielen in Chiang Mai lebenden Schweizer Auswanderinnen
und Auswanderer ab. Und wer weiss, meint Froelich, «vielleicht bin
ich ja eines Tages mein eigener Gast?»
Schweiz lassen sich oder ihre Angehörigen dort betreuen – zu einem
Bruchteil der hierzulande fälligen Kosten. Wie lebt es sich in der
Fremde, und welches Pflegekonzept lohnt sich? «Puls» besucht vier
Einrichtungen im Norden des Landes. Der schöne Schein kann trügen
Was Angehörigen gefällt, muss nicht die beste Lösung für die zu
pflegende Person sein: Diese Lehre hat André Argast nach einer
regelrechten Odyssee durch thailändische Pflegeeinrichtungen ziehen
müssen. Strandnähe und geschmackvolle Einrichtung zählen nichts,
wenn das Personal schlecht ausgebildet oder unterbesetzt ist. In
der Stadt Chiang Mai hat der Basler jetzt eine Lösung für seine
demenzkranke Frau Simone gefunden: das «Vivocare» mit rund 40
Gästen, die meisten aus der Schweiz und in Langzeitpflege. Ein
Schweizer Dorf in Thailand Martin Woodtli hält nicht viel von allzu
grossen Pflegeeinrichtungen. Seine Institution für demenzkranke
Menschen ist deshalb sehr familiär geprägt: In seinem Alzheimerdorf
«Baan Kamlangchay» werden nicht mehr als vierzehn Gäste betreut.
Untergebracht sind sie in Privathäusern eines Dorfs nahe Chiang
Mai, diverse Liegenschaften dienen als Treffpunkte für das
gemeinsame Essen und andere Aktivitäten. Rund um die Uhr werden die
meist deutschsprachigen Personen von Pflegerinnen persönlich
betreut. Dennoch kämpft Martin Woodtli mit dem Stigma, dass seine
Gäste einfach aus der Schweiz abgeschoben wurden. Pflege nicht nur
für Ausländer Urs und Rita Tobler haben sich das Leben nach der
Pensionierung anders vorgestellt. Lange Jahre lebte das
Unternehmerpaar in Japan und wollte auch den Lebensabend dort
verbringen – bis ihnen Ritas Alzheimererkrankung einen dicken
Strich durch diese Rechnung gemacht hat. So leben die beiden nun in
Thailand, wo die Pflege ein Mass und eine Qualität haben, die in
der Schweiz auch für sehr viel Geld nicht geboten werden kann. Mit
dem «Tranquila Elderly Care» hat sich Urs Tobler bewusst für ein
thailändisch geführtes Resort entschieden, das seine Türen immer
mehr auch für Seniorinnen und Senioren aus dem Ausland öffnet. Vom
Hotelier zum Altersheimdirektor Die Covid-Krise bewegte Matthias
Froelich zu einem drastischen Schritt: Als immer mehr Touristen
wegblieben, baute der eingefleischte Hotelier sein Wellnessresort
«Ban Sabai» kurzerhand zu einem Altersresort um. Das Besondere:
hier leben gesunde und kranke Menschen unter einem Dach – vor allem
Paare mit einem gesunden und einem pflegebedürftigen Teil, die in
eigenen Wohneinheiten untergebracht sind. Das Altersresort zielt
auch auf die vielen in Chiang Mai lebenden Schweizer Auswanderinnen
und Auswanderer ab. Und wer weiss, meint Froelich, «vielleicht bin
ich ja eines Tages mein eigener Gast?»
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