Beschreibung

vor 1 Woche
Ende 2022 war die Aufregung um Italien groß. Giorgia Meloni, die
italienische Postfaschistin, fuhr mit ihrer Partei Fratelli
d’Italia einen Erdrutschsieg ein, gemeinsam mit dem
rechtspopulistischen Lager und wurde als erste Frau Italiens
Ministerpräsidentin. EU-Politiker*innen sorgten sich, dass Meloni
die EU zerstören könnte, auf der Straße fragten sich die Menschen,
was die rechteste Regierung der Nachkriegszeit für Italien
bedeutet. Von einem „traurigen Tag für Italien und Europa“ sprachen
einige Medien. Für die allermeisten Europäer*innen war klar: Meloni
ist eine Bedrohung für das demokratische Europa. Heute aber ist von
der Panik kaum noch was zu spüren. Meloni gibt sich staatstragend,
versteht sich ausgezeichnet mit EU-Kommissionspräsidentin Ursula
von der Leyen und Bundeskanzler Friedrich Merz. Ihre Innenpolitik
aber wird gerne vergessen. Dabei strebt Meloni mit einer
sogenannten „Justizreform“ nun einen großangelegten Umbau des
Justizsystems an. Alles also nicht so schlimm? Oder wird Italien
doch das neue Ungarn? Darüber sprechen in dieser Folge der
Fernverbindung Michael Braun, Korrespondent in Italien, und Judith
Poppe, Redakteurin im Auslandsressort der taz. Diese Folge wurde
aufgezeichnet am 10. Februar 2026 um 15.30 Uhr mitteleuropäischer
Zeit.

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