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Episoden

27 Minuten
In Serbien macht sich Hoffnung breit. Trotz eines befürchteten Kopf-an-Kopf-Rennens zwischen der Studentenliste und der Fortschrittspartei von Alexander Vučić, gewannen die Studierenden die Parlamentswahl am vergangenen Sonntag deutlich. „Die Hooligans standen schon bereit, um bei einem knappen Wahlsieg für Einschüchterung zu sorgen“, berichtet Andrej Ivanji aus Belgrad. Er lebt und arbeitet in Serbien und hat die Studierendenbewegung die vergangenen zwei Jahre eng begleitet.  Doch bei solch einem klaren Sieg musste selbst Vučić seine Niederlage eingestehen. „Auf den Straßen lag man sich weinend und lachend in den Armen, niemand hat damit gerechnet, dass unsere Jugend ihre eigene Zukunft wirklich bestimmen darf“, erzählt Ivanji. Doch wie geht es nun weiter nach diesem Erdrutschsieg? Wie kann aus einer Protestbewegung eine Regierung hervorgehen? Liegt die Zukunft Serbiens wieder in der EU? Darüber sprechen in der Fernverbindung taz-Redakteurin Anastasia Zejneli und taz‑Korrespondent Andrej Ivanji.  Diese Folge wurde am 28.10.26 um 9.30 Uhr MEZ aufgezeichnet. Fernverbindung – Der Auslands-Podcast der taz erscheint jede Woche auf taz.de und überall, wo es Podcasts gibt.
23 Minuten
In Indien demonstrieren seit Monaten junge Menschen unter dem Banner der "Kakerlakenbewegung". Im Sommer beklagten sie Missstände im Bildungssystem und erreichten schließlich den Rücktritt des Bildungsministers. Aktuell prangert die Bewegung in einer zweiten Protestwelle eine Streichung der Wählerlisten an. Über 130 Millionen Namen hat die Modi-Regierung aus den Verzeichnissen gestrichen – ein Schritt, der sich in den Augen der Demonstranten auch gegen Minderheiten und arme Menschen richtet. Mit der Kakerlakenbewegung verbunden ist die satirische Partei Cockroach Janta Party (CJP). Der Name ist eine Anspielung auf die herrschende hindu-nationalistische BJP von Premier Narendra Modi. Die Sprecher und Vorsitzenden der CJP wurden schon mehrmals von der Polizei verhaftet oder in Gewahrsam genommen. Doch wie lassen sich die CJP und die Bewegung ideologisch verorten? Was wollen sie erreichen? Und wie stehen die Chancen, dass sie Modis Macht wirklich gefährlich werden können? Darüber spricht taz-Korrespondent Leon Holly mit der Indien-Korrespondentin Natalie Mayroth. Die Folge wurde aufgezeichnet am 21.10.2026 um 11.00 MEZ.
18 Minuten
Die Israel-Korrespondentin der taz darf nicht mehr nach Israel einreisen. Das hat die israelische Regierung entschieden, und die Aufenthaltsgenehmigung für Serena Bilanceri zurückgezogen. Als die Entscheidung Anfang der Woche bekannt wurde, berichteten viele Medien darüber. Die taz selbst, aber auch Organisationen wie Reporter ohne Grenzen verurteilten die Einreisesperre als Einschränkung der Pressefreiheit. Die Regierung behauptet, Serena habe in Kommentaren zu einem Boykott Israels aufgerufen. Die Korrespondentin bestreitet das. Was steckt also wirklich hinter dem Entzug ihrer Aufenthaltsgenehmigung? In den letzten Monaten hat Serena immer wieder über Siedlergewalt gegen Palästinenser und die Verstrickung der isralischen Armee berichtet. Wie hat die Korrespondentin die letzten Tage erlebt? Wie steht es um die Pressefreiheit in Israel? Und wie versucht die taz, Serena jetzt doch noch die Einreise zu ermöglichen? Über diese und weitere Fragen hat sie mit taz-Redakteur Leon Holly gesprochen. Die Folge wurde aufgezeichnet am 14.10.2026 um 12.00 MEZ.
19 Minuten
Sie blockieren Schulen, zünden Böller, Eingangshallen brennen. In Frankreich geht die Jugend auf die Straße. Sie protestieren gegen schlechte Ausstattung, schwierige Lernbedingungen und die Bildungspolitik der Regierung. Doch ihre Wut reicht tiefer. Bei den Protesten kommt es zu Gewalt, gleichzeitig wächst die Solidarität von Lehrkräften, Eltern und Studierenden. Denn der Haushaltsplan der Regierung benachteiligt auch Lehrkräfte enorm. Warum eskaliert der Konflikt? Woher kommt die Wut der Jugendlichen und welche Rolle spielen Polizei, Opposition und die Protestkultur Frankreichs? Und könnte die Bewegung sogar die Präsidentschaftswahl 2027 beeinflussen? taz-Redakteurin Anastasia Zejneli spricht mit taz-Frankreich-Korrespondent Rudolf Balmer über die Hintergründe der Proteste und ihre politische Bedeutung. Diese Folge der fernverbindung wurde am 07. Oktober um 8.30 Uhr MEZ aufgezeichnet.
16 Minuten
Brasilien wählt und die ganze Welt schaut zu – so titeln international etliche Medien. Und tatsächlich geht es um viel, wenn die Brasilianer:innen an diesem Wochenende unter anderem einen neuen Präsidenten wählen. Offiziell treten 13 Kandiat:innen an, in Wahrheit geht es um ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen dem bisherigen Präsidenten Lula da Silva und seinem stärksten Kontrahenten Flávio Bolsonaro – dem Sohn von Ex-Präsident Jair Bolsonaro. Droht mit Bolsonaro ein weiterer Rechtsruck in Lateinamerika, in einem Land wie Brasilien, das wirtschaftlich und politisch enorm relevant ist? Was erhoffen sich die Menschen vor Ort? Und kann der Hoffnungsträger der Linken, Lula da Silva, eine weitere Amtszeit antreten? Über das Machtgebaren links gegen rechts, über den Machtkampf alt gegen jung, und arm gegen Elite, darüber spricht Tanja Tricarico aus dem Auslands-Ressort der taz mit Brasilien-Korrespondentin Christine Wollowski. Die Folge wurde aufgezeichnet am 29.09.2026 um 11.00 MEZ.
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Über diesen Podcast

Der Auslandspodcast der taz: Wöchentliches Gespräch mit Korrespondent*innen über das internationale Thema der Woche. Moderiert wird abwechselnd von Judith Poppe, Anastasia Zejneli, Tanja Tricarico, Fabian Schroer und Leon Holly
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„Fernverbindung - Der Auslands-Podcast der taz“

Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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