Podcaster
Episoden
19.02.2026
21 Minuten
2024 hatte die Gen-Z-Bewegung in Bangladesch noch gegen
Vetternwirtschaft, Korruption und Demokratieabbau demonstriert und
die autoritäre Premierministerin Sheikh Hasina aus dem Land gejagt.
Bei den jüngsten Parlamentswahlen kooperierte sie mit der
islamistischen Partei Jamaat-e-Islami. Die kam vergangene Woche auf
etwa ein Drittel der Stimmen und wurde zweitstärkste Kraft – ein
historisch gutes Ergebnis in Bangladesch, das eigentlich für seinen
liberalen Islam bekannt ist. Wieso entscheiden sich junge gebildete
Menschen dazu, mit Islamisten zu paktieren? Sind die Studierenden
mit ihren Protesten gescheitert? Und in welche Richtung steuert
Bangladeschs Gesellschaft? Über diese Fragen spricht taz
Auslandsredakteur Fabian Schroer mit taz-Südasienkorrespondentin
Natalie Mayroth in der neuen folge der Fernverbindung. Diese Folge
wurde aufgezeichnet am 19. Februar 2026 um 16.30 Uhr
mitteleuropäischer Zeit.
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12.02.2026
21 Minuten
Ende 2022 war die Aufregung um Italien groß. Giorgia Meloni, die
italienische Postfaschistin, fuhr mit ihrer Partei Fratelli
d’Italia einen Erdrutschsieg ein, gemeinsam mit dem
rechtspopulistischen Lager und wurde als erste Frau Italiens
Ministerpräsidentin. EU-Politiker*innen sorgten sich, dass Meloni
die EU zerstören könnte, auf der Straße fragten sich die Menschen,
was die rechteste Regierung der Nachkriegszeit für Italien
bedeutet. Von einem „traurigen Tag für Italien und Europa“ sprachen
einige Medien. Für die allermeisten Europäer*innen war klar: Meloni
ist eine Bedrohung für das demokratische Europa. Heute aber ist von
der Panik kaum noch was zu spüren. Meloni gibt sich staatstragend,
versteht sich ausgezeichnet mit EU-Kommissionspräsidentin Ursula
von der Leyen und Bundeskanzler Friedrich Merz. Ihre Innenpolitik
aber wird gerne vergessen. Dabei strebt Meloni mit einer
sogenannten „Justizreform“ nun einen großangelegten Umbau des
Justizsystems an. Alles also nicht so schlimm? Oder wird Italien
doch das neue Ungarn? Darüber sprechen in dieser Folge der
Fernverbindung Michael Braun, Korrespondent in Italien, und Judith
Poppe, Redakteurin im Auslandsressort der taz. Diese Folge wurde
aufgezeichnet am 10. Februar 2026 um 15.30 Uhr mitteleuropäischer
Zeit.
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06.02.2026
21 Minuten
Über drei Millionen Seiten Text, tausende Videos und zehntausende
Fotos aus den Akten über Sexualstraftäter Jeffrey Epstein hat das
US-Justizministerium seit letzter Woche veröffentlicht. Neben
weiteren Details über bereits bekannte Namen enthüllen die nun
veröffentlichten Files viel Widerwärtiges aus Epsteins Karriere und
aus dem Mailverkehr mit seinen Kontakten. Konkrete Beweise für
weitere Straftaten wurden aber bislang nicht gefunden. Für
US-Präsident Donald Trump könnten die Akten dennoch gefährlich
werden. Denn nicht nur Elon Musk und Microsoft-Gründer Bill Gates
sind darin vertreten, auch Trumps Name kommt über tausendmal vor.
Der US-Präsident hatte sich lange vor der Veröffentlichung
gesperrt. Genau das könnte ihn die Unterstützung seiner
MAGA-Bewegung kosten. Was läuft falsch bei der Aufarbeitung des
Skandals um Jeffrey Epstein? Werden Trumps Verschwörungsmythen ihm
jetzt selbst zum Verhängnis? Und was sagen uns die veröffentlichten
Akten überhaupt? Darüber spricht taz-Auslandsredakteur Fabian
Schroer mit US-Korrespondent Hansjürgen Mai, der für die taz aus
Washington berichtet, in der neuen Folge der Fernverbindung. Diese
Folge wurde aufgezeichnet am 4. Februar 2026 um 16.30 Uhr
mitteleuropäischer Zeit.
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29.01.2026
18 Minuten
Grönland ist die größte Insel der Erde und autonomes Gebiet des
Königreichs Dänemark. Etwa 80 Prozent der Fläche sind mit Eis
bedeckt und gerade mal rund 56.000 Menschen leben dort.
US-Präsident Donald Trump will die Insel in der Arktis "haben" -
aus geopolitischen Gründen, aus wirtschaftlichen Interessen heraus
– und vor allem wohl auch um US-amerikanisches Territorium zu
erweitern. Wie geht eigentlich die grönländische Bevölkerung mit
den Annektionsfantasien Trumps um? Ungeachtet dessen, dass der
US-Präsident in der vergangenen Woche in Davos verkündigte, dass es
zu keiner gewaltsamen Übernahme kommen wird. Wie lebt es sich, wenn
ganz plötzlich ihre Insel in die Schlagzeilen katapultiert wird?
Wie ist die Stimmung vor Ort? Darüber spricht Tanja Tricarico,
Leitung des Politik-Teams der wochentaz, mit taz-Auslandsredakteur
Leon Holly, der derzeit in Grönlands Hauptstadt Nuuk recherchiert.
Diese Folge wurde aufgezeichnet am 28. Januar 2026 um 11.30 Uhr
mitteleuropäischer Zeit.
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23.01.2026
29 Minuten
Bobi Wine ist auf der Flucht. Der Musikstar und
Oppositionspolitiker unterlag vergangene Woche bei der
Präsidentschaftswahl in Uganda, aus welcher der seit 40 Jahren
regierende Staatschef Yoweri Museveni als Sieger hervorging. Wines
Anhänger sprechen von Wahlbetrug. Seitdem wird er gejagt vom Sohn
des Präsidenten, Ugandas Armeechef Muhoozi Kainerugaba, genannt
Muhoozi, der ihm nach dem Leben trachtet. Der Streit zwischen Bobi
Wine auf der einen Seite und dem 81-jährigen Museveni und Muhoozi
auf der anderen ist ein Kampf jung gegen alt, arm gegen reich,
Wandel gegen Establishment. Wieso hat Ugandas politische Führung so
große Angst vor dem „Ghetto President“? Was sieht die junge
Generation in Bobi Wine? Und wie geht es jetzt mit ihm weiter?
Darüber spricht taz-Korrespondentin Simone Schlindwein mit
taz-Auslandsredakteur Fabian Schroer in der neuen Folge der
Fernverbindung. Diese Folge wurde aufgezeichnet am 22. Januar 2026
um 10 Uhr mitteleuropäischer Zeit.
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Über diesen Podcast
Der Auslandspodcast der taz: Wöchentliches Gespräch mit
Korrespondent*innen über das internationale Thema der Woche.
Moderiert wird abwechselnd von Judith Poppe, Anastasia Zejneli,
Tanja Tricarico, Fabian Schroer und Leon Holly
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