Christen unter Druck im Heiligen Land

Christen unter Druck im Heiligen Land

Die Christinnen und Christen im Land von Jesus von Nazareth sind unter Druck: Angriffe und Abwanderung machen ihnen zu schaffen, ebenso fundamentalistische Gruppierungen und die eigene Gespaltenheit. Die christliche Minderheit im Heiligen Land ringt u ...
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vor 2 Wochen
Die Christinnen und Christen im Land von Jesus von Nazareth sind
unter Druck: Angriffe und Abwanderung machen ihnen zu schaffen,
ebenso fundamentalistische Gruppierungen und die eigene
Gespaltenheit. Die christliche Minderheit im Heiligen Land ringt
ums Überleben und um Hoffnung. Nur noch ein bis zwei Prozent der
Bevölkerung im Heimatland von Jesus von Nazareth sind Christinnen
und Christen: schätzungsweise 180'000 in Israel, 40'000 im
Westjordanland, und einige Hundert im Gazastreifen. Besonders
bedrängt sind die einheimischen Christen in den von Israel
besetzten palästinensischen Gebieten. Taybeh, das letzte
christliche Dorf im israelisch besetzten Westjordanland, erlebt
stetig mehr Angriffe von radikalen Siedlern. Wer diese Gewalt nicht
klar verurteile, mache sich mitschuldig am Leiden und der
Vertreibung der Palästinenser, und damit auch palästinensischer
Christen, sagt ein einheimischer Pfarrer. Einflussreiche
christliche Fundamentalisten widersprechen: Israel besetze kein
Land. Gott habe das ganze Land dem jüdischen Volk gegeben, und
damit verbunden sei ein messianisches Versprechen: das Wiederkommen
von Jesus Christus. Wer sich gegen Gottes Willen wehre, werde
bestraft: auch einheimische Christen. Solche Gruppierungen
beeinflussten zwar die Politik im Heiligen Land. Aber seine grösste
Sorge seien diese nicht, sagt ein christlicher Politologe. «Wir
sind einfach sehr schlecht organisiert.»

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