Episode 222: Mit Michel Kühn von Testosteron bis zu GLP-3

Episode 222: Mit Michel Kühn von Testosteron bis zu GLP-3

34 Minuten

Beschreibung

vor 2 Wochen
Die Welt des Bodybuildings entschlüsseln: Einblicke von Michel Kühn
zu Muskelkraft, Supplements und neuen Grenzen im Fitnessbereich In
der neuesten Folge unseres Podcasts haben wir uns mit Michel Kühn
zusammengesetzt, einem renommierten Dozenten und Wissenschaftler an
der Universitätsklinik, um tief in die komplexe Welt des
Bodybuildings und der Fitness einzutauchen. Mit dem Fokus auf
Muskelkraft und die oft missverstandene Supplement-Industrie wollen
wir Klarheit darüber schaffen, was für Athleten und
Fitnessbegeisterte wirklich zählt. In der ersten Episode der
Staffel haben wir Michels umfangreiches Wissen zur
Muskelkraftforschung beleuchtet. Nun greifen wir das Thema erneut
auf, um offene Fragen zu klären und tiefer in die Welt der
Kraftsportarten einzutauchen – darunter Bodybuilding und
Powerlifting. Michel teilt seine Erfahrungen und Einsichten und
wirft ein Licht auf den aktuellen Stand des Bodybuildings sowie auf
die Herausforderungen, mit denen Athleten konfrontiert sind. Er
betont die Bedeutung von Ehrlichkeit in Diskussionen über Fitness
und Leistungsfähigkeit und sagt: „Das mag ich, weil es Teil einer
gewissen Realität ist.“ Diese Haltung gibt den Ton für ein offenes
und ehrliches Gespräch über den Sport vor. Ein wesentlicher Teil
unseres Gesprächs drehte sich um den Substanzmissbrauch im
professionellen Bodybuilding. Michel räumt ein, dass viele Athleten
sich der Risiken leistungssteigernder Substanzen bewusst sind, die
harte Realität jedoch darin besteht, dass sie sich dennoch bewusst
für deren Einsatz entscheiden. „Ich habe Mitleid mit den
Hinterbliebenen, mit der Familie“, reflektiert er und macht damit
die emotionalen Auswirkungen solcher Entscheidungen auf Angehörige
deutlich. Dieses Gespräch regt dazu an, die ethischen Implikationen
solcher Entscheidungen innerhalb des Sports zu hinterfragen. Im
weiteren Verlauf spricht Michel die Marketingstrategien der
Supplement-Industrie an und äußert berechtigte Kritik. Er merkt an:
„Die Leute wollen verarscht werden oder sie wollen etwas, das zu
ihren Bedürfnissen passt.“ Diese Aussage verdeutlicht die
Frustration vieler Konsumenten angesichts des Hypes rund um
Nahrungsergänzungsmittel. Während wir uns durch die verschiedenen
Produktkategorien bewegen – von sinnvoll bis wenig effektiv – wird
klar, wie wichtig es ist, als Verbraucher kritisch zu bleiben und
zu wissen, was den eigenen Fitnessweg tatsächlich unterstützt.
Eines der spannendsten Themen unseres Gesprächs war die aufkommende
Substanz GLP-3, auch bekannt als Retatrotid. Michel erklärt, dass
es sich dabei um die neueste Generation von GLP-1-Rezeptoragonisten
handelt, die ursprünglich zur Behandlung von Diabetes entwickelt
wurden, nun aber auch im Hinblick auf Körperfettreduktion und
Insulinsensitivität untersucht werden. Offen teilt er seine eigenen
Erfahrungen mit dem Produkt und unterstreicht die Bedeutung des
Selbsttests. „Am Ende ist man immer sein eigenes Versuchslabor“,
sagt er und plädiert für einen praxisnahen Ansatz, um die Wirkung
solcher Substanzen wirklich zu verstehen. Zum Abschluss unseres
Gesprächs mit Michel kristallisieren sich mehrere zentrale
Erkenntnisse heraus. Erstens muss sich die Bodybuilding-Community
den Realitäten des Substanzkonsums und dessen Konsequenzen stellen.
Zweitens ist ein kritischer und informierter Umgang mit der
Supplement-Industrie entscheidend für nachhaltige Fortschritte im
Fitnessbereich. Und schließlich könnte die Erforschung neuer
Substanzen wie GLP-3 den Weg für innovative Entwicklungen in
unserem Verständnis von Körperzusammensetzung und Gesundheit ebnen.

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