"Regeln helfen nur dann, wenn sie dem Menschen wirklich guttun" - Gespräch mit Georg Hinz

"Regeln helfen nur dann, wenn sie dem Menschen wirklich guttun" - Gespräch mit Georg Hinz

11 Minuten
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Beschreibung

vor 3 Wochen
Im Dienstags-Podcast von "Blick in die Bibel" lernt man Georg Hinz
etwas persönlicher kennen. Er erzählt, warum er gleich drei
Studienabschlüsse gemacht hat: Religionspädagogik, Sozialarbeit und
Pädagogik. Nicht aus Ehrgeiz, sondern aus der Suche nach dem
richtigen Weg – und aus Freude an der Arbeit mit Menschen. Ein
roter Faden zieht sich durch alles: aufmerksam hinschauen, wer
einem gegenübersteht.Im Markusevangelium kritisiert Jesus die
Pharisäer, die sich darüber aufregen, dass sich die Jünger vor dem
Essen nicht die Hände waschen. Georg Hinz erklärt: Jesus ist nicht
gegen Regeln, sondern dagegen, dass sie wichtiger werden als
Mitgefühl und konkrete Hilfe. Entscheidend ist das Herz – und das,
was wir füreinander tun. Eine Folge, die zum Nachdenken anregt und
alte Texte überraschend aktuell klingen lässt.Aus dem
MarkusevangeliumIn jener Zeit versammelten sich die Pharisäer und
einige Schriftgelehrte, die aus Jerusalem gekommen waren, bei
Jesus. Sie sahen, dass einige seiner Jünger ihr Brot mit unreinen,
das heißt mit ungewaschenen Händen aßen. Die Pharisäer essen
nämlich wie alle Juden nur, wenn sie vorher mit einer Handvoll
Wasser die Hände gewaschen haben; so halten sie an der
Überlieferung der Alten fest. Auch wenn sie vom Markt kommen, essen
sie nicht, ohne sich vorher zu waschen. Noch viele andere
überlieferte Vorschriften halten sie ein, wie das Abspülen von
Bechern, Krügen und Kesseln.Die Pharisäer und die Schriftgelehrten
fragten ihn also: Warum halten sich deine Jünger nicht an die
Überlieferung der Alten, sondern essen ihr Brot mit unreinen
Händen? Er antwortete ihnen: Der Prophet Jesája hatte Recht mit
dem, was er über euch Heuchler sagte, wie geschrieben steht: Dieses
Volk ehrt mich mit den Lippen, sein Herz aber ist weit weg von mir.
Vergeblich verehren sie mich; was sie lehren, sind Satzungen von
Menschen. Ihr gebt Gottes Gebot preis und haltet euch an die
Überlieferung der Menschen.Und weiter sagte Jesus: Sehr geschickt
setzt ihr Gottes Gebot außer Kraft, um eure eigene Überlieferung
aufzurichten. Denn Mose hat gesagt: Ehre deinen Vater und deine
Mutter! und: Wer Vater oder Mutter schmäht, soll mit dem Tod
bestraft werden. Ihr aber lehrt: Wenn einer zu seinem Vater oder
seiner Mutter sagt: Korbán – das heißt: Weihgeschenk sei, was du
von mir als Unterstützung erhalten solltest –, dann lasst ihr ihn
nichts mehr für Vater oder Mutter tun.So setzt ihr durch eure
eigene Überlieferung Gottes Wort außer Kraft. Und ähnlich handelt
ihr in vielen Fällen. (Mk 7,1-13)( Ständige Kommission für die
Herausgabe der gemeinsamen liturgischen Bücher im deutschen
Sprachgebiet)

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