Podcast
Podcaster
Erinnerung, Transformation & Gnade erfahren
Beschreibung
vor 1 Woche
In dieser Folge widme ich mich dem Evangelium der Maria aus einer
historisch-forschenden Perspektive.
Es geht nicht um Legenden, Spekulationen oder spirituelle
Ausschmückung, sondern um die Frage:
Was wissen wir tatsächlich – und wie ordnen
Forscher:innen diesen Text ein?
Ich führe Schritt für Schritt durch die textliche Überlieferung,
den historischen Kontext und die theologischen Besonderheiten des
Maria-Magdalena-Evangeliums und benenne dabei bewusst auch die
Grenzen unseres Wissens.
In dieser Folge spreche ich u. a. über:
die Textgrundlage des Maria-Evangeliums und
warum wir es nur fragmentarisch kennen
weshalb Fragmentarität in der antiken Textüberlieferung der
Normalfall ist
die Datierung ins 2. Jahrhundert und was
frühe Datierung bedeutet – und was nicht
warum frühe Datierung keinen
Augenzeugenbericht impliziert
das Maria-Evangelium als schriftliche Sammlung
mündlicher Überlieferungen
die Vielfalt der frühen Jesusbewegungen im 1. und 2.
Jahrhundert
warum es zu dieser Zeit noch kein einheitliches Christentum
gab
die besondere Stellung des Maria-Evangeliums als
mystisch-erkenntnisorientierter Text
die inhaltlichen Schwerpunkte: Seele, Angst, innere Ordnung
und Erkenntnis
warum der Text kein moralisches Erlösungsdrama darstellt,
sondern einen Bewusstseinsweg
die zentrale Konfliktszene zwischen Maria, Petrus und Andreas
weshalb Marias Autorität nicht inhaltlich, sondern aufgrund
ihres Geschlechts infrage gestellt wird
die Einordnung des Maria-Evangeliums innerhalb einer größeren
gnostischen Strömung
Gemeinsamkeiten mit anderen gnostischen Texten wie Thomas
oder Philippus
den Prozess der Kanonbildung im 4. Jahrhundert und seine
machtpolitischen Hintergründe
warum Texte mit direkter Gotteserfahrung und weiblicher
Autorität ausgeschlossen wurden
wie Begriffe wie Sünde, Buße und Erlösung ursprünglich
verstanden wurden
warum diese Begriffe erst später moralisch umgedeutet wurden
die Wiederentdeckung der gnostischen Schriften in der Moderne
den Einfluss dieser Texte auf die Tiefenpsychologie, u. a.
bei Carl Gustav Jung
die bewusste Benennung dessen, was wir nicht
wissen
warum offene Fragen kein Mangel, sondern Teil
wissenschaftlicher Redlichkeit sind
die notwendige Unterscheidung zwischen historischer Forschung
und spiritueller Deutung
weshalb das Maria-Evangelium historisch relevant bleibt, auch
ohne kanonischen Status
Diese Folge ist eine Grundlage.
Sie ordnet ein, klärt Begriffe und schafft Orientierung – ohne
etwas zu behaupten, was sich historisch nicht halten lässt.
Bevor wir deuten, erinnern oder spirituell weitergehen, braucht
es Klarheit.
Alle Infos, Angebote und unser Archiv findest du auf
www.rosenlinie-mariamagdalena.de und auch auf Instagram:
www.instagram.com/rosenlinie.mariamagdalena
Urheberrecht: Bild, Musik, Text Svenja Strohmeier
Weitere Episoden
1 Stunde 10 Minuten
vor 5 Tagen
26 Minuten
vor 1 Woche
13 Minuten
vor 1 Woche
vor 2 Wochen
In Podcasts werben
Kommentare (0)