26 – Improvisation: vom Scheitern, Machen & Weitergehen
57 Minuten
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Beschreibung
vor 2 Wochen
In dieser Episode nehmen Sonja, Jules und Stephan ein
zentrales Spannungsfeld unserer Gegenwart in den Blick:
Diese Episode ist selbst das beste Beispiel für ihr Thema:
Improvisation. Ursprünglich war ein anderes
Gespräch geplant, Technik und Erkältungswelle hatten jedoch
andere Ideen. Statt Plan B durchzuziehen, entscheiden sich Sonja,
Jules und Stephan bewusst dafür, die Situation anzunehmen und
machen somit Improvisation selbst zum Thema.
Im Gespräch geht es um "Improvisation als alltägliche Praxis": im
Privaten, im Job, in Organisationen, in Beziehungen und im Umgang
mit Unsicherheit. Zwischen Kochen ohne Rezept, Improtheater,
Konzerten mit verletztem Drummer, Elternschaft, Hunden und
digitaler Souveränität wird deutlich: Improvisation ist kein
Ausnahmezustand, sondern ein Grundmodus des Lebens.
Inhalte
Improvisation als Reaktion auf Unsicherheit und Unplanbarkeit
Der Unterschied zwischen planlosem Chaos und bewusster
Improvisation
Warum Improvisation Übung, Erfahrung und Vertrauen braucht
Improvisation im Alltag: Kochen, Dates, Familie, Arbeit
Scheitern als notwendiger Teil improvisierten Handelns
Der „Nordstern“: Orientierung ohne starre Wege
Improvisation im Team und die Bedeutung von psychologischer
Sicherheit
Improvisation, Lernen und Gelassenheit mit zunehmender
Erfahrung
KI als Werkzeug: schneller ausprobieren vs. wirklich Neues
schaffen
Bewusstheit und Wachheit als Kern von Improvisation
Zentrale Gedanken
Improvisation ist keine Handlung, sondern eine Haltung
Gute Improvisation entsteht aus Vorbereitung, nicht aus
Beliebigkeit
Pläne können Sicherheit geben – dürfen aber nicht fesseln
Ergebnisse sind wichtig, aber nicht jedes Tun braucht sofort
ein Ziel
Improvisation heißt auch, rechtzeitig aufzuhören
Flexibilität macht Systeme stabiler als starre Kontrolle
Lernen bedeutet, sich auf Situationen einzulassen, wie sie
sind
Diese Folge zeigt, warum Improvisation keine Schwäche ist,
sondern eine zentrale Kompetenz – persönlich, gesellschaftlich
und organisatorisch.
In einer Welt, in der immer weniger vorhersehbar ist, wird die
Fähigkeit, situativ zu handeln, gemeinsam zu denken und aus dem
Moment heraus neue Wege zu finden, immer wichtiger. Eine immer
wichtiger werdende Fähigkeit ist daher wahrscheinlich:
Kontextsensitivität.
Musik- und Buchtipps aus der Episode
Buch
„Wie man ein Einhorn fängt. Eine fantastische
Kulturgeschichte“ von Bernhard Roling & Julia Wittbrecht
Musik
Sonja: Tears for Fears – Mad World
Stephan: Tom Morello feat. Bring Me The Horizon – Let’s Get
the Party Started
Jules: Northcote – Wholeheart (LP)
besonders empfohlen:
Can’t Stay the Same
Tara
If You
Jules: die klingen. – treideln. (EP)
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