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Beschreibung
vor 2 Monaten
Die Welt verändert sich. Ökonomisch ist ein Prozess der
„schöpferischen Zerstörung“ in Gang. De-Industrialisierung,
Demographie, Digitalisierung, Dekarbonisierung treiben den
Prozess. Altes verschwindet, Neues kommt. Sektorstrukturen
verändern sich. Einkommen und Vermögen werden ungleicher
verteilt. Institutionen, wie die Systeme der Sozialen Sicherheit,
geraten in Schwierigkeiten. Überall gibt es Gewinner und
Verlierer. Es sei ungerecht, kritisieren die Verlierer, dass sie
die Lasten der Veränderung tragen müssen, während sich andere
eine goldene Nase verdienen.
Nur, was ist gerecht, was ist ungerecht? Woran sollte sich eine
Gesellschaft orientieren, an der Ergebnis- oder eher der
Chancengleichheit? Ist es ungerecht, wenn Einkommen und Vermögen
inter-personell (sehr) ungleich verteilt sind? Was ist
sinnvoller, um Ungleichheit zu verringern, (noch) mehr staatliche
Umverteilung oder eine höhere soziale Mobilität? Woran sollte
sich eine Gesellschaft orientieren, die Lasten des
demographischen Wandels inter-generativ gerecht anzulasten? Wie
sollte sie die umlagefinanzierten Systeme der Sozialen Sicherung
reformieren?
Prof. (em.) Dr. Norbert Berthold (JMU, Würzburg)
im Gespräch mit Dr. Rainer Hank (FAS, Frankfurt)
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